Gelingt DEG der dritte Streich gegen die Adler?

Harold Kreis

Gelingt DEG der dritte Streich gegen die Adler?

  • Düsseldorf vor Topspiel auf sicherem Playoff-Kurs
  • DEG-Coach Kreis ist ein Mannheimer Urgestein
  • Der 59-Jährige wurde mit beiden Klubs Vizemeister

Topspiele sind nichts, worauf sich die Fans der Düsseldorfer EG in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in den vergangenen beiden Spielzeiten freuen durften. Zweimal in Serie verpasste der achtfache Deutsche Meister die Playoffs. Damit ist in diesem Jahr allerdings nicht zu rechnen.

Die bereits eingefahrenen 66 Punkte werden vermutlich noch nicht zur Teilnahme an der "heißen" Saisonphase reichen - wenngleich der damalige Neuling aus Bremerhaven 2017 mit nur 64 Punkten die Pre-Playoffs erreichte -, aber bei noch 18 ausstehenden Partien und 54 zu verteilenden Punkten wird die DEG wohl kaum leer ausgehen.

DEG hat Mannheim bereits zweimal besiegt

Vor dem Topspiel gegen Tabellenführer Adler Mannheim am Freitag (04.01.2019) darf in Düsseldorf also wieder von Höherem geträumt werden. Das Team von DEG-Trainer Harold Kreis ist Tabellendritter und hat Ligaprimus Mannheim in den ersten beiden Saisonduellen (2:1 n.V., 5:2) jeweils bezwungen.

Das vor der Saison ausgegebene Ziel "Playoff-Einzug" dürfte in manchem Kopf längst einem Titeltraum Platz gemacht haben. Der letzte Meistertitel der Rheinländer datiert aus dem Jahr 1996, und der derzeitige Höhenflug weckt Sehnsüchte beim einst erfolgsverwöhnten Düsseldorfer Publikum.

Zudem hat die DEG nun in Harold Kreis einen Mann an der Bande, der weiß, wie es geht. Als Spieler feierte der 59-Jährige mit Mannheim zwei Titel (1980, 1997), die seine dortige Karriere (891 Spiele) ganzvoll einrahmen, und in der Schweiz errang er mit Lugano (2006) und Zürich (2008) die nationale Krone. Als Assistenztrainer gelang ihm dies mit Mannheim auch schon in der DEL.

Mit Kreis holte Düsseldorf schon den Vizetitel

Es war auch Kreis, unter dessen Regie der DEG der bis dato letzte große Erfolg gelang - das war der Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft 2009. Dieser Coup gelang dem Deutsch-Kanadier gleich in seinem ersten DEL-Jahr als Chefcoach. Nach seinem Wechsel hinter die Mannheimer Bande (2010) glückte ihm das 2012 ein weiteres Mal. In beiden Finals scheiterte er mit seinen Mannschaften an den Eisbären Berlin.

Sollte ihm und der DEG nun der ganz große Wurf gelingen, muss sicherlich vieles zusammenpassen, aber einen nicht unwichtigen Schritt haben Kreis und die DEG bereits im November gemacht. Damals erteilten sie dem DEB eine Absage, als der nach einem Nachfolger für Bundestrainer Marco Sturm suchte. "Ich kann nicht beides machen", sagte Kreis damals. Sein Fokus ist also justiert.

Stand: 04.01.2019, 14:36