Krefeld Pinguine: Im fünften Anlauf in die Playoffs?

Krefelds neuer Torhüter Jussi Rynnäs vor Kölns Alexander Oblinger beim Testspiel kurz vor Saisonstart.

Krefeld Pinguine: Im fünften Anlauf in die Playoffs?

Von Thorsten Rosenberg

  • Playoffs: Krefeld Pinguine nehmen fünften Anlauf
  • 2018/19 die zweitmeisten Gegentore kassiert
  • Elf Spieler gingen, neun Neuzugänge wurden verpflichtet

Die Krefeld Pinguine nehmen einen neuen Anlauf in Richtung Pre-Playoffs. Zum vierten Mal in Folge scheiterten die Krefelder an diesem Ziel. Mit einigen neuen Spielern, wie etwa den beiden liga-erfahrenen Kai Hospelt und Laurin Braun, nimmt der Klub nun den fünften Anlauf.

So lief die vergangene Saison

Am Ende fehlten den Seidenstädtern nur vier Zähler auf Platz zehn, der die Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt hätte. Doch wenn man sich zwei Zahlen genauer anschaut, ist es fast erstaunlich, dass die Pinguine so lange eine Chance darauf hatten. 182 Gegentreffer bedeuteten den zweitschlechtesten Wert in der Liga. Aber nicht nur in der Defensive gab es Probleme. Auch im Sturm hatten die Krefelder keine gute Bilanz. 141 erzielte Treffer - das war der drittschlechteste Wert in der DEL.

Krefeld Pinguine - Mit mehr Erfahrung in die Play-offs? Sportschau 11.09.2019 03:05 Min. Verfügbar bis 11.09.2020 Das Erste

Dennoch verlief die Saison anders als in den drei Spielzeiten zuvor. War das Team von Trainer Brandon Reid meist schon früh aus dem Rennen um die Playoffs gewesen, war es dieses Mal fast bis zum Ende der Hauptrunde ein Kandidat und zeigte gerade zu Saisonbeginn eine starke Dynamik auf dem Eis. Doch zu einfach und zu häufig fielen die Gegentore. Zeigte die erste Reihe zumeist starke Leistungen, kam von den Reihen dahinter oft zu wenig, um das Ziel zu erreichen.

Wer kommt, wer geht

So versuchte der Klub um Sportdirektor Matthias Roos die Abgänge von Spielern wie Jacob Berglund und Martin Lefebvre aufzufangen, aber auch den Kader in der Tiefe zu verstärken. Neuer Goalie ist der zweifache finnische Nationaltorhüter Jussi Rynnäs (Oulun Kärpät), der mit Dimitri Pätzold die Plätze der beiden gegangenen Torhüter Patrick Klein und Ilya Proskuryakov einnimmt. Mark Cundari (Eisbären Berlin) und Tom-Eric Bappert (Iserlohn Roosters) kamen für die Defensive, die Abwehrspieler James Bettauer, Patrick Seifert und Martin Lefebvre verließen den Klub.

Insgesamt acht Spieler holten die Pinguine für den Angriff. Neben Hospelt (Kölner Haie) und Braun (ERC Ingolstadt) unterschrieben Jeremy Welsh (Grizzlys Wolfsburg), Grant Besse (South Carolina Stingrays), Justin Hodgman (Fort Wayne Komets), Jakub Lagacé (Stavanger Oilers) sowie Edwin Schitz und Adam Kiedewicz aus der U20 des KEV. Insgesamt gingen elf Spieler, neun Neuzugänge kamen.

Auch Arturs Kruminsch ist als Neuzugang zu bewerten. Der Mittelstürmer musste sich nach der Diagnose Lymphdrüsenkrebs im vergangenen Jahr einer Chemotherapie unterziehen und wird nun nach 16 Monaten erstmals für die Pinguine im DEL-Einsatz sein.

Lesen Sie hier im zweiten Teil mehr zum Trainer und zu den Saisonzielen.

Stand: 10.09.2019, 21:00