Westfalia Herne stellt Insolvenzantrag

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Westfalia Herne stellt Insolvenzantrag

  • Westfalia Herne ist zahlungsunfähig
  • Verein stellte beim Amtsgericht Bochum einen Insolvenzantrag
  • Die laufende Oberliga-Saison ist aber wohl gesichert

Westfalia Herne hat beim Amtsgericht Bochum einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte der Oberligist am Donnerstag (05.12.2019) mit. Seit längerem belasten den Klub finanzielle Altlasten und so konnten am Ende auch die Benefizaktionen, wie das Spiel gegen den BVB im Sommer 2018, nicht mehr zur Gesundung beitragen. 

Der Spielbetrieb ist aber zunächst gesichert. "Wir haben die Zusage von Sponsoren, die unseren Sanierungsweg über ein Insolvenzverfahren unterstützen", sagte Westfalia-Vorstandsmitglied Uwe Heinecke. Dies soll auch für die anderen Sportabteilungen im Verein gelten.

Trotz Punktabzug zum Klassenerhalt?

Zuletzt hatte die Westfalia unter anderem mit ausbleibenden Gehältern für Schlagzeilen gesorgt und bereits begonnen den Kader auszudünnen. Trotz der ungewissen Situation spielt die Mannschaft von Trainer Christian Knappmann eine solide Saison in der Oberliga Westfalen - liegt mit 22 Punkten auf Platz zehn. Allerdings dürfte es einen Punktabzug von neun Zählern geben, sobald das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet ist. Damit würde Herne stand jetzt auf Rang 16 zurückfallen.

Herne hatte bis zur Bundesliga-Gründung 1963 in der erstklassigen Oberliga West gespielt, noch 1979 war der Verein Teil der 2. Bundesliga.

Stand: 05.12.2019, 22:36