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Ulrike Edschmid

Ulrike Edschmid: Studentenbewegte und Selbsterzählerin

Ulrike Edschmids Bücher bewegen sich immer an der Schnittstelle von Biographie und Fiktion. Und Edschmids bewegtes Leben bietet mehr als genug Stoff für ihre Literatur. Michael Kohtes trifft die Autorin zum Gespräch.

Ulrike Edschmid, 1940 in Berlin geboren, hat früh die Schrecken von Krieg und Flucht erfahren, als ihre verwitwete Mutter mit den Kindern in die Rhön floh. Edschmid studierte später Literaturwissenschaft und an der Film- und Fernsehakademie Berlin und engagierte sich in dieser Zeit in der Studentenbewegung. Sie war Mitgründerin der ersten Berliner Kinderläden und lebte mit ihrem Kind und ihrem Partner Werner Sauber in einer Kommune. Sauber wurde bei einer Schießerei mit der Polizei, bei der er selbst einen Polizisten tötete, erschossen. Über ihn schrieb Edschmid später den Roman "Das Verschwinden des Philip S.". In ihrem 2017 erschienenen Buch "Ein Mann, der fällt" verarbeitet sie die Querschnittslähmung ihres Mannes. Ulrike Edschmid, die sich für gewöhnlich eher abseits des Literaturbetriebs hält, gibt in "Zeichen und Wunder" Auskunft über Leben und Werk.

Diese Sendung ist eine Wiederholung vom 01. November 2018.

Redaktion: Michael Kohtes

Michael Kohtes empfiehlt drei Bücher von Ulrike Edschmid:

Die Liebhaber meiner Mutter. Roman.
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006
151 Seiten, 16,80 Euro

Das Verschwinden des Philip S. Roman.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2013
157 Seiten, 15,95 Euro

Ein Mann, der fällt. Roman.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
187 Seiten, 20,00 Euro

Ulrike Edschmid: Studentenbewegte und Selbsterzählerin

WDR 5 spezial 03.10.2022 55:09 Min. Verfügbar bis 03.10.2023 WDR 5