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Thomas Cook – Staatshilfe bei Reisepleite?

Ein Werbeposter von Thomas Cook mit einem Flugzeug

Thomas Cook – Staatshilfe bei Reisepleite?

Die Pleite von Thomas Cook hat weitere Folgen: Betroffene Kunden sollen ihr Geld zurückbekommen – vom Staat, aus Steuergeldern. Ist das in Ordnung? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Das Geld aus der Versicherung des insolventen Unternehmens reicht nicht aus, um alle Ansprüche zu bedienen. Nun springt der Staat ein, de facto also der Steuerzahler. Noch ist unklar, wann das Geld gezahlt werden soll. Der Versicherer des Reiseveranstalters, die Zurich Gruppe Deutschland, zahlt 110 Millionen Euro. Die Forderungen der Kunden belaufen sich nach Schätzungen aber auf zwischen 300 und 500 Millionen Euro. Wie hoch die Summe ist, für die der Staat aufkommen wird, kann noch niemand sagen.

Nötig wird das Einspringen des Staates, weil die Versicherungsunternehmen einen Deckel für die Haftung verhandelt haben. Oppositionspolitiker warfen der Regierung vor, die Reisekonzerne mit der Begrenzung der Haftungssumme bevorzugt behandelt zu haben. Dafür müsse sie jetzt geradestehen.

Was meinen Sie? Soll der Staat verhinderten Urlaubern unter die Arme greifen? Oder ist Urlaub Privatsache, eine Buchung ein persönliches Risiko? Soll der Steuerzahler für geplatzte Urlaube aufkommen? Müssten sich die Reiseunternehmen anders aufstellen? Wie kann man verhindern, dass sich eine solche Pleite wiederholt?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Johannes Fechner, Bundestagsabgeordneter der SPD, Experte für Recht & Verbraucherschutz

Redaktion: Dirk Müller

Thomas Cook – Staatshilfe bei Reisepleite?

WDR 5 Tagesgespräch 12.12.2019 45:19 Min. Verfügbar bis 11.12.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

195 Kommentare

  • 195 Anonym 12.12.2019, 13:59 Uhr

    wieso konnte Frankreich und Italien seine Urlauber komplett versichern ?

  • 194 Anonym 12.12.2019, 13:59 Uhr

    Danke Regierung, ich kann jetzt einen neuen Urlaub buchen.

  • 193 Karina 12.12.2019, 13:55 Uhr

    so sehr ich die Freude der geprellten Thomas Cook Kunden nachvollziehen kann, so sehr stimme ich doch den Anrufern zu, die die Großzügige Bundesregierung kritisieren: Sie kann mit dem Geld der Steuerzahler leicht großzügig sein ! Natürlich war es ein unverzeihlicher Fehler, der Versicherungs- und Reisewirtschaft so entgegenzukommen und die Richtlinien der EU zu missachten ! Eigentlich müsste der Politiker haften, der für diese falsche Entscheidung verantwortlich zeichnet. Wie wäre es, eine entsprechende Pflicht-Haftpflichtversicherung für alle Abgeordneten einzuführen?! Dauernd den armen Steuerzahler für Fehler von Abgeordneten haften zu lassen , Beispiel Autobahn-Maut, ist unerträglich! Zumindestens hätte die Entschädigung nur zum Teil und nur für die Reisenden gewährt werden dürfen, die sich keine zweite Reise im nächsten Jahr leisten könnten !

  • 192 Fundierter Gast 12.12.2019, 13:53 Uhr

    In der Sendung war heute ein fachkundiger Gast. Man musste ihm nur zuhören. Eingebettet war es in diplomatischen Politiksprech. Und, wie er selbstironisch zugab, hatte er auch seine Werbeblöcke. Er war da für die rechtliche und politische Beurteilung des Themas. Auch mit den Informationen, wie es zur gedeckelten Absicherung gekommen sein soll. Mit den Klimaschutz- und CO2-Themen ist er überfallen worden. Dazu konnte und wollte er nichts sagen. Mit der EU-Richtlinen-widrigen Deckelung der Absicherung hätte er mehr gegrillt werden müssen.

  • 191 Nora H. 12.12.2019, 13:48 Uhr

    Seit Monaten läuft eine Kampagne gegen das Fliegen aus Klimaschutzgründen (ausgenommen sind Politiker) und jetzt wird ausgerechnet diese Klimasünde, die so angeprangert und "bepreist" werden soll, mit Steuergeldern subventioniert. Verstehe, wer will und kann....

    Antworten (1)
    • Karina 12.12.2019, 13:56 Uhr

      Sie haben völlig recht !

  • 190 Mir 12.12.2019, 13:46 Uhr

    zeigt dieses gesamte Vorgehen eigentlich nur auf, wie degeneriert man hier schon ist im Bezug auf das, was wirklich wichtig wäre zu lösen und das was tatsächlich angegangen wird. Eigentlich müsste auch spätestens jetzt jeder, der im Dieselskandal oder auf irgend eine andere Art in dieser Richtung geschädigt wurde toben. Wenn schon, denn schon - dann bitte auch für alles andere, was da zu verantworten wäre Farbe bekennen und die eigentlich Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen - und zwar voll. Das wäre richtig und fair. So aber macht man es sich wieder auf dem Buckel der Steuerzahler bequem und nimmt alle in die Pflicht, die gar nichts dafür können. So schafft man allenfalls noch mehr Ungerechtigkeit. WER macht solche Gesetze und WEM nützen sie? Dem Einzelnen sicherlich nicht! Profitieren tun hier auch nicht die Entschädigten - das ist nur Makulatur; in Wirklichkeit profitieren hier ganz andere!

