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Welche Wirkung hat der Friedensnobelpreis?

Abiy Ahmed, Premierminister von Äthiopien

Welche Wirkung hat der Friedensnobelpreis?

Der Friedensnobelpreis ist die wohl wichtigste politische Auszeichnung der Welt – am Tag der Bekanntgabe 2019 fragen wir: Welche Wirkung hat er auf die Welt? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Der Friedensnobelpreis soll an jene Person gehen, die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht hat. So die Idee von Stifter Alfred Nobel 1895. Das Nobelpreis-Komitee in Oslo hat diese Worte seitdem etwas weiter ausgelegt und damit auch Diskussionen ausgelöst. Beispielsweise spielen der Einsatz für Menschenrechte und Umwelt seit einigen Jahrzehnten eine größere Rolle. Heute (11.10.2019) entschied sich das Nobelpreis-Komitee in Oslo für den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass sich das vom Krieg geprägte Verhältnis zwischen Äthiopien und Eritrea deutlich entspannt.

Der Dalai Lama, Mutter Teresa und Martin Luther King Junior: Es gibt Friedensnobelpreisträger, die unstrittig sind. Kritischer beäugt wurden Träger wie Barack Obama, die Europäische Union oder Jassir Arafat. Der damalige US-Präsident war bei der Verleihung erst kurz im Weißen Haus und konnte während seiner folgenden Amtszeit keine großen Konflikte lösen. Obama wandte zudem Gewalt zum Schutz des Landes an. Und 1993 ging der Friedensnobelpreis an Jassir Arafat. Als Chef einer palästinensischen Befreiungsorganisation soll er an Terroranschlägen beteiligt gewesen sein.

Welche Wirkungen und Konsequenzen hat der Friedensnobelpreis aus Ihrer Sicht? Hat der Friedensnobelpreis eine nachhaltige Kraft? Ist er Ihrer Meinung nach die bedeutendste politische Auszeichnung? Was hat sich in der Vergangenheit nach der Verleihung für Menschen, Organisationen und Länder getan?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder, Friedens- und Konfliktforscher

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Welche Wirkung hat der Friedensnobelpreis?

WDR 5 Tagesgespräch 11.10.2019 45:41 Min. Verfügbar bis 10.10.2020 WDR 5

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Stand: 11.10.2019, 09:15

Kommentare zum Thema

121 Kommentare

  • 121 Frank Rademacher 11.10.2019, 13:59 Uhr

    Interessant zum heutigen Tagesgesprächsthema sind im Gästebuch u.a. die Kommentare Nr. 6, 13, 15, 21, 27, 49, 51, 76, 79, 83, 88, 102 und 105. Auch und vor allem deshalb, damit´s künftig besser mit dem Weltfrieden läuft und niemand mehr länger für so eine normalerweise in einer gesunden Weltwirtschaft Selbstverständlichkeit mehr ausgezeichnet werden muß.

  • 120 Simone 11.10.2019, 13:57 Uhr

    Große Erleichterung, dass politische Sacharbeit gewürdigt wurde mit ihrem geduldigen Klein-Klein. Danke an das Nobel-Komitee für seine Objektivität. Es gibt also doch noch eine reale Welt jenseits der Medien-Blase um Greta, auch wenn kurzsichtige Konsumenten sie aus dem Blick verloren haben und von "Zukunft" faseln. Der afrikanische Preisträger führt zusammen; Greta erklärt den Krieg zwischen Jung und Alt.

  • 119 Friedenswilliger Geist 11.10.2019, 13:56 Uhr

    Mit dem Friedensnobelpreis können die Europäer wenigstens symbolisch und im Unterhaltungsprogramm etwas für den Frieden tun. Wenn es allerdings um ein robustes Mandat zur Wahrung oder zur Wiederherstellung des Friedens oder gar um den Schutz des Menschen- oder Völkerrecht in Europa, um Europa herum oder in der Welt geht, dann ist hier auch der Geist des Friedens immer öfter so schwach wie das Fleisch, das hier in einer ungewohnt flächendeckenden Einheit mit dem politischen Populismus sogar noch schwächer ist als der Breitbandausbau in Deutschland: "Selig, die arm sind im Geiste, denn ihnen gehört das Himmelreich!"

