Iserlohn Roosters - Matsumoto soll die Lücken füllen

Iserlohn Roosters - Matsumoto soll die Lücken füllen

  • Fünf Top-Leute verließen Iserlohn
  • Meisterspieler Jon Matsumoto soll die Lücken füllen
  • Trainer Rob Daum blieb erhalten

Wie das kleine gallische Dorf, das sich gegen die größeren Nachbarn auflehnt - so kommen sich seit vielen Jahren die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor. Die Sauerländer verfügen über keine große Halle, sie haben nicht viel Geld - aber in Iserlohn schlägt dennoch ein ganz großes Eishockey-Herz. Dieses Pfund soll auch in der Saison 2018/19 wieder für Überraschungserfolge sorgen.

So lief die vergangene Saison

Nur knapp verpassten die Iserlohn Roosters in der vergangenen Saison als Achter den direkten Play-off-Einzug. In der Qualifikationsrunde kam dann das schnelle Aus gegen die Fischtown Pinguins.

Wer kommt, wer geht?

Das Gesicht des Teams hat sich im Sommer grundlegend verändert: Mit Chris Brown (Nürnberg), Jason Jaspers (Berlin), Blaine Down (Villach), Chad Costello (Krefeld) und Jack Combs (noch ohne neuen Verein) verließen die Sauerländer die fünf besten Scorer der Vorsaison. In der Defensive gingen mit dem norwegischen Nationalspieler Alexander Bonsaksen, der nach Finnland wechselte, und den beiden Schweden Johan Larsson und Oscar Eklund alle drei Importspieler.

Einen Tag vor dem Saisonstart meldeten die Roosters die Verpflichtung des NHL-erfahrenen Verteidigers Keaton Ellerby, der aus Schweden ins Sauerland kommt. Der Königstransfer des Sommers war zweifellos die Verpflichtung von Jon Matsumoto, der mit dem EHC Red Bull München zuletzt zweimal in Serie Meister wurde. Ebenfalls spielstark ist der aus Augsburg verpflichtete Center Evan Trupp.

Daine Todd (r.) von den Iserlohn Roosters

In Deutschland noch unbeschriebene Blätter sind der Deutsch-Kanadier Michael Clarke, aber auch Außenstürmer Jordan Smotherman. In der Abwehr holte Manager Karsten Mende mit Dylan Yeo einen torgefährlichen Abwehrspieler aus Straubing, der zweite Importspieler Daine Todd spielte in den vergangenen vier Jahren in Schwedens und Russlands erster Liga.

Trainer: Rob Daum

Als die Roosters im Oktober 2017 in den Niederungen der DEL herumdümpelten, verpflichteten sie Rob Daum als neuen Trainer. Der 60-Jährige hatte sieben Jahre im österreichischen Linz hinter sich, die DEL war also Neuland für ihn. Aber der Kanadier führte die Roosters aus ihrer Krise heraus und verlängerte im Januar 2018 seinen Vertrag bis 2020.

Erwartungen an die neue Saison

Das letzte Testspiel vor der Saison gewannen die Roosters mit 4:2 gegen Ligarivale Düsseldorfer EG. Auch wenn es nur ein Test war, so sah man: In Iserlohn ist schon ein echtes Team zusammengewachsen. Das Ziel der Sauerländer ist ein Rang in den Play-Offs. Mindestens die Pre-Play-Offs sollen es wieder sein.

Stand: 13.09.2018, 06:35

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