Corona-Ticker zum NRW-Sport - März 2020

Liveticker zum NRW-Sport

Corona-Ticker zum NRW-Sport - März 2020

Teil 14/22 - Dienstag, 17.03.2020

Handball: Der VfL Gummersbach hat den Trainingsbetrieb bis auf Weiteres eingestellt. Das gab der Zweitligist am Dienstag in einer Mitteildung bekannt. Demnach sollen sich die Spieler zu Hause mithilfe von individuellen Trainingsplänen fit halten. Wann der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden soll, teilten die Gummersbacher nicht mit.

Eishockey: Der achtmalige deutsche Meister Düsseldorfer EG lädt Ärztinnen und Ärzte sowie Berufstätige aus dem medizinischen Bereich kostenfrei zum ersten Heimspiel der neuen Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) im September ein. "Die Düsseldorfer EG möchte sich bei allen Mitwirkenden für ihren großen und wichtigen Einsatz für die Gesellschaft ausdrücklich bedanken", teilte der Club am Dienstag mit. Die DEL-Saison war unmittelbar vor dem Start der Playoffs wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Einen deutschen Meister gibt es in diesem Jahr deshalb nicht.

Fußball, Amateure: Die Coronakrise macht den ehemaligen Fußball-Bundesligisten Fortuna Köln erfinderisch. Der Klub aus der Regionalliga West fordert seine Anhänger zum Kauf eines Unterstützertickets für ein virtuelles Spiel der Fortuna auf. "Durch die Partie sollen möglichst wegfallende Einnahmen kompensiert, der Spielbetrieb und Arbeitsplätze gesichert werden. Wir hoffen mit dieser Aktion auf ein ausverkauftes Haus. Mit allen Sicherheitsauflagen haben wir eine maximale Kapazität von 9533 Zuschauern", schrieb der Klub auf seiner Homepage. Die Preise reichen von 10,00 Euro für einen Stehplatz, über 19,48 Euro (Sitzplan) bis 100,00 Euro (VIP). Der Spielbetrieb in der Regionalliga ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie ebenfalls eingestellt, es findet kein Training statt. Es entstehen nach Klubangaben "erhebliche finanzielle Einbußen.

Rudern: Auch die traditionelle Präsentation des Deutschland-Achters kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die für den 2. April geplante Veranstaltung in Dortmund ist offiziell abgesagt worden. Der Saisonstart ist durch die Absagen der Ruder-Weltcups und der Olympia-Qualifikation auf unbestimmte Zeit verschoben. Wie Pressesprecher Carsten Oberhagemann am Dienstag außerdem mitteilte, steht das Bootshaus nur noch für den Trainingsbetrieb von Sportlern zur Verfügung, die sich auf die Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) vorbereiten. Die Ruderer des Deutschland-Achters hatten zuletzt auch ihr Trainingslager in Lago Azul/Portugal vorzeitig beenden müssen. 

Fußball, Bundesliga: Auch die Aktie des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund befindet sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf extremer Talfahrt. Der Kurs des Anteilsscheins wurde am Dienstag im frühen elektronischen Handel (Xetra) nur noch mit 4,41 Euro notiert. Das war ein Minus von über vier Prozent gegenüber dem Schlusskurs am Montagabend (4,60). Bereits tags zuvor hatte das BVB-Papier an der Börse knapp 17 Prozent verloren, nachdem die Dortmunder aufgrund der Aussetzung der Ligaspiele ihre Jahresprognose zurückgezogen hatten. Noch am 21. Februar stand die Aktie bei 9,39 Euro, dreieinhalb Wochen später hat sich der Wert mehr als halbiert. Der Ausgabepreis für einen Anteilsschein des einzigen börsennotierten deutschen Fußballvereins hatte am 31. Oktober 2000 elf Euro betragen. Danach fiel die Aktie ins Bodenlose. In den Jahren 2008, 2009 und 2010 war die Aktie zwischenzeitlich sogar zu einem Pennystock verkümmert, also weniger als einen Euro wert.

Fußball, Amateure: Rot-Weiß Oberhausen startet ab sofort den Verkauf sogenannter "Geisterspielticket". Das gab der Regionalligist am Dienstag bekannt. RWO reagiere damit auf den Wunsch vieler Fans, die sich eine Möglichkeit gewünscht hatten, den Verein währen der Coronakrise zu unterstützen. „Wir haben registriert, dass viele Freunde den Verein unterstützen zu wollen“, sagt Marketingleiter Maximilian Gregorius. Die Tickets sind zum Preis von 19,04 EUR erhältlich.

Fußball, Amateure: Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) hat den kompletten Spielbetrieb sowie alle eigenen Veranstaltungen und Maßnahmen bis zum 19. April 2020 untersagt. Der FVM folgt damit dem Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom 15. März, nachdem alle Sportveranstaltungen bis zum 19. April verboten sind. Zunächst war der Spielbetreib im FVM nur bis zum 17. April ausgesetzt.

red | Stand: 31.03.2020, 21:21