  • 118 Breslein hat Recht 11.10.2019, 13:56 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 117 Traudel Wummer 11.10.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 116 Traudel Wimmer 11.10.2019, 13:54 Uhr

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  • 115 Breslein 11.10.2019, 13:53 Uhr

    Oft werden auch Organisationen ausgezeichnet. Die Organisation die sie weltweit um den Frieden verdient gemacht hat ist die FIFA. Fusssball verbindet die Menschen weltweit. Bei Fusssball WM alle 4 Jahre verbrüdernsich die Menschen aus verschiedenen Ländern. Es entstehen oft lebenslange Freundschaften über Kontinente. Darum ist es richtig und wichtig die Fifa auszuzeichnen

    Antworten (1)
    • Daumen ho h 11.10.2019, 13:58 Uhr

      Öle Öle Super Fußball.... Ein würdiger Preisträger die Fifa

  • 114 Ich 11.10.2019, 13:53 Uhr

    schäme mich fremd über so viel Ignoranz gegenüber dem in meinen Augen ehrenwerten und wahrlich verdienten Preisträger, der heute nur Marginalie der Sendung war. Stattdessen nur wieder einmal mehr eine bizarre Heiligsprechung eines für meine Begriffe völlig überschätzten, kleinen Mädchens. Das zudem nur Probleme anprangert, um die wir ALLE wissen, aber keinerlei Lösungen (und zwar wissenschaftlich fundierte!) anbietet.

    Antworten (1)
    • Wie Schade: 11.10.2019, 13:58 Uhr

      Ich dacht schon, das wäre ein konstruktiver Beitrag - aber, weit gefehlt. Auch wieder nur Greta-Bashing und niedrigstes Niveau!

  • 113 FFF & BGE ! 11.10.2019, 13:52 Uhr

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  • 112 Diese Sendung 11.10.2019, 13:47 Uhr

    zum Thema Friedensnobelpreis wurde unglücklich moderiert. Denn sie verkam mehr und mehr zu einer Werbesendung für Gretha Thunberg. Dabei ging es hier um Herrn Abiy Ahmed und den Friedensnobelpreis allgemein. Seine Person und seine Verdienste gerieten völlig zum Nebenschauplatz. Und nicht nur Frau Brandi sondern vor allem auch Herr Prof. Dr. Grüder hätten beileibe mehr zu Herrn Ahmed und die derzeitige Situation in Afrika wissen müssen. Tendenziös und peinlich, mehr fällt mir zum heutigen TG leider nicht ein!

  • 111 Breslein 11.10.2019, 13:46 Uhr

    Donald Trump hat trotz großer Widerstände amerikanischen Truppen aus Syrien abgezogen. Donald Trump hat somit ein Wahlversprechen gehalten. Wider einmal.. Deswegen hat Donald Trump den Friedensnobelpreis verdient. Trump hat den Preis genauso verdient wie sein Vorgänger Obama.

  • 110 BGE for Zensors 11.10.2019, 13:46 Uhr

    Und warum legt dann Ahmed sein Geld bei US- und EU-Rüstungskonzernen gewinnbringend an ? Weil das ganz besonders friedlich ausschaut ?

    Antworten (2)
    • Renate Meile 11.10.2019, 13:49 Uhr

      Oh, Sie haben seine Bank- und Depoauszüge? Lassen Sie uns teilhaben.

    • Edward Snowden 11.10.2019, 13:58 Uhr

      @ R. Meile: Kam auch auf CNN.

  • 109 Plausi Controletti 11.10.2019, 13:43 Uhr

    Welche Wirkung hat der Friedensnobelpreis? --- Kaum noch Wirkung, weil er durch "tagespolitische" Entscheidungen inflationiert wurde. Sollte nach Obama jetzt noch Greta ihn bekommen, dann wird er kaum noch etwas Wert sein können. Wenn Strohfeuer ausreichen können, um geehrt zu werden, was soll es dann in unserer ohnehin schon zu schnellebigen Zeit noch wirklich bewirken können? Ich denke, dass Alfred Nobel ihn um der nachhaltigen Wirkung willen gestiftet hatte. Was sagt Obamas Nobelpreis heute noch aus???

