Rheinderby - Haie schießen DEG tiefer in die Krise

Die Spieler der Kölner Haie bejubeln einen Treffer in Düsseldorf

Rheinderby - Haie schießen DEG tiefer in die Krise

  • Kölner Haie holen dritten Sieg in Folge
  • DEG rutscht tiefer in die Krise
  • Krefeld verliert, Iserlohn bejubelt fünf Treffer

Die Kölner Haie haben den Erzrivalen Düsseldorfer EG mit einem Sieg im 225. rheinischen Derby tiefer in die sportliche Krise geschossen. Am Freitagabend (29.11.2019) gewannen die Haie mit 4:1 (3:1, 0:0, 1:0), holten den dritten Sieg in Serie und punkteten damit im siebten Spiel am Stück. Nach Punkten (34) zogen die Kölner nach 22 Spielen in der Tabelle nun mit der DEG gleich.

DEL: Kölner Haie gewinnen auch das zweite Rheinderby

Sportschau 29.11.2019 00:36 Min. Verfügbar bis 29.11.2020 ARD

Haie-Gala stellt DEG früh vor Probleme

Beim rasanten Beginn auf dem Eis konnte zunächst nach gut 20 Sekunden Haie-Center Jason Bast den Puck nicht im Tor unterbringen, im Gegenzug scheiterte dann Düsseldorfs Jerome Flaake an KEC-Keeper Hannibal Weitzmann. Die Haie konnten daraufhin aber mehr Akzente in der Offensive setzen, die DEG war mit der Verteidigung beschäftigt - und vollends überfordert.

Nach Vorlage von Zach Sill brachte Lucas Dumont die Scheibe zum 1:0 (7.) im Tor unter, Dominik Tiffels erhöhte nur drei Minuten später auf 2:0 für die Gäste. DEG-Spieler Nicholas Jensen fing sich eine Disziplinarstrafe aufgrund eines Ellbogenchecks ein (14.), kurz darauf schockte Ben Hanowski im Powerplay die Düsseldorfer mit dem dritten Treffer für die Haie (15.). Düsseldorfs Alexander Barta besorgte kurz vor der ersten Pause immerhin noch das psychisch wichtige Tor zum 1:3 (20.).

Düsseldorf arbeitet sich rein, Köln verteidigt konzentriert

Köln, das schon zuletzt das kleine Derby gegen die Krefeld Pinguine gewonnen hatte, machte im zweiten Drittel weiter Druck und setzte alles daran, die Derby-Bilanz zu perfektionieren. Aber auch Düsseldorf erkämpfte sich zunehmend Spielanteile und Torschussmöglichkeiten. Doch die DEG fand kein Durchkommen, Köln ließ gute Konterchancen liegen.

Kölner Haie gewinnen gegen die Pinguine Morgenmagazin 25.11.2019 01:34 Min. Verfügbar bis 25.11.2020 Das Erste

Im letzten Spielabschnitt besorgte dann ausgerechnet in einer kurzen Düsseldorfer Drangphase Kölns Jon Matsumoto die Vorentscheidung und traf zum 4:1 (46.), nachdem zuvor Düsseldorfs Luke Adam eine gute Gelegenheit nicht genutzt hatte (45.). Die DEG-Fans skandierten daraufhin: "Wir wollen euch kämpfen sehen." Köln behielt jedoch in der Schlussphase spielerisch die Oberhand.

Pinguine verlieren, Iserlohn jubelt

Die angespannte wirtschaftliche Situation geht an den Krefeld Pinguinen nicht spurlos vorbei. Beim 1:4 (0:1, 0:2, 1:1) gegen die Eisbären Berlin verlor Krefeld das dritte Spiel am Stück und ist Vorletzter in der Tabelle. Den Treffer für den KEV erzielte Philipp Kuhnekath kurz vor Schluss (57.).

Bei den Iserlohn Roosters lief es am Freitagabend hingegen besser: Gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven konnten die Roosters ein ungefährdetes 5:1 (2:0, 2:1, 1:0) feiern. Tim Fleischer (4.), Alexandre Grenier (15.), Alex Petan (36.), Julian Lautenschlager (40.) und Brett Findlay (59.) trafen für Iserlohn.

Statistik

Eishockey · DEL 22. Spieltag 2019/2020

Freitag, 29.11.2019 | 19.30 Uhr

Wappen Düsseldorfer EG

Düsseldorfer EG

M. Niederberger – Huß, Ebner, Urbom, Jensen, Zanetti, Johannesen, Dersch – Kammerer, Barta, Gardiner, L. Adam, K. A. Olimb, Flaake, Jahnke, Svensson, Ri. Bukarts, L. Niederberger, Buzas, Eder

1
Wappen Kölner Haie

Kölner Haie

Weitzmann – Aronson, Gagné, Kindl, Ugbekile, D. Tiffels, Zerressen – Akeson, Bast, Hanowski, Smith, Genoway, Uvira, F. Tiffels, Matsumoto, Ma. Müller, Oblinger, Sill, Dumont

4

Fakten und Zahlen zum Spiel

Düsseldorfer EG Kölner Haie
Überzahl 1 Überzahlsituation, 0 Tore 3 Überzahlsituationen, 1 Tor
Strafminuten 16 Min. 2 Min.

Strafen:

  • Jensen - 2 Min. - Check gegen den Kopf oder Nackenbereich
  • Jensen - 10 Min. - Check gegen den Kopf oder Nackenbereich
  • Zanetti - 2 Min. - Halten
  • Akeson - 2 Min. - Spielverzögerung
  • Barta - 2 Min. - Unnötige Härte

Tore:

  • 0:1 (7:13) Dumont (Sill, Gagné)
  • 0:2 (9:26) D. Tiffels (Ma. Müller, Bast)
  • 0:3 (15:07) Hanowski (Genoway, Matsumoto) PP1
  • 1:3 (19:30) Barta (Kammerer, Ebner)
  • 1:4 (45:07) Matsumoto (D. Tiffels, Ma. Müller)

Zuschauer:

  • 13.205

Schiedsrichter:

  • Marc Iwert, Marian Rohatsch,

Stand der Statistik: Freitag, 29.11.2019, 21:52 Uhr

jti | Stand: 29.11.2019, 22:00