Iserlohner Spieler verteidigen mit vereinten Kraeften vor dem eigenen Tor gegen die Kölner Haie.

DEL: Kölner Energieleistung rettet Sieg gegen Iserlohn

Stand: 24.01.2023, 18:23 Uhr

Die Kölner Haie haben mit einer Energieleistung im Schlussdrittel einen Sieg gegen die Iserlohn Roosters eingefahren. In den letzten sieben Minuten gelangen dem Krupp-Team drei Treffer.

Die Iserlohner hatten nach einer kämpferischen und konzentrierten Leistung nach 52 Minuten nach Toren von Sena Acolatse (4.), Colin Ugbekile (40.) und Tim Bender (50.) mit 3:0 geführt. Doch Jonathan Matsumoto (53./59.) und Brady Austin (57.) schafften noch den Ausgleich. Am Ende entschieden die Haie im Penaltyschießen die Partie mit 4:3 (0:1, 0:1, 3:1, 0:0, 1:0) für sich.

So langsam neigt sich die Hauptrunde dem Ende zu. Nach dem starken 8:1 gegen Bietigheim vom vergangenen Sonntag haben die Kölner Haie noch alle Chancen auf Tabellenplatz sechs, dem direkten Playoff-Platz für das Viertelfinale. Derzeit ist das Team von Uwe Krupp als Achter auf einem Pre-Playoff-Platz. Auf einem solchen wollen die Iserlohner am Ende stehen - Minimum ist also Platz zehn.

Und so ließen sich die Roosters am Dienstagabend auch nicht lange bitten. Mit einem Gewaltschuss sorgte Sena Acolatse schon nach vier Minuten für die Gästeführung, und es war schnell klar: So einfach wie gegen die Bietigheimer wird es für die Haie dieses Mal nicht werden. Zumal die Gäste in der ersten Hälfte des ersten Drittels das überlegene und wachere Team war. Roosters-Coach Greg Poss hatte nach dem 0:3 gegen Mannheim die richtigen Worte gefunden und sein Team bestens eingestellt.

Erst peu à peu arbeiteten sich die Hausherren in das Spiel hinein. Die Haie erspielten sich zwar nun auch Chancen, doch unter dem Strich war die knappe Iserlohner Führung aufgrund des äußerst konzentrierten Auftritts von Beginn an in Ordnung.

Köln im zweiten Drittel überlegen, doch Iserlohn trifft

Im zweiten Abschnitt waren die Hausherren nun deutlich überlegen. Die Iserlohner kamen nun nur noch sehr selten vor das Kölner Tor. Doch die Gäste standen trotz des größer werdenden Drucks gut in der Defensive. Das Krupp-Team war nun deutlich energischer und konzentrierter, doch entweder fehlte es am Ende am Feintuning, um wirkliche Gefahr zu erzeugen, oder Roosters-Goalie Hannibal Weitzmann war auf dem Posten und entschärfte das ein oder andere Mal einen Kölner Schuss.

Kurz vor Ende des zweiten Drittels verloren die Kölner den Puck im Vorwärtsgang. Ex-Hai Colin Ugbekile bekam einen abgewehrten Schuss auf die Kelle und fackelte nicht lang - das 0:2 in der Schlussminute, in der die Zuordnung bei den Haien gar nicht stimmte. Bei 37:15 Schüssen für die Haie sicherlich eine etwas glückliche Führung, aber am Ende dennoch nicht unverdient für hingebungsvoll kämpfende Iserlohner.

Bender zum 0:3, doch Köln trifft dreimal in sieben Minuten

Im Schlussdrittel hatten die Gäste die Kölner wieder besser im Griff. Von der starken Überlegenheit des Mittelabschnitts war nicht mehr viel zu sehen. Als Louis-Marc Aubry wegen Behinderung für zwei Minuten auf die Strafbank musste, nutzte Tim Bender die zahlenmäßige Überlegenheit im Überzahlspiel und traf aus dem rechten Bullykreis zum 0:3 (50.).

Doch drei Minuten später schöpften die Kölner neue Hoffnung. In Überzahl (2-Minuten-Strafe für Emile Poirier) konnte Jonathan Matsumoto Hannibal Weitzmann erstmals überwinden - nur noch 1:3 (53.). Und der Druck der Kölner wurde nun immer größer - und das Krupp-Team belohnte sich. Zunächst gelang Brady Austin nur zwei Minuten später das 2:3. Und erneut war es Matsumoto, der mit seinem zweiten Treffer zum 3:3 einnetzte (59.).

Overtime bleibt torlos, Köln mit dem glücklicheren Ende

Und fulminant ging es weiter. Zwei Rettungstaten von Weitzmann, dann Iserlohns Chris Brown in der Schlussminute mit einem Pfostenschuss - die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Auch in der folgenden Overtime gab es Chancen auf beiden Seiten, wobei die Haie dem Siegtor näher waren. Dennoch fielen keine Tore mehr. Am Ende hatten die Kölner im Penaltyschießen das glücklichere Ende für sich. Thuresson und Ferraro trafen für Köln, während Matsumoto (Köln) sowie Daugavins und Acolatse (beide Iserlohn) scheiterten.

Für beide Teams geht es auswärts weiter

Für beide Teams geht es am Freitag mit einem Auswärtsspiel weiter. Um 19.30 Uhr beginnt die Partie der Haie bei den Eisbären in Berlin, ebenso wie das Spiel der Roosters bei den Fischtown Pinguins.