Preußen Münster setzt weiter auf Trainer Hildmann

Bleibt Trainer von Preußen Münster: Sascha Hildmann.

Preußen Münster setzt weiter auf Trainer Hildmann

  • Preußen Münster verlängert mit Trainer Hildmann bis 2022
  • Vertrag von Co-Trainer Louis Corde wurde ebenfalls verlängert
  • Geschäftsführer Niewöhner: Etat halbiert sich

Sascha Hildmann bleibt auch nach dem Abstieg in die Fußball-Regionalliga Trainer von Preußen Münster. Das Bundesliga-Gründungsmitglied gab am Montag (20.07.2020) bekannt, dass der 48-Jährige und dessen Assistent Louis Cordes ihre Verträge bis 2022 verlängerten. Am Samstag hatten die Preußen die Verpflichtung von Ex-Profi Peter Niemeyer als neuem Sportdirektor verkündet, der Nachfolger des zurückgetretenen Malte Metzelder ist.

Es habe "in den Gremien schnell Einigkeit geherrscht, dass Sascha Hildmann der richtige Mann für die Neuausrichtung ist", erklärte der Verein. Hildmann hatte die Münsteraner Ende Januar übernommen, konnte sie aber trotz guten Punkteschnitts nicht mehr vor dem Abstieg aus der 3. Liga retten.

Hildmann: "Regionalliga ist Stahlbad"

"Die Regionalliga ist ein echtes Stahlbad. Dieser Herausforderung möchte ich mich aber voller Überzeugung stellen", sagte Hildmann. "Ich möchte als Trainer nur noch dort arbeiten, wo ich mich wohl fühle. Louis und ich sind stolz, den Adler auf der Brust zu tragen - und das auch weiterhin zu tun."

Wie der Kader zum Trainingsstart am 3. August aussehen wird, ist noch offen. "Wir werden zum Start noch nicht den gesamten Kader beisammen haben. Wir sprechen jetzt zuerst mit den Jungs, die schon im letzten Jahr da waren", sagte Sportdirektor Niemeyer, der aus dem Tecklenburger Land stammt.

Mit Blick auf die künftige Ausrichtung des Klubs blieb Niemeyer noch vage: "Wir müssen ein Leitbild entwickeln und uns ein Gesicht erarbeiten. Unsere Arbeit muss eine Nachhaltigkeit bekommen. Das werden wir in nächster Zeit angehen."

Keine finanziellen Risiken

Laut Geschäftsführer Bernhard Niewöhner wird sich Münsters Etat im Vergleich zu 3. Liga halbieren. Zudem gebe es in den Planungen noch viele Unsicherheiten.

Präsident Christoph Strässer versicherte, keine finanziellen Risiken eingehen zu wollen, um den direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga zu erzwingen. "Ich möchte nicht das Risiko eingehen, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gefährdet werden", so Strässer. Man werde in der vierten Liga "nicht antreten, um nicht aufzusteigen. Es muss aber nicht im ersten Anlauf gelingen."

Abstieg besiegelt: Ernüchterung bei Preußen-Fans Lokalzeit Münsterland 02.07.2020 01:43 Min. Verfügbar bis 02.07.2021 WDR Von Matthias Schmidt

Stand: 20.07.2020, 16:58