Live hören
ARD Infonacht
23.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Ein Passant geht an der Zentrale von Uniper vorbei

Gaskrise – Ihre Fragen und Meinungen zur Energiepolitik

Gasimporteur Uniper wird verstaatlicht, die Gasumlage soll trotzdem kommen und die Gasspeicher sind voll. Was sind Ihre Fragen zum Umgang mit der Gaskrise? Und was ist ihre Meinung? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Nun ist es offiziell: Der Bund übernimmt Deutschlands größten Gasimporteur Uniper. Wie das Unternehmen in Düsseldorf gestern mitteilte, haben der Energiekonzern, der bisherige Uniper-Mehrheitseigentümer Fortum und die Bundesregierung eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Durch die Verstaatlichung übernimmt der Bund nun 99 Prozent der Uniper-Aktien. Der Gas-Großhändler und -Lieferant war aufgrund des russischen Gas-Lieferstopps in finanzielle Schieflage geraten. Denn das fehlende Gas musste das Unternehmen seitdem zu hohen Preisen auf dem Gasmarkt kaufen.

Mit der Uniper-Übernahme kommt nun auch neuer Schwung in die Debatte um die Gasumlage – die alle Gasnutzer künftig in Höhe von rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde zahlen sollen. Schließlich ist deren Ziel, Gas-Importeure zu unterstützen, die wegen der hohen Preise in Schwierigkeiten geraten. Trotz der Verstaatlichung von Deutschlands größtem Gasimporteur will die Bundesregierung vorerst an der Gasumlage festhalten, wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch mitteilte. Diese sei als Brücke notwendig, um die Finanzsolidität von Uniper sicherzustellen. Die Union hingegen forderte erneut, die Gasumlage abzuschaffen. Für die FDP ist die Umlage überhaupt nicht strittig, sondern Fakt. Habeck bewegt sich dazwischen: Ob die Umlage nach der Verstaatlichung von Uniper noch verfassungskonform erhoben werden könne, sei eine berechtigte Frage. Dies werde gerade geprüft.

Die Vorsorge für den kommenden Winter hingegen läuft offenbar besser als gedacht: Die deutschen Gasspeicher sind inzwischen zu mehr als 90 Prozent gefüllt – trotz ausbleibender Lieferungen aus Russland.

Wie blicken Sie auf die derzeitige Gas-Situation – und den Umgang der Politik damit? Welche Fragen haben Sie dazu? Welche Maßnahmen können Sie nachvollziehen – welche nicht? Was sagen Sie zur Verstaatlichung von Uniper? Verstehen Sie, dass die Bundesregierung trotzdem vorerst an der Gasumlage festhalten will?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).

Gast: Jörg Marksteiner, WDR-Wirtschaftsredaktion

Redaktion: Ulrich Horstmann und Jessica Eisermann

Gaskrise – Ihre Fragen und Meinungen zur Energiepolitik

WDR 5 Tagesgespräch 22.09.2022 45:31 Min. Verfügbar bis 22.09.2023 WDR 5


Download