Phoenix Hagen steht unter Druck - Teil 2

Javon Baumann setzt sich durch

Phoenix Hagen steht unter Druck - Teil 2

  • Pleiteserie der Zweitliga-Basketballer von Phoenix Hagen
  • Dem Klub droht der Absturz in Liga 3
  • Geschäftsführer Patrick Seidel im Interview über die schwierige Lage

Reicht die Qualität der Mannschaft nicht aus oder handelt es sich um ein vorübergehendes Formtief?

Seidel: Weder sehe ich, dass die Qualität der Mannschaft nicht ausreicht noch wird uns Angst und Bange. Wenn uns Verantwortlichen Angst und Bange werden würde, hätte das etwas von einer gewissen Planlosigkeit. Das ist nicht der Fall. Wir haben ein sehr gutes und intensives Training. Die Mannschaft legt in den vergangenen Wochen, wo wir einen Spieler dazu bekommen haben und einige Spieler aus Verletzungen zurückkommen, eher nochmal eine Schippe drauf, wir haben einen klaren Plan. Aber natürlich ist das auch eine Frage von Selbstvertrauen, wenn man so viele Spiele so knapp verliert.

Geschäftsführer Seidel: "Phoenix darf mit dem Potenzial nicht absteigen"

Sportschau 20.11.2019 00:12 Min. Verfügbar bis 20.11.2020 ARD

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Nach der jüngsten Niederlage hatten Sie drastische Maßnahmen angekündigt. Ist Trainer Chris Harris in Gefahr, seinen Job zu verlieren?

Seidel: Die drastischen Maßnahmen wurden nicht angekündigt sondern war Teil von Gedankenspielen, wo man als Verantwortlicher auch so ein gewisses Wutpotenzial in sich getragen hat. Der Trainer, der intern eine exzellente Arbeit macht, weiß, wie die Tabelle aussieht. Wir vertrauen dem Trainer. Nichtsdestotrotz kann der Negativtrend nicht unendlich weitergehen, was aber keine Deadline für das kommende Wochenende ist.

Die 3. Liga möchten Sie in Hagen sicher nicht erleben. Haben Sie nicht eher Ambitionen, wieder zurück in die 1. Liga zu gelangen?

Seidel: Als Tabellenletzter ist das momentan natürlich weit weg. Sicherlich darf dieser Verein als höchst spielender Klub in der Region und dem gesamten Umfeld und Potenzial niemals absteigen. Der Weg in die 1. Liga ist aber an dem Tag deutlich weiter weggerückt, als die Liga mitgeteilt hat, dass dafür ein Mindestetat von drei Millionen Euro nötig ist. Was ja auch nur ein Einstiegsbetrag wäre. Um langfristig dort zu überleben müsste man sicher die 3,5 oder gar vier Millionen Euro anpeilen.

Was müsste passieren, damit Phönix wieder Spiele gewinnt?

Seidel: Wenn wir das so genau wüssten und es einen Knopf gäbe, den man drücken könnte, hätten wir das schon längst gemacht. Wir halten aber nichts davon, Einzelne als Schuldige heraus zu picken. Klar ist aber auch, dass wir nicht unendlich Zeit haben. Wir werden erst mal zwei bis drei Spiele brauchen, um überhaupt erstmal aus der Abstiegszone heraus zu kommen.

Stand: 20.11.2019, 17:05