DEL - Krefeld Pinguine deklassieren den Meister

KEV-Spieler Kai Hospelt (18) im Zweikampf mit Mannheims Sinan Akdag (7)

DEL - Krefeld Pinguine deklassieren den Meister

Von Julian Tilders

  • Krefeld Pinguine sorgen für Überraschung gegen Adler Mannheim
  • KEV besonders handlungsschnell bei Rebounds
  • Späte Treffer retten Mannheim nicht vor Pfiffen

Nach der Derby-Party gegen die Düsseldorfer EG darf Krefeld weiterfeiern. Die Pinguine haben souverän gegen den amtierenden Meister aus Mannheim mit 6:3 (1:0, 4:1, 1:2) gewonnen und den zweiten Sieg in Folge geholt. Im Angriff gelang Krefeld alles.

Pinguine mit Blitzstart ins erste Drittel

Der Spielbeginn hätte für Krefeld nicht besser laufen können: Nach schnellem Umschaltspiel schoss Stürmer Travis Ewanyk die Scheibe auf den Kasten von Adler-Keeper Dennis Endras. Dieser ließ abprallen, Kai Hospelt bedankte sich und netzte im Torraum ein (3. Minute).

In der Folge machte Mannheim Druck. KEV-Torhüter Dimitri Pätzold parierte zwei Versuche von Markus Eisenschmid. Ewanyk bekam die erste Zeitstrafe der Partie (13.), Mannheim nutzte das Powerplay aber nicht aus. Gegen Ende des ersten Abschnitts verlagerte sich das Spielgeschehen nahezu gänzlich in die Pinguine-Hälfte.

KEV handlungsschnell bei Rebounds

Der Mittelabschnitt begann mit einem - analog zum ersten Drittel - schnellen Tor für die Pinguine. Wieder konterte das Team von Trainer Brandon Reid clever. Daniel Pietta spielte die Scheibe in den Lauf von Chad Costello, der für Vinny Saponari auflegte. Dieser scheiterte an Endras, doch wieder war mit Alex Trivellato ein Krefelder zur Stelle, um den Rebound zum 2:0 (24.) abzustauben.

Und obwohl Mixa Järvinen für Mannheim wenig später den 1:2-Anschlusstreffer besorgte (31.), blieb Krefeld eiskalt. Nach Zuspiel von Torsten Ankert knallte Phillip Kuhnekath den Puck aus halblinker Position zum 3:1 (33.) ins Tor und vorbei an Endras, dem die Sicht versperrt war.

Nur eine knappe Minute später erhöhte Grant Besse nach einem Adler-Puckverlust sogar auf 4:1 für die Pinguine - und während eines Powerplays bediente Pietta Costello, der am Torraum den fünften Treffer besorgte (40.). Krefeld zeigte sich äußerst effizient: Fünf von bis dahin zehn Schüssen landeten im Netz.

Schlussdrittel: Pinguine machen dicht und lassen nach

Im letzten Abschnitt stellten die Adler-Fans dann zwischenzeitlich ihre Unterstützung ein, nur die Gäste-Anhänger waren zu hören. Krefeld baute im Spiel gegen den Puck ein Defensiv-Bollwerk auf. Top-Scorer Costello traf sogar bei einem Powerplay noch zum 6:1 (53.). Die Adler mussten sich aufgrund der mangelhaften Defensivleistung ein Pfeifkonzert anhören. Daran änderten auch die späten Treffer zum 2:6 durch Eisenschmid (55.) und zum 3:6 durch Brent Raedeke (58.) nichts mehr.

Der KEV reist nach der kommenden Deutschland-Cup-Pause zu den Straubing Tigers (15.11.2019, 19.30 Uhr).

Die übrigen Partien mit NRW-Beteiligung:

Kölner Haie - ERC Ingolstadt, 3:2 n.V. (1:0, 0:1, 1:1, 1:0)
Düsseldorfer EG - Schwenninger Wild Wings, 3:2 n.V. (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
Iserlohn Roosters - Nürnberg Ice Tigers, 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Statistik

Eishockey · DEL 17. Spieltag 2019/2020

Sonntag, 03.11.2019 | 14.00 Uhr

Wappen Adler Mannheim

Adler Mannheim

Endras – Akdag, Lehtivuori, Billins, Lampl, Krupp, Larkin, Wirth – Eisenschmid, Desjardins, Plachta, Stützle, Smith, Huhtala, Järvinen, M. Goc, Rendulic, Krämmer, Raedeke, Hungerecker

3
Wappen Krefeld Pinguine

Krefeld Pinguine

Pätzold – Cundari, Ankert, Riefers, Noonan, Bruggisser, Trivellato, M. Schmitz – Costello, Pietta, Saponari, L. Braun, Hodgman, Besse, Lagacé, Hospelt, Kuhnekath, Kruminsch, Postel, Ewanyk

6

Fakten und Zahlen zum Spiel

Adler Mannheim Krefeld Pinguine
Überzahl 3 Überzahlsituationen, 1 Tor 2 Überzahlsituationen, 2 Tore
Strafminuten 18 Min. 20 Min.

Strafen:

  • Ewanyk - 2 Min. - Spielverzögerung
  • Lampl - 2 Min. - Beinstellen
  • Huhtala - 2 Min. - Unnötige Härte
  • Huhtala - 2 Min. - Faustschlag
  • Huhtala - 2 Min. - Faustschlag
  • Huhtala - 10 Min. - Faustschlag
  • Cundari - 2 Min. - Faustschlag
  • Cundari - 2 Min. - Faustschlag
  • Cundari - 10 Min. - Faustschlag
  • Postel - 2 Min. - Haken
  • L. Braun - 2 Min. - Stockschlag

Tore:

  • 0:1 (2:10) Hospelt (Ewanyk, Trivellato)
  • 0:2 (23:47) Trivellato (Saponari, Costello)
  • 1:2 (30:22) Rendulic (Järvinen, M. Goc)
  • 1:3 (32:28) Kuhnekath (Ankert, Hospelt)
  • 1:4 (33:33) Besse (Kruminsch)
  • 1:5 (39:59) Costello (Pietta, Bruggisser) PP1
  • 1:6 (52:49) Costello (Saponari, Pietta) PP1
  • 2:6 (54:22) Eisenschmid (Billins) PP1
  • 3:6 (57:59) Raedeke (Lampl)

Zuschauer:

  • 12.136

Schiedsrichter:

  • Marc Iwert, Andreas Koch,

Stand der Statistik: Sonntag, 03.11.2019, 16:27 Uhr

Leonardo Conti: "Kleine Eisflächen in der DEL? Das sehe ich sehr kritisch" Sportschau 02.10.2019 06:40 Min. Verfügbar bis 02.10.2020 Das Erste

Stand: 03.11.2019, 16:05