Pinguine planen neue Gesellschafterstruktur

Torsten Ankert, Grant Besse und Chad Costello (vl.n.r.) von den Krefeld Pinguinen.

Pinguine planen neue Gesellschafterstruktur

  • Krefelds Geschäftsführer hat potentielle Gesellschafter gefunden
  • Ponomarew will Anteile abgeben - Konditionen unklar
  • Bei Nicht-Erfolg droht Insolvenz

Die Zukunft der Krefeld Pinguine soll sich bis Mitte November entscheiden. Der finanziell angeschlagene Tabellenletzte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) will nach dem Deutschland Cup (7. bis 10. November) eine neue Gesellschafter-Struktur ohne den umstrittenen Investor Michail Ponomarew umsetzen.

Ob dies gelingt, ist unklar. "Wenn es uns nicht gelingt, dann wird es verdammt schwer. Dann ist auch davon auszugehen, dass es das letzte Jahr in der DEL sein wird", sagte Krefelds Geschäftsführer Matthias Roos am Dienstag (22.10.2019).

Roos: "Licht am Ende des Tunnels"

Demnach habe der 39-Jährige "Menschen in Krefeld" gefunden, die die Anteile der Haupt-Gesellschafter Ponomarew und Wolfgang Schulz übernehmen wollen. "Das ist eine positive Entwicklung. Es gibt Licht am Ende des Tunnels", sagte Roos. "Jetzt geht es aber auch um die Bedingungen. Ich weiß im Moment eben nicht, zu welchen Konditionen Herr Ponomarew seine Anteile übergeben möchte."

Keine Kommunikation zwischen Ponomarew und Klub

Der Russe, der auch Gesellschafter beim Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen ist, hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, seine Anteile an den Pinguinen kurzfristig abgeben zu wollen. Dafür wäre aber die Zustimmung der Gesellschafterversammlung notwendig.

Sowohl zwischen Schulz und Ponomarew als auch zwischen dem Klub und dem Russen gibt es indes seit langem keine Kommunikation mehr. Nach Darstellung der Pinguine schuldet Ponomarew zugesagte Gelder. "Er lässt uns an der ausgestreckten Hand verhungern, seit Monaten", sagte Roos. Ponomarew wiederum hatte die Vorwürfe zuletzt zurückgewiesen.

Pinguine-Aus in der laufenden Saison?

Laut Medienberichten existiert aktuell ein Fehlbetrag in siebenstelliger Summe. Gelingt die angestrebte Umgestaltung der Pinguine-GmbH nicht und kommen die Krefelder nicht auf anderen Wegen an frisches Geld, müsste Roos nach eigener Aussage einen Insolvenzantrag stellen. Dann stünde das Pinguine-Aus noch während der laufenden Saison im Raum. "Bisher ist alles pünktlich bezahlt worden", sagte Roos. Auch das Oktobergehalt werde wohl pünktlich überwiesen. "Ich weiß aber nicht, wie lange das noch funktioniert."

DEL: Wenn Klubs plötzlich von der Bildfläche verschwinden Sportschau 16.10.2019 09:52 Min. Verfügbar bis 16.10.2020 Das Erste

Stand: 22.10.2019, 16:32

DEL | Tabelle

Team S P
1. EHC RB München 19 52
2. Straubing Tigers 19 41
3. Adler Mannheim 19 32
4. Düsseldorfer EG 19 31
5. Eisbären Berlin 18 31
  ...    
12. Augsburger P. 19 21
13. Iserlohn Roost. 19 20
14. Schwenninger WW 18 15