"Heimtückische Attacke": Fußballkreis sperrt Spieler für acht Jahre

Ein Tor ohne Netz steht auf einem Amateurfußballplatz

"Heimtückische Attacke": Fußballkreis sperrt Spieler für acht Jahre

Der Fußballkreis Kempen/Krefeld hat einen Amateurspieler wegen einer schweren Attacke auf einen Schiedsrichter acht Jahre lang gesperrt.

"Wir mussten hier Zeichen setzen, deswegen haben wir das maximale Strafmaß bewusst verhängt. Hier lag besonders schwere Heimtücke vor", sagte der Vorsitzende des Kreissportgerichts Reiner Hohn am Freitag.

Schlag in den Nacken des Schiedsrichters

Demnach hatte der Torhüter des CSV Marathon Krefeld in einem Kreisliga-B-Spiel gegen den SV Oppum aus Krefeld am 21. September 40 Meter Anlauf genommen, um den Schiedsrichter von hinten gezielt in den Nacken zu schlagen. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.

Der Täter erhielt bereits am Tag nach dem Vorfall vom CSV Marathon lebenslanges Hausverbot und soll aus dem Verein ausgeschlossen werden. Sollte dies geschehen, käme dies laut Hohn einer lebenslangen Sperre gleich: "Die achtjährige Sperre hätte dann aufschiebenden Charakter und würde erst beginnen, wenn der Spieler einen Verein findet, der ihn aufnehmen will. Das wird kein Verein machen."

Mehr Schutz für Schiedsrichter Lokalzeit Südwestfalen 05.03.2020 07:27 Min. Verfügbar bis 05.03.2021 WDR Von Christian Albrecht

dpa | Stand: 09.10.2020, 11:50