Lehrermangel - Was tun?

 Ein leeres Klassenzimmer mit Tafel mit der Aufschrift " Unterricht fällt aus " und hochgestellten Stühlen.

Lehrermangel - Was tun?

In ganz Deutschland fehlen Zehntausende Lehrerinnen und Lehrer. Das hat die aktuelle Prognose der Kultusministerkonferenz ergeben. Was tun? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Deutschland steuert auf einen dramatischen Lehrermangel zu. Bis 2030 gibt es nach einer Berechnung der Kultusministerkonferenz Einstellungsbedarf für 32.000 Lehrer jährlich - aber viel zu wenig Bewerber. In NRW werden allein in den nächsten zehn Jahren 78.000 Stellen neu zu besetzen sein, in den nächsten 20 Jahren sogar fast 140.000 Stellen. Doch woher nehmen?

Der Chef der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter, plädiert für mehr Plätze in Lehramtsstudiengängen und appelliert an die gesamtdeutsche Verantwortung. Denn auch die Ausbildung von Lehrern ist Ländersache. Der Deutsche Philologenverband wirft den Verantwortlichen "eklatantes politisches Versagen" vor und kritisiert, dass sie die Entwicklung "schlicht verschlafen" hätten.

Schon jetzt herrscht vor allem an Grundschulen oft ein dramatischer Lehrermangel. Als Reaktion darauf werden Klassen vergrößert und Unterricht verkürzt. Vielerorts wird versucht, Pensionisten zu gewinnen, Studenten oder andere Seiteneinsteiger für die Arbeit eines Lehrers zu begeistern. Doch lässt sich der Lehrerberuf, für den in der Regel eine mehrjährige Ausbildung notwendig ist, in einem Crashkurs erlernen?

Wie können wir den Lehrermangel beheben? Ist der Lehrerberuf überhaupt noch attraktiv genug? Was müsste verbessert werden? Wie lassen sich die personellen Löcher stopfen, bis ausreichend neue Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet sind?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Nicola Beer, Generalsekretärin und bildungspolitische Sprecherin der FDP

Redaktion: Claudia Dammann und Gundi Große

Lehrermangel - Was tun?

WDR 5 Tagesgespräch | 12.10.2018 | 46:01 Min.

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Kommentare zum Thema

107 Kommentare

  • 107 Nicht-Mainstream 12.10.2018, 13:59 Uhr

    Ist der Lehrerberuf überhaupt noch attraktiv genug? Eine rhetorische Frage, denn wir alle wissen: Nein, ist er nicht! Die armen Pauker in Grund-, Haupt- und Realschulen, die sich in ärmeren bis durchschnittlichen Stadtvierteln befinden, sind nicht zu beneiden. Sie müssen mit genau der Klientel, die unsere linksgrüne Mehrheit in den Politik- und Redaktionszirkeln so bejubelt, zurechtkommen, um nicht zu sagen im übertragenen Sinne „ums Überleben kämpfen“. Kaum jemand aus der sogenannten Meinungsführer-Elite kommt mit diesen Problembärchen in Berührung, geschweige denn, dass sich deren Kinder mit denen herumschlagen müssen. Schlimm genug, wenn die Sprösslinge aus Versehen in Bahn oder Bus auf so jemand treffen, der ihnen dann das Handy „abzieht“. Aber das sind ja nur Einzelfälle, die in keiner Statistik zählen dürfen. Alles ist gut im Land, in dem wir gerne leben!

  • 106 Quereinsteiger oder -treiber 12.10.2018, 13:59 Uhr

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  • 105 Conny Ehrens 12.10.2018, 13:58 Uhr

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  • 104 Beasty 12.10.2018, 13:57 Uhr

    In ein paar Jahren gehe ich in Rente. Vielleicht habe ich dann etwas Zeit den kleinen Biestern mal anständig Mathematik, Physik oder Chemie beizubringen.

  • 103 Stefan 12.10.2018, 13:53 Uhr

    Schön, das sich die AfD mit ihrer neuen Denunzianten Plattform auch bei Thema Lehrermangel engagiert. Ein starker Einsatz für unsere Demokratie!

    Antworten (1)
    • Beasty 12.10.2018, 13:58 Uhr

      Hallo Stefan Ich selbst habe meiner Nichte vorgeschlagen Fehlstunden zu dokumentieren . Da braucht es die AFD nicht wirklich.

