Keine Einigung: Saibou und Baskets Bonn gehen in nächste Instanz

Joshiko Saibou (l) und sein Rechtsanwalt Marc V. Kramer warten im Arbeitsgericht auf den Beginn des Gütetermins.

Keine Einigung: Saibou und Baskets Bonn gehen in nächste Instanz

Der Rechtsstreit zwischen Basketball-Bundesligist Telekom Baskets Bonn und Profi Joshiko Saibou geht in die nächste Runde.

Nachdem es bei einem Gütetermin am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht in Bonn zu keiner Einigung kam, gibt es am 11. November einen sogenannten Kammertermin. Dort wird vermutlich ein Urteil gefällt werden.

Saibous Vertreter lehnt Baskets-Vorschlag ab

Der Verein hatte über seinen Anwalt Michael Plössner eine Abfindung von drei bis vier Brutto-Montagsgehältern vorgeschlagen. Das lehnte Saibous Vertreter Georg Melzer ab. "Das ist kein Betrag, den wir ihm empfehlen können", sagte er.

Stattdessen forderte er eine Fortzahlung bis zum Vertragsende im Juni 2021, auch unter Einbindung einer sogenannten Sprinterklausel. Danach könnte man sich einigen, sofern der Spieler früher eine Anstellung bei einem anderen Verein findet.

Telekom Baskets: Saibous Kündigung war notwendig

Sportschau 05.08.2020 05:14 Min. Verfügbar bis 05.08.2021 Das Erste


Die Baskets hatten den 30-jährigen Saibou wegen "Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler" fristlos gekündigt, nachdem dieser an einer Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Berlin teilgenommen hatte.

Saibou hatte die Kündigung als "Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit" bezeichnet und Klage eingereicht.

Saibou mit Entlassungs-Statement Sportschau 05.08.2020 01:14 Min. Verfügbar bis 05.08.2021 Das Erste

dpa | Stand: 26.08.2020, 14:56