Nachhaltiger Tourismus in der Dominikanischen Republik

Attraktive Urlaubsorte, Traumstrände und türkisblaues Meer - die Dominikanische Republik ist ein beliebtes Reiseziel. Um negative Auswirkungen des Tourismus zu verringern, setzt der Inselstaat auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Dominikanische Republik

In den schönsten Wochen des Jahres wollen viele vor allem eines: sich entspannen und nicht allzu viel über die Probleme der Welt nachdenken. Ein Ort wie diese kleine Insel inmitten eines Korallenriffs vor der Küste der Dominikanischen Republik erscheint wie der ideale Platz dafür.

In den schönsten Wochen des Jahres wollen viele vor allem eines: sich entspannen und nicht allzu viel über die Probleme der Welt nachdenken. Ein Ort wie diese kleine Insel inmitten eines Korallenriffs vor der Küste der Dominikanischen Republik erscheint wie der ideale Platz dafür.

Nicht wenige Touristen suchen auch das Naturerlebnis, um den Kopf frei zu bekommen. Doch wer wie dieser Taucher Fische mit Futter für ein Foto anlockt, schädigt bereits das sensible Ökosystem der Korallenriffe.

Großzügige Pools locken Kunden an - und sind extrem ressourcenhungrig: durch Verdunstung geht eine Menge kostbares Süßwasser verloren, das pausenlos ersetzt werden muss. Ebenfalls schädlich ist der Einsatz von Chemikalien, die das Becken algenfrei halten.

Wer möchte schon bei einem perfekten Sonnenuntergang unter Palmen an die Schädigung des Ökosystems denken? Lieber ordert man noch einen Mojito und lauscht dem Plätschern der Wellen auf dem samtweichen Strand.

Susanna Leib ist bei der Stiftung der Grupo Puntacana, einem amerikanischen Hotel-Konsortium auf La Hispaniola, für das Thema Nachhaltigkeit zuständig. Sie soll dafür sorgen, dass Tourismus und Natur möglichst im Einklang miteinander stehen.

Auf ihrer Farm produziert die Grupo Puntacana Salat, den Speisefisch Tilapia und Minze für die Mojitos an der Strandbar. Die Anfahrt zur Hotelküche bleibt dadurch kurz und nachhaltig.

Zur Wasserfilterung setzt Susanna Leib Flaschendeckel aus Kunststoff ein. Ein Versuch, zumindest einen Teil des Plastikmülls aus den Hotelanlagen sinnvoll zu recyceln.

Sogar einen eigenen Honig für die Frühstücksbuffets der Gäste erzeugt der Betrieb. Das Motto lautet: Alles was nicht eingeflogen werden muss, hilft der Natur.

Einen anderen Weg geht das Hotel Casa de Paraiso inmitten der grünen Hügel von Samana. Statt ausgedehnter Pool-Landschaften hat hier jeder Gast seine eigene kleine Badestelle mit Blick auf den Ozean.

Jedes der Zimmer ein Unikat: Für José Raul Nova ist ein harmonisches Verhältnis von Architektur und Umgebung wichtig. Darum sind auch alle Räume mit Naturmotiven verziert.

Errichtet wurde das Hotel mit Materialien aus der Umgebung. Statt Klimaanlagen sorgen offene Wände für angenehme Temperaturen. Für die individuelle Gestaltung der Hütten wurden lokale Künstler engagiert.

Eine Hinwendung zum Individualtourismus könnte auch für die Dominikanische Republik eine ressourcenschonende Alternative zu den großen Hotelanlagen sein.

Der höchste Energieverbrauch bei der Urlaubsreise entsteht mit einem Anteil von etwa 80 Prozent jedoch immer noch durch die Anreise. Hier ist nun jeder einzelne von uns aufgefordert, genau nachzudenken und im Zweifel lieber seltener zu fliegen und dafür etwas länger zu verweilen.

Stand: 23.02.2022, 13:31 Uhr