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Brauchen wir einen Hitzeplan?

Ein Thermometer zeigt heiße Temperaturen an, im Hintergrund die gleißende Sonne

Brauchen wir einen Hitzeplan?

38 Grad und keine Linderung in Sicht – die Hitze hat NRW im Griff. Sommer wie dieser könnten künftig die Regel sein. Müssen wir uns besser wappnen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Hitze drückt. In den Städten bleiben die Temperaturen auch nachts hoch, der Schlaf fällt schwer. Körperliche Tätigkeiten im Freien – nahezu unmöglich. Mancherorts wird das Trinkwasser rationiert. Ein ganz normaler Sommer also. Ganz normal? Hitzesommer wie dieser, verbunden mit schweren Unwettern, könnten in den kommenden Jahren zur Regel werden. Schäden an den Wäldern nehmen zu, auch die wirtschaftlichen Schäden steigen.

Um Deutschland besser für Hitzewellen zu wappnen, fordert Grünen-Chef Robert Habeck einen Hitzeplan zum Schutz der Gesundheit. Ein 800 Millionen Euro schweres Förderprogramm soll die Einrichtung von Grünflächen, Grün an Gebäuden und Frischluftschneisen fördern, für Schatten sorgen und öffentliche Wasserspender in den Städten finanzieren, erklärte Habeck. Dazu brauche Deutschland ein einheitliches, gestuftes Hitzewarnsystem. Der Wissenschaftler Mojib Latif fordert von der Politik sinnvolle Regulierungen zum Schutze der Umwelt. Diese könnten auch eine wirtschaftliche Weiterentwicklung ermöglichen.

Was halten Sie von Habecks Forderung? Welche Aufgaben sehen Sie für die Politik? Wie gehen Sie mit der Hitze um? Haben Sie selber einen Hitzeplan? Machen Sie etwas an Ihrem Haus, an Ihrem Garten? Wie können Städte hitzefest gemacht werden? Wie können Ernten und Wälder geschützt werden? Wie beugen wir Wasserknappheit vor? Wie kann man Risikogruppen schützen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Mojib Latif, Meteorologe und Klimaforscher

Redaktion: Ulrich Horstmann und Moritz Folk

Brauchen wir einen Hitzeplan?

WDR 5 Tagesgespräch 12.08.2020 45:28 Min. Verfügbar bis 12.08.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

165 Kommentare

  • 165 Erd-Mars 12.08.2020, 13:59 Uhr

    Mehr Wachstum bedeutet mehr Umwelt- und Klimaschaden, ganz egal, ob das nun ein grünes oder schwarz-rotes Wachstum ist. Und daher richten auch noch so viele Staatssubventionen in noch mehr Forstwirtschaftsstaffeln nichts gegen Borkenkäfer & Co. aus. Stattdessen sollten sich die Grünen besser mal für den Ausstieg aus dieser umwelt- und klima-schädigenden Wachstumsteufelsspirale einsetzen. Deshalb braucht Deutschland nicht in die Steinzeit zurückversetzt werden. Sondern wenn wir lediglich das Erreichte sichern würden, statt nach immer mehr zu greifen, würde das Umwelt, Natur, Erdressourcen und Klima in einen Bereich bringen, in dem all das regenerierbar wäre. Beispiel: Statt die ganze Welt mit immer mehr SUV´s voll zu produzieren, könnte ganz einfach nach der Cuba-Methode der bereits vorhandene Autobestand weiter genutzt, nutzungsqualitätsverbessert und repariert werden.

  • 164 In der Hitze der Nacht 12.08.2020, 13:59 Uhr

    Erst wenn die populistischen Hitzköpfe kalte Füße bekommen, dann dürfen auch alle anderen erkennen, dass sich sich auch das soziale Klima gewandelt hat und Onkel Toms Hütte als nachhaltige Lösung wieder ganz groß rauskommt.

  • 163 Simone I. 12.08.2020, 13:58 Uhr

    Die Macher stoßen an ihre Grenzen. Woher Grün, wenn es nicht regnet. Der Denkfehler beim "Klimaprogramm" ist, dass, wenn es menschengemachte Schäden gibt, wir das Gesamt der Erdschäden reparieren könnten. Die 'Philosophen' des Anthropozän sind nur die Kehrseite der menschlichen Wirtschaftshybris. 'Apokalypse' unkten 2 Hörer. Haben sie die Apokalypse denn gelesen? Nein, sie halten sie für ein altes Märchen. Dabei steht z. B. in Apk. 18 m. E. die Wallstreet beschrieben.

