Playoff-Viertelfinale: Bonner Baskets müssen attackieren

Michael Wichterich gestikuliert am Spielfeldrand

Playoff-Viertelfinale

Playoff-Viertelfinale: Bonner Baskets müssen attackieren

  • Baskets Bonn kassieren erste Pleite in den Viertelfinal-Playoffs
  • Baskets-Geschäftsführer Wichterich gibt sich optimistisch
  • Zweite Partie am Dienstag in Bonn

Die Baskets Bonn haben im ersten Playoff-Viertelfinalspiel gegen Oldenburg eine Pleite kassiert. Baskets-Geschäftsführer Michael Wichterich spricht im Interview über die erste Pleite, die Bedeutung von Center Charles Jackson und den Willen, den Wettbewerb zu gewinnen.

Wie wollen Sie den besten Spieler der Liga gewählten Oldenburger Spielmacher Will Cummings künftig besser in den Griff bekommen?

Wichterich: Wir müssen Cummings aus der Zone heraushalten. Seine Distanzwürfe wird er ordentlich treffen. Was uns wirklich wehgetan hat, war sein Zug zum Korb. Da müssen wir die Zone deutlich kompakter schließen.

Was muss sich mit Blick auf die anstehenden Partien gegen Oldenburg - die nächste findet am Dienstag in Bonn statt - verbessern?  

Wichterich: In erster Linie geht es darum, dass wir in den Drucksituationen unsere Struktur behalten. Dass wir weiter aggressiv spielen und mit der Mentalität, zu attackieren. Wir sind der Underdog in der Serie und was ganz klar ist: Mit unserer Truppe können wir kein Spiel verwalten. Wir sind gut, wenn wir attackieren.  

Baskets-Bonn-Geschäftsführer Wichterich: "Wir sind der Underdog"

Sportschau 20.05.2019 07:51 Min. ARD

Sie sind also mit Teilen des Spiels zufrieden, mit der gesamten Performance aber noch nicht?

Wichterich: Wir spielen ja nicht gegen einen Absteiger, sondern gegen den Zweiten der Hauptrunde, der wirklich eine überragende Saison gespielt hat bislang und zuhause erst ein Spiel verloren hat. Das muss man vielleicht ein bisschen relativieren. Wir hatten einen guten ersten Auftritt für 28 Minuten. Wir geben uns aber nicht damit zufrieden, mit einer guten Leistung aus der Serie herauszugehen. Wir wollen die Serie gewinnen.

Dafür müssen wir über 40 Minuten kompakter spielen. Wir sind zuhause auch eine sehr gute Mannschaft, haben gegen die Topteams sehr gut gespielt. Und das ist für uns der Glaube, dass wir mit dem Ausgleich zurückkehren werden.   

Wie sehen Sie die Chancen, das Halbfinale zu erreichen?

Wichterich: Wir glauben daran. Naturgemäß ist es so: Wenn der Zweite gegen den Siebten spielt, haben die meisten wenig Vertrauen in den Siebten. Aber wir wissen, was wir für ein Potenzial haben. Wir mussen es über 40 Minuten auf das Parkett bringen. Die Chance ist da, sie ist nicht riesig, aber sie ist gut.

Das Interview führte Jörg Strohschein

Stand: 20.05.2019, 13:37