Aufbruchstimmung bei der Düsseldorfer EG

Safe von Krefelds Torhüter Dimitri Pätzold gegen Düsseldorfs Neuzugang Jaedon Descheneau im Testspiel Anfang September.

Aufbruchstimmung bei der Düsseldorfer EG

  • Trainer Harold Kreis und 14 Neue sorgen für Aufbruchstimmung
  • Nach zwei Jahren Abstinenz will die DEG wieder ins Viertelfinale
  • Start am Freitag (14.09.2018, 19.30 Uhr) bei Adler Mannheim

Zweimal als Vierzehnter die Play-offs verpasst, zweimal die Qualifikation als Fünfter geschafft, zweimal als Elfter wieder gescheitert - die Bilanz der vergangenen sechs Jahre der Düsseldorfer EG weist eine gewisse Regelmäßigkeit aus. Doch nicht nur die Statistik sorgt für Aufbruchstimmung im Rheinland.

So lief die vergangene Saison

Die schwache Spielzeit hatte Spuren hinterlassen: So wenig Fans wie nie waren zur Saisonabschlussfeier der Düsseldorfer Eishockeycracks im März gekommen. Spätestens nach den sieben Niederlagen aus den neun Spielen vor der Olympiapause waren die Hoffnungen auf die Play-off-Teilnahme geschwunden.

Da nützte auch die Entlassung von Cheftrainer Mike Pellegrims nichts mehr. In den restlichen drei Partien gelang nur noch ein Sieg im da bereits bedeutungslosen Spiel gegen Krefeld. "Zu wenig echte Typen im Kader", nannte Geschäftsführer Stefan Adam als einen Hauptgrund für die verkorkste Saison.

Wer kommt, wer geht?

DEG-Neuzugang Philip Gogulla beim Testspiel in Iserlohn.

DEG-Neuzugang Philip Gogulla beim Testspiel in Iserlohn.

Für Aufsehen sorgte die Verpflichtung von Philip Gogulla, der vom Rivalen aus Köln kommt. Auch die Rückkehr von Calle Ridderwall und Ken-André Olimb wurde bei den Fans freudig registriert. Der 39malige Nationalspieler Jerome Flaake konnte von Sportchef Niki Mondt für einen Wechsel vom Deutschen Meister München an den Rhein überzeugt werden.

Insgesamt 14 neue Spieler, darunter Namen wie Patrick Köppchen, Patrick Buzas oder Christian Kretschmann haben den Kader rundum erneuert. "Wir sind davon überzeugt, dass wir nun mehr Qualität auf dem Eis haben und zudem mehr Spieler, die für den Erfolg unserer Mannschaft brennen", erklärte Mondt.

Verlassen werden die Rot-Gelben ebenfalls 14 Spieler, darunter Maxi Kammerer (Washington), Alexej Dmitriev (Iserlohn) und Spencer Machacek (Wolfsburg).

Der Trainer: Harold Kreis ist wieder da

Wieder zurück: DEG-Trainer Harold Kreis.

Wieder zurück: DEG-Trainer Harold Kreis.

Harold Kreis war bereits zwischen 2008 und 2010 in der rheinischen Metropole tätig und holte mit der DEG 2009 die Vize-Meisterschaft. In den vergangenen vier Spielzeiten war der 59-Jährige Coach des Schweizer Erstligisten EV Zug. Mit der Rückkehr von Kreis sind viele Hoffnungen bei den Fans der DEG verknüpft. Der Deutsch-Kanadier fordert von seinem Team absoluten Einsatz als Voraussetzung für das Erreichen des Viertelfinales, "egal ob wir den Umweg über die Pre-Playoffs gehen müssen."

Erwartungen an die neue Saison

Viele namhafte Neuzugänge, ein Trainer mit "Stallgeruch" - die Erwartungen in Düsseldorf sind deutlich gestiegen. Die Resignation, die sich noch im Frühjahr am Rhein breit gemacht hatte, ist einer Aufbruchstimmung gewichen.

Die Leistungen in den Testspielen in Krefeld (2:1) und in Iserlohn (2:4) machen Hoffnung. So meinte Kreis nach dem Erfolg bei den Pinguinen: "Wir haben ein paar Fehler gemacht, die wir uns anschauen werden. Aber wir haben insgesamt geduldig gespielt und kämpferisch immer dagegen gehalten. Das hat mir gefallen." Die Rot-Gelben scheinen auf einem guten Weg zu sein.

Stand: 10.09.2018, 16:18

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