Baskets-Manager: "Können jetzt nochmal angreifen"

Michael Wichterich

Baskets-Manager: "Können jetzt nochmal angreifen"

Von Cora Lanzerath

  • Baskets Bonn vor Woche der Wahrheit
  • Auftakt am Mittwoch (08.05.2019) gegen Alba
  • Unter Trainer O'Shea kam die Stabilität zurück

Hauptsache gewonnen - so dürfte das Fazit der Telekom Baskets Bonn nach dem Spiel gegen Jena lauten. Zwar stand gegen die bereits als Absteiger feststehenden Thüringer am Ende ein wichtiger 93:87-Erfolg, die Art und Weise wie dieser zu Stande kam war jedoch alles andere als souverän. "Das zieht sich bei uns ja so ein bisschen durch die Saison, dass wir uns immer der Qualität des Gegners anpassen", sagte Baskets-Manager Michael Wichterich im Gespräch mit WDR.de.

Telefon-Interview mit Baskets-Bonn-Geschäftsführer Michael Wichterich

Sportschau 07.05.2019 08:50 Min. ARD

Was gegen Jena zu einer Zitterpartie führte, könnte sich laut Wichterich im Endspurt aber als Faustpfand erweisen: "Wir spielen jetzt nur noch gegen gute Mannschaften, daher hoffe ich auch auf gute Spiele." Dafür müsse das Team aber natürlich mit der richtigen Intensität und Konzentration antreten.

Einen Sieg brauchen die Bonner aus den letzten drei Spielen noch, um die Playoff-Teilnahme endgültig zu sichern. So leicht, wie sich das beim Manager anhört, wird es aber wohl nicht, denn das Restprogramm hat es in sich. In den kommenden fünf Tagen treten die Rheinländer noch bei Alba Berlin, dem direkten Konkurrenten aus Würzburg und gegen den designierten Meister Bayern München an. Die größten Chancen auf einen Sieg werden den Baskets in Würzburg eingeräumt. So lange will Wichterich aber nicht warten: "Wir wollen direkt in Berlin eine gute Visitenkarte abgeben."

Mit Oldenburg hat man noch eine Rechnung offen

Als Siebter der Hauptrunde würde Bonn in den Playoffs wohl auf Oldenburg treffen. Ein Team, mit dem man nach dem verlorenen Finale 2009 noch eine Rechnung offen hat. Doch daran will der Baskets-Manager noch gar nicht denken: "Wir haben im Laufe der Saison immer ein bisschen zu weit geschaut. Das wollen wir jetzt auf der Zielgerade vermeiden."

Es heißt also erstmal: Volle Konzentration auf den Schlussspurt. Denn das Erreichen der Playoffs wäre der versöhnliche Abschluss einer turbulenten Saison, in der sich die Bonner nicht nur von Trainer Predrag Krunic sondern auch von Topscorer Ra'Shad James getrennt haben. Etwas Gutes kann Wichterich der Spielzeit aber auch abgewinnen. "Es gibt auch mal Jahre, in denen einem die Saison nach solchen Schwächephasen komplett abschmiert. Wir haben es aber geschafft uns wieder in eine Situation zu bringen, in der wir nochmal angreifen können."

O'Shea macht "sehr guten Job"

Das liegt auch am neuen Chefcoach Chris O’Shea, dem der Manager einen "sehr sehr guten Job" bescheinigt. Unter ihm habe das Team "deutlich stabiler" gespielt. "Chris hat eine gute Balance gefunden zwischen der Ansprache an die Mannschaft und taktischen Änderungen auf dem Parkett", so Wichterich.

Ob O’Shea jedoch auch in der nächsten Saison noch Trainer der Bonner sein wird, wollte sich der 46-Jährige noch nicht festlegen. "Wir haben es immer so gehalten, dass wir weder mit Spielern noch mit Trainern in der Saison verlängert haben." Ausgeschlossen sei eine Weiterbeschäftigung des Trainers, der schon mehrfach betont hatte gerne weitermachen zu wollen, aber keineswegs. Ein Einzug in die Playoffs würde seine Verhandlungsposition dabei sicher stärken.

Stand: 07.05.2019, 20:51