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Volker Schlöndorff: Literaturverfilmer und Dichterfreund - 25.12.2020

Volker Schlöndorff bei den 67. Internationalen Filmfestspielen in Berlin

Volker Schlöndorff: Literaturverfilmer und Dichterfreund - 25.12.2020

Kaum ein Filmregisseur hat sich so intensiv mit Literatur befasst wie Volker Schlöndorff. Seine anspruchsvollen Verfilmungen literarischer Werke haben ihn berühmt gemacht – und dem Kinopublikum die Literatur näher gebracht. Michael Kohtes trifft den Regisseur zum Gespräch.

Volker Schlöndorff, 1939 in Wiesbaden geboren, verbrachte seine Lehrjahre in Frankreich, wo er die Regisseure der Nouvelle Vague kennen lernte. Sein erster Film war 1966 "Der junge Törless" nach Robert Musil, mit dem er gleich internationalen Erfolg hatte. Mit der Adaption von Heinrich Bölls "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" etablierte er sich 1975 endgültig im deutschen Autorenkino. Für die Verfilmung des Grass-Romans "Die Blechtrommel" erhielt er 1980 als erster Deutscher einen Oscar. Das Leitmotiv von Schlöndorffs Filmen sind widerständige Hauptfiguren; auf einen Stil hingegen lässt er sich nicht ohne weiteres festlegen. Schlöndorff, der sich immer wieder politisch einmischt, hat auch Theaterstücke und Opern inszeniert. Zuletzt sorgte sein neuer Film "Montauk" nach der Erzählung von Max Frisch für Aufsehen.

Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 14. April 2016.

Redaktion: Michael Kohtes

Buchhinweis:
Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung. Mein Leben und meine Filme.
472 Seiten, Hanser-Verlag, München 2008
24,90 €

Stand: 12.11.2020, 14:25