  • 102 Reitet für Deutschland 12.10.2018, 13:53 Uhr

    Wo bleiben die deutschen bildungspolitischen Vorreiter in der E U ; oder reiten wir doch weit abgeschlagen hinter NL , DK , A , L , GB oder F o.a. her ? Lässt sich dort nichts abgucken oder europäisch koordinieren , wenn wir schon selbst die Zeit nur mit parteipolitisch - dogmatischem Gezänke vertuen ? Zum föderalen Chaos kommt noch sprachliche Inkompetenz der Zugewanderten und die verenglischung unserer deutschen Sprache . Reicht die bildungspolitische Verantwortung immer nur für eine Wahlperiode ? Schlimm für immer mehr Kinder , die in bildungsfernen Schichten ohne elterliche Hilfe alleine dastehen . Dagegen steht ein geförderter Bildungsdünkel und lässt Gymnasien und UNIs auf ein künftiges Akademikerproletariat hin überquellen , derweil Werkbänke für anspruchsvolle handwerkliche und andere gut bezahlte Berufe leer bleiben . Es muss in der BRD eine einheitliche Bildungsstruktur her und auch in unseren Köpfen selbst gehört asozialer Müll ausgesondert .

  • 101 Anna Elisa 12.10.2018, 13:52 Uhr

    Unsere 42-jährige Nachbarin, gelernte Kinderarzthelferin, selber 2 Kinder (13 + 10 Jahre) hat einige Seminare und Kurse besucht. Seit Beginn des neuen Schuljahres übernimmt sie die persönliche Betreuung eines Inklusionskindes in der Grundschule an zwei Vormittagen in der Woche. Als Hilfskraft kann sie dem Kind bei allen anfallenden Tätigkeiten in der Schule zur Seite stehen und dadurch die Lehrerin entlasten. An den anderen drei Vormittagen ist eine andere Hilfskraft da. Ich finde diese Möglichkeit sehr gut.

  • 100 Dirk 12.10.2018, 13:50 Uhr

    In einem Gespräch bekannte neulich eine ältere Lehrerin, dass sie heute diesen Beruf nicht mehr ergreifen würde! (Nicht „Job“, denn einen „Job“ erledigt man für Geld, während „Beruf“ etwas mit Berufung zu tun hat, oder zumindest zu tun haben sollte!) Nach d. 68er-Doktrin antiautoritär(un)erzogene Jugendliche ranzen d. Lehrer(innen) oft auf der Nase herum, und wie ich selbst v. verschiedensten Seiten gehört habe, stören v.a.(!) Jungen muslimischer Herkunft oft d. Unterricht, mobben Mitschüler(innen) u. Lehrer(innen) u. zocken deutsche Schüler(innen) ab! Aus Furcht vor v. linksgrünliberalen Mainstreammedien gern vorgebrachten – haltlosen – Rassismusvorwürfen mit Sanktionsforderungen verschweigen Lehrer(innen) u. Schulen – und diese Medien – dies weitgehend. Bassam Tibi, Basler Zeitung, 30.01.2018:„Wo Muslime in d. Mehrheit sind, unterdrücken sie hemmungslos d. Minderheiten anderer Religionen, diskriminieren sie u. schweigen hierüber. Wer d. beanstandet, wird d. Islamophobie bezichtigt.“

  • 99 Nicht-Mainstream 12.10.2018, 13:50 Uhr

    Was wir von Lehrern lernen können: Sie sollen unsere Kinder zu mündigen Bürgern erziehen. Das heißt u. a., dass Schüler ihre Meinung (zunächst) einmal äußern dürfen, sei sie auch noch so abstrus. Von persönlichen Beleidigungen abgesehen, sollte in einer Bildungseinrichtung der Grundsatz, nicht die Gefühle anderer zu verletzen, nicht das primäre Kriterium sein („Ihr habt kein Recht darauf, dass eure Gefühle nicht verletzt werden“, C. Rice, US-Professorin). Nur so lernt man Offenheit und Toleranz. Es wäre schön, wenn die WDR5-Redaktion ein wenig davon verinnerlichen könnte…

    Antworten (1)
    • Für unsere Kinder : Eltern u n d Schule Hand in Hand 12.10.2018, 13:56 Uhr

      Die hast das Elternhaus vergessen ! Was sollen die leisten ? Oder geht es immer nur um " die anderen ? "

  • 98 Jörg Pohlmann 12.10.2018, 13:49 Uhr

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  • 97 Beasty 12.10.2018, 13:48 Uhr

    In Grundschulen herrscht ein totaler Lehrermangel. Mag sein , was läuft falsch ? Ich denke die Deutschen sterben aus . Wo kommen plötzlich so viele Kinder her ? - Können die Verantwortlichen nicht zählen oder stecken sie einfach den Kopf in den Sand. - Als Grundschullehrer braucht man m.E. keine Hochschulausbildung. Selbst in der Mittelstufe der Hauptschule waren gute Lehrer ohne Studium vorhanden. Auf der Berufsschule und Fachoberschule waren es teils Meister und und dann auch Studiendirektoren.

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    • Jochen Schmidt 12.10.2018, 13:53 Uhr

      So viele Kinder plötzlich ist ein reines Massenmigrationsproblem seit 2015. Sobald 98 % dieser Migranten wieder abgeschoben worden sind, besteht dann wieder eine arbeitslose Lehrerschwemme.