Leere Tribünen in der Kölner Eishockey-Arena während eines DEL-Spiels

Kölner Haie stellen Eilantrag auf mehr Fans bei Heimspielen

Stand: 16.02.2022, 17:21 Uhr

Nach dem 1. FC Köln haben auch die Kölner Haie im Bestreben nach der Erlaubnis auf mehr Zuschauer einen Eilantrag im Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster gestellt.

Das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Ziel ist es, dass mehr als die bisher erlaubten 4.000 Besucher in die Halle dürfen. Ab dem 4. März sind in deutschen Hallen maximal 6.000 Zuschauer bei höchstens 60 Prozent Auslastung erlaubt. Bis dahin haben die Haie aber noch zwei Heimspiele.

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Nach Angaben einer OVG-Sprecherin lag bis zum Mittwochnachmittag noch kein entsprechender Antrag in Münster vor. "Ob ein Antrag beim OVG elektronisch nach Dienstschluss eingegangen ist, können wir heute nicht mehr feststellen", sagte Sprecherin Gudrun Dahme der dpa.

"Haie-Heimspiel mit Open-Air-Veranstaltung vergleichbar"

Neben dem Sicherheitskonzept, dem Verweis auf die Disziplin der Fans und der Corona-Entwicklung der letzten Wochen führte Geschäftsführer Philipp Walter auch an, dass die Belüftung in der Kölner Arena "ein Haie-Heimspiel mit einer Open-Air-Veranstaltung vergleichbar" machten. "Die Erlaubnis von 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauern bedeutet in der Arena eine Auslastung von 21 Prozent", erklärte Walter: "Wir sehen es als unsere Pflicht an, diese Vorgabe auf ihre Verhältnismäßigkeit prüfen zu lassen."

Die Haie erwirtschaften laut Walter "bis zu 80 Prozent" ihrer Umsätze am Spieltag. "Auch die emotionalen Schäden der Einschränkungen sind für uns deutlich spürbar", sagte Walter. Das OVG hatte zuletzt mehrmals daraufhin gewiesen, dass bei dem Normenkontrollverfahren zur Überprüfung der Coronaschutzverordnung des Landes nicht über einzelne Zuschauerzahlen entschieden werden kann. Geprüft werde, ob die Verordnung bei der Frage der Großveranstaltungen insgesamt bestätigt oder außer Vollzug gesetzt wird.

Arena-Geschäftsführer begrüßt Eilantrag

Stefan Löcher, Geschäftsführer der Kölner Arena, begrüßte den Eilantrag des DEL-Clubs: "Das Vorgehen unserer Freunde der Kölner Haie ist ein wichtiges und richtiges Zeichen gegen den nach wie vor nicht nachvollziehbaren Umgang mit Großveranstaltungen in Deutschland", so Löcher. "Wir brauchen eine wesentlich differenziertere und somit wissenschaftlich begründete Basis, mit der wir alle möglichst schnell wieder coronasicher in einem Rahmen veranstalten dürfen, der sich finanziell lohnt."

Quelle: red/dpa