  • 108 @wdr5watch 11.10.2019, 13:43 Uhr

    Interessant! Der aus Äthiopien stammende Anrufer betonte sehr, wie schwierig es sei, in einem Land mit sehr vielen Ethnien friedlich miteinander zu leben und daß gerade darin das Verdienst des äthiopischen Preisträgers liege, daß er da wohl mit Erfolgen tätig geworden ist. Es gibt ja immer mehr Länder mit immer mehr Ethnien und in manchen Ländern wird das als wunderbare Vielfalt und bereicherndes Multikulti beschrieben. Gebe Gott, daß Deutschland nie aus ähnlichen Gründen wie Äthiopien einen Preisträger stellt!

  • 107 Herr Reim spaziert 11.10.2019, 13:36 Uhr

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  • 106 Traudel Wimmer 11.10.2019, 13:34 Uhr

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  • 105 THINK BIG & BGE ! 11.10.2019, 13:30 Uhr

    Die bisherigen Religions- und Ideologiekriege werden abgelöst werden durch Kriege um Erdressourcen, Nahrungsmittel, Restnaturbestände, radioaktiv unverseuchte Lebensräume usw., falls das Weltwirtschaftswachstum so weiterbetrieben wird wie bisher. Frieden bliebe dann auch weiterhin nur eine Illusion, an der auch Ahmed nichts ändern kann.

  • 104 Reinold Bäumler 11.10.2019, 13:27 Uhr

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  • 103 Reklameveranstaltung 11.10.2019, 13:26 Uhr

    Das von Skandalen umgebene Nobelpreiskomitee versucht sich wieder ins Rampenlicht zu stellen. Da kommt Ihnen ein kleines Mädchen mit Asperger Syndrom gerade richtig um den alternativen Nobelpreis zu vergeben. Ein Schlag in das Gesicht all jener die wirklich etwas bewegt haben. Dieses zornige kleine Mädchen hat nichts gemacht ausser unseren Kindern einzuhämmern dass wir Angst haben müssen. Ganz viel Angst und die Friedensnobelpreisträger haben sich im Nachhinein manchmal als nicht 100 Prozent rein zu sein herausgrstellt. Showveranstaltung

    Antworten (1)
    • @Reklame 11.10.2019, 13:50 Uhr

      Der alternative Nobelpreis hat mit dem "normalen" Nobelpreis nichts zu tun, das wissen Sie doch, oder?

  • 102 1.400 EUR BGE für Alle 11.10.2019, 13:25 Uhr

    Die nächste Friedensnobelpreisträgerin sollte Greta Thunberg werden. Denn um echten, nachhaltigen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz realisieren zu können, sind Rüstungskonzerne und Kriege ein No-go in dieser Welt.

    Antworten (2)
    • Was 11.10.2019, 13:28 Uhr

      Was hat Greta getan ausser Angst zu verbreiten. Ich möchte mit diesem Kind und seinem Zorn nicht alleine in einem Raum sein. Wenn ich Donald Trump wäre. Und auch sonst nicht.

    • MarcoM 11.10.2019, 13:42 Uhr

      " Denn um echten, nachhaltigen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz realisieren zu können, sind Rüstungskonzerne und Kriege ein No-go in dieser Welt." ~~~ In diesem Punkt gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Nur sollte Greta dann diesen Zusammenhang auch einmal klar und deutlich thematisieren. Dann könnte man in der Tat über einen Friedensnobelpreis für Greta Thunberg nachdenken. Warum man sie jetzt schon nominiert hat will sich mir hingegen nicht so recht erschließen: was genau hat Greta Thunberg bis jetzt für den Frieden getan?

  • 101 Chaos war gut 11.10.2019, 13:23 Uhr

    Vielleicht haben das Chaos, und das damit verbundene Erdbeben, beim Literaturpreiskomitee für eine positive Frische auch in anderen Nobelpreiskomitees gesorgt. Was ich bisher gehört habe, war die diesjährige Preisauszeichnung eine gute Wahl.

    Antworten (1)
    • Anonym 11.10.2019, 13:51 Uhr

      Warum?