V.l.n.r.: Jean-Christophe Beaudin (Wolfsburg), Nick Bailen (Köln), David McIntyre (Köln), Laurin Braun (Wolfsburg) und Moritz Müller (Köln).

Kölner Haie behalten gegen Wolfsburg die Oberhand

Stand: 21.09.2022, 21:46 Uhr

Die Kölner Haie haben in ihrem dritten Saisonspiel den zweiten Sieg eingefahren. Dabei schlugen die Hausherren im ersten Drittel zwei Mal eiskalt zu, machten den Sack aber erst in der Overtime zu.

Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp setzte sich am Mittwochabend mit 3:2 n.V. (2:0, 0:1, 0:1, 1:0) durch und verbesserte sich vorerst auf Rang fünf. Wolfsburg blieb auch im zweiten Spiel sieglos, sicherte sich aber seinen ersten Punkt.

Matsumoto nutzt erste gute Kölner Chance

Nach knapp drei Minuten hatte Wolfsburgs Janik Möser die erste Möglichkeit der Partie, doch Haie-Goalie Mirko Pantkowski machte die kurze Ecke zu. Den ersten Treffer erzielten die Hausherren, als Jonathan Matsumoto (4.) in die Mitte zog und die Scheibe über den Schoner von Wölfe-Keeper Justin Pogge ins Tor lupfte. Pogge, der letzte Saison noch für Köln auf dem Eis stand, hatte zu Beginn überraschend den Vorzug vor Dustin Strahlmeier erhalten.

Wolfsburg wurde aktiver, die Versuche von Trevor Mingoia, Rhett Rakhshani und Tyler Morley strichen am Haie-Gehäuse vorbei. Kurz darauf legte Rakhshani aus der Hinter-Tor-Position auf den frei stehenden Spencer Machacek (9.) zurück, dessen unplatzierter Schuss an der Brust von Pantkowski abprallte.

Thuresson erhöht in Überzahl

Das erste Grizzlys-Powerplay nach einem Stockschlag von Matsumoto überstand Köln schadlos. Die Haie machten es bei ihrer ersten Überzahl besser und erzielten bereits ihr fünftes Powerplay-Tor in dieser Saison: Andreas Thuresson (15.) traf vom Bullykreis in den rechten Winkel, Louis-Marc Aubry versperrte Keeper Pogge dabei die Sicht. Beide Teams hatten Ende des ersten Drittels 17 Schüsse auf dem Konto, doch Köln war deutlich effektiver.

Nach ruhigem Beginn im zweiten Abschnitt agierte Wolfsburg auch in seinem zweiten Powerplay zu harmlos. Das Tempo blieb hoch, doch auf beiden Seiten gab es nun mehr Ungenauigkeiten im Spiel, sodass klare Torchancen zunächst Mangelware waren. Nach 28 Minuten musste Kölns Ryan Stanton verletzt vom Eis.

Verdienter Anschlusstreffer für Wolfsburg

Nach einem Powerbreak entschärfte Wölfe-Goalie Pogge einen strammen Schuss von David McIntyre (32.) von der blauen Linie. Auf der Gegenseite musste sich Pantkowski nach einem verunglückten Pass von Moritz Müller strecken, um vor dem schussbereiten Jean-Cristophe Beaudin (32.) zu klären.

Wolfsburg blieb dran, Laurin Braun (32.) traf aus dem Gewusel heraus zum 1:2. Kölns Torhüter Pantkowski wurde dabei von Wolfsburgs Luis Schinko bedrängt, doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nach Überprüfung des Videomaterials. Insgesamt waren die Haie im zweiten Drittel zu passiv und hätten beinahe den Ausgleich kassiert, doch Pantkowski parierte bei einer Direktabnahme von Spencer Machacek (39.) glänzend.

Wölfe erzielen vier Minuten vor Schluss den Ausgleich

Im Schlussabschnitt waren die Kölner wieder besser in der Partie und konzentrierten sich drauf, die Defensive zu stabilisieren. Nick Baptiste (45.) scheiterte mit einem Onetimer an Pogge. Auch bei einem Haie-Konter, den Thuresson (50.) vom rechten Bullykreis aus abschloss, lenkte Pogge den Puck über die Latte.

In der 56. Minute spielten die Grizzlys nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Mark Olver noch einmal in Überzahl und schafften den Ausgleich: Nach einem Schuss von Dominik Bittner verwandelte Dustin Jeffrey (56.) den Rebound aus kurzer Distanz.

Aubrey entscheidet das Spiel in der Overtime

Nach 31 Sekunden in der Verlängerung entschied Louis-Marc Aubry das Spiel für Köln, als er nach Pass von Thuresson vom rechten Bullykreis aus ins lange Eck traf. "Wir haben uns einen harten Kampf geliefert. Es war nicht unser bestes Spiel, aber gute Teams finden einen Weg, trotzdem zu gewinnen", sagte Aubry nach der Partie bei "MagentaSport".

Schon am Freitag geht es für beide Teams mit Auswärtsaufgaben in der DEL weiter. Die Haie gastieren in Nürnberg, Wolfsburg tritt bei Meister Berlin an.

Quelle: nka