DEL-Klubs Düsseldorf und Krefeld verzichten freiwillig auf Fans

Stand: 13.01.2022, 15:42 Uhr

Die Düsseldorfer EG und die Krefeld Pinguine verzichten in den kommenden Heimspielen freiwillig auf Zuschauer.

Die Ränge bleiben damit auch im Rheinderby zwischen der DEG und den Kölner Haien am 23. Januar leer, obwohl die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bis zu 750 Besucher zulassen würde. "Die DEG möchte nicht selektieren müssen, wer aus dem engsten Kreis kommen darf und wer nicht", begründete Geschäftsführer Harald Wirtz am Donnerstag die Entscheidung.

Die Anzahl der Dauerkarten-Inhaber sowie der Partner- und Sponsoren-Tickets übersteige die Zahl von 750 "deutlich", so Wirtz. Das Los-Prinzip löse "diese Problematik nicht".

Kosten nicht gedeckt

Der wichtigste Grund für den Verzicht auf Zuschauer sei jedoch die fehlende Wirtschaftlichkeit, wie sowohl Düsseldorf als auch Krefeld betonten. "Die Einnahmen von nur 750 Fans decken leider nicht den doch immensen Arbeits- und Kostenaufwand, den das Öffnen der Halle für Zuschauer allgemein erfordert", teilte die DEG mit. Und es müsse schließlich das übergeordnete Ziel sein, "dass - wenn diese Pandemie endlich vorbei ist - wir weiterhin Eishockey in Düsseldorf erleben und feiern können".

Die Pinguine hatten sich ebenfalls "schweren Herzens" entschieden, auf Zuschauer zu verzichten, da "eine derart geringe Auslastung unter der bestehenden Kostenstruktur nicht wirtschaftlich ist". Die Entscheidung der Klubs gilt für die noch ausstehenden Heimspiele im Januar. In der Olympia-Pause im Februar soll die Lage dann neu bewertet werden.

Haie planen mit Zuschauern

Die Kölner Haie hingegen hatten zuvor angekündigt, die in Nordrhein-Westfalen nun wieder erlaubten 750 Zuschauer auch in die Halle zu lassen. Erstmals ist dies am Sonntag im Derby gegen Düsseldorf der Fall.