Trotz und Träume – Manfred Maurenbrecher zum 70.

Manfred Maurenbrecher

Trotz und Träume – Manfred Maurenbrecher zum 70.

Dieser Mann ist kein Star, aber von denen, die ihn kennen, wird er umso mehr verehrt. Der Songwriter, Autor und Prophet der leisen Töne aus Berlin-Wilmersdorf feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag: Manfred Maurenbrecher.

Kreativität ist seine Lebensform. „Mir fällt andauernd was ein“, singt Maurenbrecher in einem Lied und man darf hinzufügen: fast alles davon ist brillant. „Trotz und Träume“ hieß  1979 sein erstes Album. Seitdem kommt spätestens alle zwei Jahre eine neue Platte, dazu Bücher, Radio-Feature, sogar Krimi-Drehbücher.

Jährlich spielt er den kabarettistischen Jahresrückblick zusammen mit Horst Evers und Bov Bjerg. Gute Songs fließen ihm so reichlich aus der Feder, dass er nicht geizig sein muss. Er schrieb für Spliff, Herman van Veen, Ulla Meinecke oder Katja Ebstein, aber am besten klingen sie dennoch von ihm selbst gesungen: minimalistisch schlicht, nur er am Klavier, mit kraftvollem Anschlag, Berliner Schnauze und großem Herzen. Und zwischen den Liedern erzählt er versponnene Geschichten voll Mutterwitz, Klugheit und leiser Melancholie.

Ein undogmatischer Linker, der auf unwiderstehliche Weise dem Zeitgeist widersteht. Der gebürtige Berliner lebt mit seiner Familie teils in einer Wilmersdorfer Künstlerkolonie, in der er auch aufgewachsen ist, teils in der Uckermark.

Trotz und Träume - Manfred Maurenbrecher zum 70.

WDR 5 Unterhaltung am Wochenende 14.03.2020 01:50:18 Std. Verfügbar bis 14.03.2021 WDR 5

Mit einer Collage aus Interviews und Konzertausschnitten würdigt Michael Lohse den vielseitigen Liedermacher, über den der Berliner Tagesspiegel so treffend schrieb: „Er ist wie ein Fels in der Brandung der hektischen Postmoderne, seine intelligenten Texte funkeln von Sprachwitz und Ironie.“

Redaktion Hartmut Krause