Krefeld Pinguine wahren Chance auf Halbfinale

Krefelds Trainer Mihails Svarinskis (rechts) und Krefelds Co-Trainer Boris Blank.

Krefeld Pinguine wahren Chance auf Halbfinale

Mit einem Sieg bei den Grizzlys Wolfsburgs haben die Krefeld Pinguine am 5. Spieltag des DEL-Testturniers ihre Chancen auf den Halbfinaleinzug gewahrt.

Die Mannschaft von Trainer Mihails Svarinskis setzte sich am Dienstagabend mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1) nach Verlängerung durch. In der Gruppe Nord belegt Krefeld weiter den letzten Platz, ist nun aber punktgleich mit Wolfsburg. Allerdings darf die Düsseldorfer EG am Mittwoch gegen Bremerhaven höchstens zwei Punkte holen - ansonsten wäre die Halbfinal-Chance für die Pinguine geplatzt.

In einer schnellen Partie mit viel Spielfluss brachte Laurin Braun (28.) Krefeld nach einem Konter in Führung - während des dritten torlosen Powerplays der Wolfsburger. Die Wölfe glichen durch Spencer Machacek (49.) aus, der nach einem Distanzschuss abstaubte. Den Siegtreffer für Krefeld erzielte der Ex-Wolfsburger Lucas Lessio in der Verlängerung.

Chaos in Krefeld in den letzten Wochen

Die Pinguine hatten medial und bei den Fans in den letzten Wochen für Aufsehen gesorgt. Mitte November hatten sich die Spieler im Hinspiel gegen Wolfsburg zunächst geweigert, das Eis zu betreten - offenbar weil die Spieler auf weitere Teile ihres Gehalts verzichten sollten, gleichzeitig aber weitere Spieler verpflichtet wurden. Zudem sollen fällige Gehälter noch nicht gezahlt worden sein: So liegt Krefeld etwa mit dem einstigen Klubidol Daniel Pietta im Rechtsstreit.

Fünf Tage nach dem Boykott war Headcoach Glen Hanlon zurückgetreten. Es folgten diverse Abgänge: Eugen Alanov, Kris Foucault, Wade Bergman, Colin Smith, Ex-Nationalspieler Kai Hospelt und Kapitän Torsten Ankert verließen den Klub. Zudem warf der erfahrene Geschäftsführer Roger Nicholas das Handtuch. Alanov hatte nach seinem Wechsel zur Düsseldorfer EG gesagt: "Vielleicht kann ich nachts jetzt wieder besser schlafen".

Als Nicholas' Nachfolger hatte der neue Investor Stefano Ansaldi, der den umstrittenen Michael Ponomarew abgelöst und den Klub wohl vor der Insolvenz bewahrt hatte, den erst 24 Jahre alten Sergey Saveljev eingesetzt, der ursprünglich als Chefscout arbeiten sollte. Wie genau es um die Finanzen der Pinguine bestellt ist, ist unklar. Laut Savaljev ist bei den Krefeldern "alles gut".

Stand: 01.12.2020, 21:51