  • 189 Bernd 12.12.2019, 13:45 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 188 Anonym 12.12.2019, 13:44 Uhr

    Wann wird dieser GROKO-Regierung und endlich der GAR-AUS gemacht??? Die SPD will nur aus dem Grunde in der Regierung bleiben, um arbeitende Menschen zu schröpfen! Das soziale Gerede dieses sogenannten SPD-Regierungsanteil (mittlerweile zur Splitterpartei EXPANDIERT, ist offensichtlich nur der Grund, um die gutbezahlten Posten in der Regierung zu behalten, also Eigennutz! Schämen sollen die sich! Sie wundern sich immer darüber, wie die Menschen zu immer härterer Kritik sich hinreißen lassen, ist steigerungsfähig!

    Antworten (4)
    • Elli 12.12.2019, 13:51 Uhr

      Wenn es den Politikern mit der Kritik der Bürger zu heftig wird, dann wird einfach wieder die Na...-Keule rausgeholt. Und ruhig ist es im Karton/Land.

    • A. Voelker 12.12.2019, 13:52 Uhr

      Nicht nur arbeitende Menschen werden geschöpft, mittlerweile auch Rentner - allen die kurz über dem Existenzminimum liegen, greift dieser nimmersatte Staat in die Tasche.

    • Ich wäre 12.12.2019, 13:54 Uhr

      auch ganz stark dafür, der GroKo endlich ein Ende zu setzen. Das bringt alles nichts mehr und kostet nur zu viel vom falschen. Wir bezahlen alles drei mal und kommen doch immer mehr auf den absteigenden Ast. Die SPD könnte sich jetzt ein rotes Röckchen verdienen, wenn sie dem endlich ein Ende machen würde. Dazu ist man jedoch anscheinend entweder zu feige oder es geht uns allen noch nicht dreckig genug.

    • Die SPD 12.12.2019, 13:56 Uhr

      ist nur noch eine miese Karrikatur ihrer selbst. Sozusagen ein Kalauer, über den keiner mehr lachen kann.

  • 187 Anna Elisa 12.12.2019, 13:38 Uhr

    Ich bin schon dafür, dass man jeden durch Fremdverschulden (Pleite vom Reiseveranstalter oder Fluglinie) im Ausland gestrandeten deutschen Urlauber auf Staatskosten nach Hause holt. Aber, wenn das im voraus gezahlte Geld futsch ist, sehe ich das als persönliches Risiko. Bei vielen Firmenpleiten in Deutschland gibt es Betroffene, die vom Insolvenzverwalter nur einen Bruchteil ihrer Forderungen bekommen und dadurch in Geldnot geraten. Nur weil keine europ. Richtlinien umgesetzt wurden, müssen wir zahlen. Thomas Cook hat das Geld im voraus eingesackt und seine Gläubiger (vor allem Hotels) nach der Saison bezahlt, also ein Riesenloch geschaffen. Wo ist das Geld geblieben, vielleicht gibt es sogar Luftbuchungen, wir haben keine Kontrolle!!!! Unser Staat wird immer mehr zum Selbstbedienungsladen.

  • 186 Eberhardt Dommer 12.12.2019, 13:36 Uhr

    Ich bin empört darüber, dass die Bundesregierung verkündet, in die Bresche springen zu wollen und die Deckung der restlichen Schäden zu übernehmen - das sind unsere Steuergelder, die ausgegeben werden. Und wofür? Leider kam das in Ihrer Sendung nicht zur Sprache: die Politik hat jahrelang die Warnungen ignoriert, dass die gesetzlichen Absicherungen bei diesem Massentourismus nicht ausreichen. Sie hat sich dabei von den Lobbyisten am Nasenring durch den Bundestag führen lassen, hat sogar einen Antrag der Grünen in dieser Hinsicht im Bundestag abgelehnt - und da war der Herr Fechner (SPD) doch wohl auch dabei. Die jetzige Bereitwilligkeit der Politik zur Zahlung dient lediglich dazu zu kaschieren, dass wider besseres Wissen die Haftungsgrenzen nicht erhöht wurden Als Steuerzahler stehen wir jetzt für dieses politische Versagen grade. Weiter empört mich die Anspruchsmentalität verschiedener Wortmeldungen. Dazu kann ich nur sagen: Pech gehabt - das ist das normale Lebensrisiko.

  • 185 FFF & BGE ! 12.12.2019, 13:36 Uhr

    Offenbar gehört auch das zu Merkels Klimapäckchen, umwelt- und klima-schädigendes Verhalten zu subventionieren. Und die nächste Groko-Halligalli-Mannschaft an verhinderten AIDA-Kreuzfahrtschifflern wartet sicher auch schon in den Startlöchern, mal eben in die Steuerkassen rein zu grreifen.

    Antworten (1)
    • Harald Möller 12.12.2019, 13:58 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)