Tyson Ward (rechts) von den Baskets Bonn im Duell mit Bayerns Zan Sisko.

Baskets Bonn verpassen BBL-Finale trotz großen Kampfes

Stand: 08.06.2022, 22:17 Uhr

Die Baskets Bonn haben den Einzug in die Finalserie der Basketball-Bundesliga (BBL) verpasst. Im entscheidenden fünften Spiel gegen Bayern München zog das Team von Trainer Tuomas Iisalo den Kürzeren.

Bonn unterlag am Mittwochabend im fünften Spiel der Best-of-five-Serie mit 74:87 (44:42) und verpasste den insgesamt sechsten Finaleinzug. Das letzte Mal hatte Bonn 2009 im Finale gestanden, den Titel konnten sie noch nie holen.

München trifft in der Finalserie ab Freitag in einer Neuauflage des Vorjahresfinals auf den amtierenden Meister Alba Berlin, der in den Play-offs noch ungeschlagen ist.

"Wir haben uns das Leben schwer gemacht, aber es war auch ein großartiger Gegner. Wir mussten unser bestes Spiel zeigen", sagte Bayerns Coach Andrea Trinchieri bei MagentaSport: "Wir haben uns in der Kabine nach Spiel vier die Wahrheit gesagt. Mein Team war sehr fokussiert."

BBL-Playoffs: Bayern schlägt Bonn und steht im Finale

Sportschau 08.06.2022 01:13 Min. Verfügbar bis 08.06.2023 ARD Von Armin Lehmann


Schlechter Start von Bonn

Bonn tat sich im ersten Viertel schwer, Trainer Iisalo nahm bereits nach knapp vier Minuten beim Stand von 6:13 die erste Auszeit. Bayern zeigte bis dahin eine deutlich verbessertes Reboundverhalten im Vergleich zum vierten Spiel.

Auch von der Drei-Punkte-Linie waren die Münchner treffsicherer, sodass die Baskets drei Minuten vor Viertelende mit 14 Zählern zurücklagen. Mit einem Dunking verkürzte Michael Kessens den Rückstand kurz vor dem zweiten Abschnitt auf acht Punkte (16:24).

Bowlin beschert Baskets die erste Führung

Im zweiten Viertel verbesserte sich Bonn sowohl unter dem Korb als auch bei den Würfen von außen. Bayern wirkte verunsichert, Skyler Bowlin bescherte den Baskets die erste Führung in der Partie (31:30). Doch Münchens Andreas Obst antwortete mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen in Serie.

Kessens brachte die Hausherren mit einem Freiwurf 35 Sekunden vor der Halbzeit erneut in Front (41:40). Mit der Pausensirene traf Bonns Kapitän Karsten Tadda per Dreier zum 44:42.

München setzt sich vor dem Schlussviertel etwas ab

Im dritten Viertel blieb es eng, keine Mannschaft konnte sich zunächst absetzen. Erst gegen Ende ließ die Genauigkeit bei den Bonnern etwas nach, was die Bayern zu einem 7:0-Lauf nutzten und eine Acht-Punkte-Führung mit ins Schlussviertel nahmen (61:69).

Bonns Kessens läutete mit einem Alley-Oop-Dunking das Schlussviertel ein (63:69), Nihad Djedovic antwortete erneut mit einem Dreier. Bayern spielte seine Angriffe clever aus und stand besser in der Defensive, Bonn kam nun seltener in gute Wurfpositionen. Beim Stand von 66:75 nahm Bonns Coach Iisalo die nächste Auszeit.

Bonn mangelt es an Treffsicherheit

Angeführt von Vladimir Lucic waren die Münchner nun im Flow und bauten ihre Führung auf zwölf Zähler aus (67:79), Saulius Kulvietis und Javontae Hawkins per Alley Oop verkürzten wieder auf acht.

Vom Bonner Publikum nach vorne gepeitscht, kämpften die Baskets in den Schlussminuten um jeden Ball, trafen aber zu selten. 2:40 Minuten vor Schluss führte Bayern wieder zweistellig (72:82) und brachte die Partie letztendlich sicher über die Zeit.

Topscorer bei den Baskets war einmal mehr Parker Jackson-Cartwright (25 Punkte), bei München kam Nick Weiler-Babb auf 18.