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10.12.1953 - Einführung der Zwischenfrage im Bundestag

Franz Josef Strauß meldet sich im Deutschen Bundestag in Bonn zu Wort

ZeitZeichen

10.12.1953 - Einführung der Zwischenfrage im Bundestag

Von Martina Meissner

Konrad Adenauer mochte sie nicht: Die Zwischenfrage! Obwohl es vor ihrer Einführung im Jahr 1953 keineswegs zivilisierter im Bundestag vor sich ging. Die Redezeit war noch an die Stärke der Fraktion gebunden.

Wer einer kleinen Partei angehörte, hatte nichts zu sagen und nichts zu fragen. Also begann er oder sie dazwischen zu schreien. Deshalb hagelte es in den ersten vier Jahren im Bundestag 156 Ordnungsrufe; 40 Rednern wurde das Wort entzogen und 17 Abgeordnete mussten sogar den Saal verlassen. Am 10. Dezember 1953 wurde dann nach englischem Vorbild die Zwischenfrage während der Rede eines Abgeordneten erlaubt und eingeführt.

Aber wer eine Frage stellen will, muss erst fragen, ob der Redner damit einverstanden ist. Und: Dumme Fragen gibt´s ja nicht, aber unzulässige schon - jedenfalls laut Geschäftsordnung des Bundestages.

Redaktion: Michael Rüger

Die Sendung zum Nachhören und Download

WDR ZeitZeichen 10.12.2013 13:39 Min. Verfügbar bis 08.12.2053 WDR 5

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Stand: 10.03.2016, 15:03