Fan-Rückkehr: Unterschiedliche Regeln je nach Liga

Blick in das Dortmunder Stadion

Fan-Rückkehr: Unterschiedliche Regeln je nach Liga

Bei Spielen der Fußball-Regionalliga und anderen Sportveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen sind künftig anteilig mehr Zuschauer erlaubt als bei Bundesliga-Spielen.

Ab Mittwoch (16.09.2020) dürfen Sportanlagen in NRW mit mehr als 1.000 Plätzen bis zu einem Drittel mit Fans besetzt werden. Das gilt für alle Wettberwerbe, die nur in Nordrhein-Westfalen stattfinden - zum Beispiel für die Regionalliga West.

Bundesweite Regel für Bundesliga

Für die Bundesligen und die dritte Liga gibt es eine bundesweite Regelung nach der nur ein Fünftel der Plätze in den Stadien belegt sein darf. Diese Regelung gilt auch für die bundesweiten Wettbewerbe in anderen Sportarten.

Alemannia Aachen darf in der Regionalliga West künftig zum Beispiel bis zu 11.000 Zuschauer empfangen. Bei Spielen von Bayer Leverkusen sind es nur rund 6.000 Fans.

Kritik an Regelungen

"Die unterschiedlichen Bemessungsgrößen für Bundes- und Regionalligisten ziehen eine Ungleichbehandlung der Sportvereine in NRW nach sich", sagte Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Fraktion im NRW-Landtag. "Das wird zu großem Unverständnis bei den Betroffenen führen."

Die 20-Prozentregelung soll zunächst für sechs Wochen gelten. NRW-Gesundheitsminsiter Karl-Josef Laumann sagte: "Der Infektionsschutz und damit der Schutz von Gesundheit muss oberste Priorität haben. Daher tasten wir uns jetzt vorsichtig an eine Wiederzulassung einer begrenzten Zahl an Zuschauern heran." Sollte der Testbetrieb erfolgreich sein, könnten in sechs Wochen möglicherweise noch mehr Fans in die Stadien kommen.

NRW-Minister Laumann zu Fan-Rückkehr in der Bundesliga

Sportschau 15.09.2020 01:26 Min. Verfügbar bis 15.09.2021 ARD

Stand: 15.09.2020, 18:34