Jazzpianist Joachim Kühn

Joachim Kühn

Jazzpianist Joachim Kühn

Joachim Kühn zählt zu den deutschen Jazzmusikern von Weltrang. Er kam 1944 in Leipzig unter furchtbaren Umständen zur Welt: Seine jüdische Mutter musste sich vor den Nazis verstecken. Dem Holocaust entkam sie durch die Zivilcourage ihres Mannes – und durch schieres Glück.

Schon als Kleinkind lernte Joachim Kühn das Notenlesen, als Jugendlicher entschied er sich, Jazzmusiker zu werden; Vorbild war sein 15 Jahre älterer Bruder Rolf, der Klarinette spielte und Miles Davis hörte. Mit 22 Jahren floh Joachim Kühn aus der DDR, ging nach Hamburg, Paris und Kalifornien. Er trat mit Weltstars wie John Coltrane oder Ornette Coleman auf. Legendär wurden seine Konzerte mit dem Leipziger Thomanerchor: Klavier-Improvisationen zu den Motetten von J. S. Bach. Vor 25 Jahren dann zog Joachim Kühn nach Ibiza, lebt dort zurückgezogen und verfolgt sein Lebensziel: "Die beste Musik zu machen, die möglich ist". Lothar Lenz hat den Pianisten besucht.

Redaktion: Volker Schaeffer

Jazzpianist Joachim Kühn

WDR 5 Tischgespräch 12.06.2019 54:07 Min. Verfügbar bis 12.06.2020 WDR 5

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Stand: 21.05.2019, 13:10