Jon Matsumoto (r.) von den Kölner Haien vor dem Tor der Bietigheim Steelers

Kölner Haie - vor allem spektakulär

Stand: 23.01.2023, 10:24 Uhr

Die Kölner Haie feierten gegen Bietigheim in der DEL den höchsten Saisonsieg. Der KEC steht diese Spielzeit bisher vor allem für Spektakel, weniger für Konstanz.

Von Michael Buchartz

Acht Treffer standen am Ende der Partie der Kölner Haie gegen Aufsteiger Bietigheim am Sonntag auf der Habenseite der Gastgeber - bei nur einem Gegentor. Die Haie haben mit ihrem höchsten Saisonsieg ein Statement Richtung Playoffs gesetzt. Allerdings war der Tabellen-Letzte auch ein dankbarer Gegner.

Haie mit herausragender Offensive

"Wir sind fokussiert geblieben und haben uns nicht vom Gameplan abbringen lassen", zeigte sich auch Cheftrainer Uwe Krupp zufrieden. Es war nicht das erste Statement dieser Art: Der KEC stellt den zweitbesten Angriff der Liga. Kommt dieser ins Rollen, kann er jeden Gegner schlagen, auch die höher eingeschätzten Teams. Das musste der derzeitige Spitzenreiter EHC München beim 6:3 der Haie am ersten Spieltag ebenso schon erfahren wie Titel-Anwärter Adler Mannheim, der das Winter Game im Kölner Fußballstadion mit 2:4 verloren.

Zu viel Spektakel, zu wenig Konstanz

Dazu kommen Kantersiege der Haie wie gegen die Straubing Tigers (7:2) oder die Iserlohn Roosters (7:1). Ausgerechnet letztere sind nun am Dienstag in Köln zu Gast. Dort müssen die Haie dann zeigen, dass sie endlich ihre bisher größte Baustelle in den Griff bekommen haben: die mangelnde Konstanz.

Dass das Team furios aufspielen kann, zeigten die vereinzelten Partien. Aber der Mannschaft von Krupp mangelte es bisher daran, diese Leistungen mehrfach hintereinander abzurufen. Dem 6:3 zu Saisonbeginn folgte eine 2:5-Niederlage in Augsburg. Zwei Spiele nach dem furiosen 7:2 gegen Straubing kassierte der KEC selbst sieben Treffer und ging gegen Berlin unter. Und nach dem Wintergame? 1:4 gegen Schwenningen.

Für Köln noch alle Szenarien möglich

Der KEC zeigte dabei oft spektakuläres Eishockey, aber leider zu oft nicht erfolgreich: Die Wankelmütigkeit der Haie bedeutet auch, dass sie immer noch um die Playoffs zittern müssen. 15 Spieltage vor Ende der Hauptrunde scheint die Liga sehr ausgeglichen zu sein, der KEC ist auf Platz acht zwar aktuell in den Pre-Playoffs, könnte aber dort noch rausrutschen.

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Andererseits ist es bis zu Platz sechs und damit dem direkten Einzug ins Viertelfinale der K.o.-Runde nicht weit. 1,56 Punkte holten die Haie derzeit pro Partie. Wolfsburg ist Sechster und liegt bei 1,60 Punkten pro Spiel. Jeder Zähler wird nun wichtig werden - die Haie könnten das 8:1 mit einem Sieg gegen Iserlohn vergolden.