Nach Warm-up-Wirbel: Krefeld Pinguine schlagen Wolfsburg

Die Spieler der Krefeld Pinguine bejubeln den Treffer zum 2:0 gegen Wolfsburg

Nach Warm-up-Wirbel: Krefeld Pinguine schlagen Wolfsburg

Die Krefeld Pinguine haben den Fehlstart zum Auftakt des DEL-Vorbereitungsturniers mit einem Sieg im zweiten Spiel gegen die Grizzlys Wolfsburg kompensiert.

Nachdem Krefeld zunächst das Auftaktspiel gegen die Fishtown Pinguins Bremerhaven verloren hatte (1:3), gelang dem Team von Headcoach Glen Hanlon am Dienstagabend gegen die Wolfsburger ein 3:1 (2:0, 1:1, 0:0).

Wirbel um Warm-up-Verzicht des KEV

Kurios: Krefeld verzichtete vor der Partie auf das Warm-up. Nur Sergei Belov und Ivan Petrakov waren kurz auf dem Eis. Angesprochen auf diese Tatsache antwortete Krefelds Torsten Ankert in der ersten Drittelpause ausweichend: "Es war eine Team-Entscheidung. Darüber wollen wir jetzt aber nicht reden. Eishockey ist angesagt." Der übertragende Sender "MagentaSport" berichtete von angeblichen Unstimmigkeiten, weil die Spieler wohl erneut auf Teile ihres Gehaltes verzichten sollten.

Auf dem Eis zeigten sich die Pinguine jedenfalls trotz des fehlenden Warm-ups äußerst wach und energisch. Ivan Petrakovs Führungstreffer (6.) per Schuss aus der Drehung überraschte die Wolfsburger, anschließend bewies Wade Bergman eine tolle Übersicht und legte für Martin Schymainski auf, der nur kurz nach der Führung nahezu unbedrängt den Puck zum 2:0 (7.) ins Tor beförderte. Für Schymainski war es das erste Spiel nach fast neunmonatiger Verletzungspause.

Im zweiten Drittel traf Wolfsburgs Jordan Boucher nach einem präzise ausgeführten Spielzug zum 1:2 (34.) und brachte die Grizzlys wieder ran. Doch Krefelds Kris Foucault spekulierte zwei Minuten später erfolgreich auf einen Wolfsburger Fehlpass im Spielaufbau - und bekam die Scheibe postwendend in die Tiefe gespielt. Foucault blieb bei diesem starken Umschaltspiel eiskalt vor dem Tor und traf zum 3:1 (36.). Im dritten Abschnitt machte Wolfsburg Druck, aber der KEV brachte die Führung über die Zeit.

"Die Krefelder hatten Schaum vor dem Mund"

Sebastian Furchner von den Grizzlys, die zum Auftakt beim 7:0 gegen die Düsseldorfer EG überzeugt hatten, zeigte sich beeindruckt von der Krefelder Leistung und sagte in der zweiten Pause: "Keine Ahnung was da vor dem Spiel los war, aber die Krefelder hatten Schaum vor dem Mund."

Zitterpartie DEL-Start: Geht das Eishockey baden? | No Sports!? #23 sport inside 11.11.2020 08:28 Min. Verfügbar bis 11.11.2021 WDR Von Marc Schlömer

Stand: 16.11.2020, 17:52