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Jacky Dreksler im Gespräch mit Gisela Keuerleber

Jacky Dreksler

Jacky Dreksler im Gespräch mit Gisela Keuerleber

"Hass und Wut sind ätzende Säuren, die das Gefäß, in dem Sie aufbewahrt werden, zerstören können" – das ist das Lebensmotto für Jacky Dreksler, der 1946 in einem französischen Gefängnis auf die Welt kam.

Drekslers Mutter, die Ghettos und zwei Konzentrationslager überlebt hatte, war aufgrund einer Verwechslung inhaftiert. Sie starb, als ihr Sohn neun Jahre alt war. Der kleine Jacky wuchs bei einer deutschen Pflegemutter auf. Die schlug ihn häufig und kassierte Wiedergutmachungsgelder und Waisenrente, die eigentlich ihm zugestanden hätten.

So traurig sein Leben begann, so erfolgreich und glücklich wurde der erwachsene Jacky. Nach einem Pädagogikstudium und einigen Jahren als Lehrer wurde er erfolgreicher Comic-Autor, Gag-Schreiber und Lied-Texter.
Jacky Dreksler bezeichnet sich als "unauthentischen Juden", ein Begriff, der von Jean-Paul Sartre geprägt worden war. Das Vermächtnis seiner Mutter, ein guter Jude zu werden, sagt Dreksler, habe er zwar nicht ganz beherzigt, aber ihren Wunsch, einmal glücklich zu sein, habe er erfüllt.

Redaktion: Volker Schaeffer

Jacky Dreksler im Gespräch mit Gisela Keuerleber

WDR 5 Tischgespräch 10.02.2021 52:22 Min. Verfügbar bis 09.02.2022 WDR 5


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