  • 162 Hitzeplan der Einheizer 12.08.2020, 13:58 Uhr

    Da mit den Hitzewellen sowohl das Wasser als auch die Kühlung der Wohn- und Arbeitsfläche eine immer wichtigere Rolle spielen wird, sollten nachhaltige Lösungen entwickelt werden, die gleichzeitig im Sinne der freiheitlichen demokratischen Grundordnung auch sozial verträglich sind. Denn wenn diese Lösungen durch den politischen Populismus weiterhin auf die gängigen Marktmechanismen abgeschoben werden, dann wird sich hier die verfassungsfeindliche Alternative aus den bereits national befreiten Zonen auf ganz Deutschland ausbreiten. Und dann wird die Umwelt nach den hergebrachten Grundsätzen der gleicheren Rechte für die Elite wieder so nachhaltig geschützt, dass nur noch jene Menschen einen Schluck sauberes Wasser bekommen, die es sich durch ihre opportunistische Leistungsbereitschaft verdient haben. Alle anderen müssen dann verstärkt mit Spirituosen ihren Geist von der Last der Zukunftsangst befreien, weil das in der Hitze abgestandene Wasser durch Kontaminierung ungenießbar sein wird.

  • 161 Martin Weidner 12.08.2020, 13:57 Uhr

    die Klimakatastrophe bestimmt usneren alltag immer mehr.Noch stören Enteausfälle ncht gbesonders, evtl. durchleicht hähern Preis. man wid est aufwaxhen, wenn es zu spät ist.

  • 160 Erd-Mars 12.08.2020, 13:56 Uhr

    Was das Wirtschaftswachstum wirklich wert ist, sieht man an dessem steten Produzenten-ruinösen Preisverfall bis hin zu dessen notgedrungener Produkte-Verschenkung an die Tafeln. Also weg mit dem Wachstum ! Dann klappt´s auch mit Umwelt, Klima & Zukunft für die Menschheit.

  • 159 kleinesRädchen 12.08.2020, 13:54 Uhr

    Solarenergie in unseren Breiten, im KOMMEN! Unsere Denker finden bestimmt einen Weg, die Sommerhitze noch besser uind effektiver zu speichern. Passen qwir uns dem Globus an. Die globale Erwärmung durch uns Menschenmuss aufhören und...Bäume pflanzen auf Deubel komm 'raus! Das Klima braucht uns nicht...wir aber das Klima! Die Gletscher- und Polschmelze kann einem Angst machen.....da brauchts keinen Schwarzseher...Wenn die Atmosphäre eines Tages dünner und dünner wird...DANN ist es definitiv zu spät! Wir müssen der Natuir Hilfe leisten und nicht das Gegenteil!

  • 158 Alina Domann 12.08.2020, 13:53 Uhr

    Der medial präsente Klimaforscher Mojib Latif gab Daten an ,als vermeindlicher Beweis, für eine menschenverusachte Heißzeit. Aber heiße Sommer in Deutschland waren früher völlig normal und die Menschen haben sich darauf gefreut, auch wenn es einigen Nörglern schon immer zu heiß war. Am Ende der kleinen Eiszeit, darin befinden wir uns, sind Hitzesommer völlig normal. Für viele ältere Bürger und Zeitzeugen waren kalte verregnete Sommer die Ausnahme Dennoch wurden diese Ausnahmen medial genutzt. Als es in Deutschland noch oppertun war eine neue Eiszeit alarmistisch zu propagieren, hat Mojib Latif im ZDF verkündet, „Gemittelt über die nächsten 20 Jahre gehen wir davon aus, dass es eher kälter sein wird." Deshalb sind Experten immer kritisch zu hinterfragen. Die sagen manchmal das eine und manchmal da Gegenteil davon....

  • 157 Karina 12.08.2020, 13:47 Uhr

    ja, unbedingt brauchen wir einen Hitzeplan, der automatisch in Kraft tritt, wenn an mehreren Tagen nacheinander betimmte Temperaturen, z.B. 28-30 Grad, überschritten werden. In Frankreich gibt es so einen Plan schon längst!

  • 156 bezgl. 104 12.08.2020, 13:45 Uhr

    Q.E.D.

  • 155 P und S 12.08.2020, 13:44 Uhr

    Sommer 1959 als Kind erlebt .Der Möhnesee ,war trocken so wie andere Stauseen ! Die Wasserwerke verteilten mir ihren Tankwagen ,pro Haushalt 2 Eimer Wasser ( 10 Liter Zinkeimer ) So etwas nenne ich Wassernotstand .

    Antworten (1)
    • Hinweisgeber 12.08.2020, 13:54 Uhr

      Also stimmt es nicht, was der Latif zu der einen Anruferin aus Schlesien sagte, die von heißen Hundstagen in ihrer Jugend sprach, daß es die Hitze nur weiter östlich in kontinentalen Lagen gab.