Corona-Ticker zum NRW-Sport - März 2020

Liveticker zum NRW-Sport

Corona-Ticker zum NRW-Sport - März 2020

Teil 11/22 - Freitag, 20.03.2020

Fußball, Bundesliga: Schalke 04 trainiert wegen der Corona-Pandemie weiter im "Home Office". Statt wie zunächst geplant am kommenden Montag wieder mit dem Mannschaftstraining zu beginnen, absolvieren die Spieler auch in der nächsten Woche Lauf- und Krafteinheiten in den eigenen vier Wänden. Erst am kommenden Freitag (27.03.2020) sollen sie sich wieder treffen. Damit werde eine zweiwöchige Teampause und somit die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eingehalten, teilte der Klub mit.

Eishockey, DEL: Die Deutsche Eishockey-Liga hat auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie reagiert und rät den Vereinen, eine sogenannte Corona-Klausel in neue Spieler-Verträge einzubauen. So sollen etwa Playoff-Prämien nur noch ausgezahlt werden, wenn die Spiele tatsächlich auch mit Zuschauern stattfinden können. Zudem soll geregelt werden, dass die Spieler Gesprächsbereitschaft zu Gehaltseinbußen zeigen müssen, falls die Liga nicht starten kann oder unterbrochen werden muss. Noch müsse allerdings geprüft werden, "ob es arbeitsrechtlich möglich ist, solche Fälle in neuen Verträgen zu regeln", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Fußball, Frauen-Bundesliga: Ligaausschuss-Boss Siegfried Dietrich sieht die Vereine in der Frauenfußball-Bundesliga durch die Corona-Krise nicht in ihrer Existenz bedroht. "Ich glaube, dass alle Klubs die Situation meistern können, weil die Zuschauereinnahmen nicht so entscheidend sind wie beispielsweise in der 3. Liga und den Regionalligen der Männer. In der Frauenfußball-Bundesliga machen diese deutlich weniger als zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus", sagte Dietrich der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Allerdings seien die zwölf Erstligisten auf die Unterstützung ihrer Sponsoren und des Deutschen Fußball-Bundes angewiesen.

Fußball, Regionalliga: Rot-Weiss Essen stellt aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf Kurzarbeit um. Wie der Regionalligist mitteilte, haben auch der komplette Kader und der Betreuerstab einstimmig dieser Maßnahme zugestimmt. "Damit verzichten Spieler und Funktionsteam zur Entlastung des Vereins auf einen signifikanten Teil ihres Gehalts und tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise für Rot-Weiss Essen so gering wie möglich zu halten", hieß es in einer Klubmitteilung.

Außerdem verkauft der Traditionsklub ab sofort virtuelle Tickets für das Spiel RWE gegen Corona. "Ob Steh- oder Sitzplatz, ob Block R3 oder R5: Die verschiedenen Kategorien gelten auch für das virtuelle Spiel. Und selbstverständlich wird zu diesem Anlass auch gekühltes Stauder-Bier und leckere Bratwurst angeboten", erklärte der Klub. Wenn die Saison 2019/20 mit Zuschauern fortgesetzt wird, können alle erworbenen virtuellen Tickets in eine reelle Eintrittskarte für eines der verbleibenden sechs Heimspiele eingetauscht werden. Gleiches gilt für virtuelles Grillgut oder Kaltgetränke an den Stadion-Kiosken. Sollte die Saison jedoch abgebrochen oder unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, verbleiben die Einnahmen beim Verein. Als Bonus kündigte RWE an, fünf Prozent der Einnahmen zu spenden und zwar "an Kräfte, die aktuell in der Stadt Essen ihr Bestes geben im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus".

Fußball, 3. Liga: Ursprünglich wollte Viktoria Köln heute wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Doch daran ist aufgrund der aktuellen Situation um die Corona-Pandemie nicht zu denken. Zwar habe sich bis jetzt glücklicherweise kein Spieler mit dem Virus infiziert, doch die Verantwortlichen des Klubs möchten kein Risiko eingehen. "Wir schicken die Spieler nach Hause", sagte Trainer Pavel Dotchev. Dort werden sich die Profis individuell fithalten. Kontakt gibt es laut Dotchev "bis auf Weiteres nur telefonisch".

red | Stand: 31.03.2020, 21:21