DEL: Krefeld Pinguine verlieren bei Reimer-Rekord

Nürnbergs Patrick Reimer (Mitte) jubelt mit Teamkollegen nach seinem Treffer zum 1:0 gegen die Pinguine.

DEL: Krefeld Pinguine verlieren bei Reimer-Rekord

798 Punkte - so viele hat Patrick Reimer nun in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verbucht. Ein Tor und ein Assist beim 3:2-Sieg seiner Nürnberger gegen die Krefeld Pinguine machten ihn am Mittwochabend zum alleinigen Rekordhalter der Liga.

Die Krefelder drängten gegen die Ice Tigers im Schlussdrittel beim Stand von 1:2 auf den Ausgleich, als sie in der 54. Minute eine Strafzeit gegen Dominik Tiffels bremste. Die Gäste aus Nürnberg nahmen eine Auszeit, um das folgende Powerplay zu planen.

Reimer leitet 3:1 mit Schusstäuschung ein

Das zahlte sich aus - vor allem für den 38-jährigen Reimer, der mit dem Führungstreffer zum 1:0 im Auftaktdrittel bereits seinen 797. Scorerpunkt erzielt hatte. Mit einem schönen Pass nach einer Schusstäuschung leitete er nun den Treffer zum 3:1 ein, das Gregor MacLeod erzielte, nachdem Ryan Stoa den Reimer-Pass direkt quergelegt hatte.

Sofort kam die gesamte Nürnberger Mannschaft aufs Eis, um Reimer zu gratulieren. Nach anfänglichen Pfiffen des Publikums - der Rekord hatte sich auf den Rängen wohl noch nicht herumgesprochen - gab der Stadionsprecher den entscheidenden Impuls, das sich in Krefeld der Großteil des Publikums von den Sitzen erhob und Gästespieler Reimer mit Standing Ovations feierte.

Ein Urgestein der DEL

Reimer übertraf mit seiner Vorlage die bisherige Bestmarke von Daniel Kreutzer (797), der nicht mehr aktiv ist. "Sicherlich eine Wahnsinnszahl. Ich bin froh, dass es jetzt geschafft ist, jetzt können wir uns wieder auf andere Themen konzentrieren", sagte der 38-Jährige bei MagentaSport.

Der gebürtige Mindelheimer Reimer ist ein Urgestein der DEL. Zu Beginn seiner Karriere spielte er beim ESV Kaufbeuren, ehe er über Düsseldorf 2012 nach Nürnberg kam. Mehrfach war er Topscorer und bester Torschütze der Liga, zudem wurde er als 2016 und 2017 als bester Spieler der DEL ausgezeichnet.

Bracco verkürzt in Schlussminute noch auf 2:3

Die Krefelder Spieler hatten allerdings etwas dagegen, dass Reimer diesen Rekord mit einem Sieg seiner Mannschaft veredeln konnte. Sie warfen nochmal alles nach vorne und kamen im Powerplay 52 Sekunden vor dem Ende durch Jeremy Bracco zum Anschlusstreffer. Mehr gelang ihnen jedoch nicht mehr.

Mit einem Punkt oder gar mehr wurde die schöne sportliche Geste der heimischen Fans für den Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 Reimer also nicht belohnt. Die Krefeld Pinguine kassierten damit nach den Schlappen gegen Wolfsburg (2:5) und Bremerhaven (3:4) bereits ihre dritte Heimniederlage in Folge im November.

Stand: 24.11.2021, 22:12