Live hören
Jetzt läuft: Fado von Milky Chance

Mit Abstand Essen gehen: Ein Stück Normalität?

Corona-Hinweiszettel auf dem Tisch

Mit Abstand Essen gehen: Ein Stück Normalität?

1,50 Meter Abstand zwischen den Tischen, Speisekarten werden nach jedem Gebrauch gereinigt, Kellner tragen Mundschutz. Seit zwei Wochen dürfen Restaurants wieder öffnen, unter Auflagen. Wie fühlt sich das an? Diskutieren Sie mit im WDR5-Tagesgespräch!

Ein wenig Erleichterung für die Gastronomie, die wochenlang nur Essen zum Mitnehmen verkaufen durfte: Die Menschen in NRW dürfen seit zwei Wochen wieder Essen gehen. Einen schönen Abend mit Freunden, sich am Wochenende etwas gönnen: Die Lockerung könnte endlich ein wenig mehr Lebensqualität für die Gäste ermöglichen. Normalität herrscht in den Restaurants aber längst noch nicht. Strenge Regeln sollen das Risiko, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, so weit wie möglich senken. Masken für die Kellner*innen, Abstände zwischen den Tischen, an denen nur Personen aus höchsten zwei verschiedenen Haushalten sitzen dürfen, und die Eintragung in Namenslisten sind vorgeschrieben.

Die Gastronomie hofft, den wirtschaftlichen Einbruch der vergangenen Wochen zumindest ein wenig bremsen zu können. Hotels und Gaststätten verzeichnen eine Halbierung der Umsätze im März im Vergleich zum Vorjahr und rund 76 Prozent weniger Beschäftigte. Doch die Auflagen setzen den Erwartungen enge Grenzen. Weniger Tische, um die Abstände einhalten zu können, und die Verunsicherung der Gäste dürften den Umsatz weiterhin drücken, warnt etwa der Gaststättenverband Dehoga. Eine Pleitewelle drohe. Der Verband fordert staatliche Hilfen für die Wirt*innen. Die wünschen sich zunächst mehr Platz für ihre Außengastronomie. So ließen sich mehr Gäste bewirten, trotz Abstand.

Haben Sie schon Erfahrungen gemacht? Vielleicht gerade gestern am Feiertag? Wie fühlt sich das Ausgehen an? Wie wichtig ist Ihnen der Restaurantbesuch? Ist das ein richtiger Schritt in Richtung Normalität? Lohnt sich der Aufwand für die Wirt*innen? Wie geht es dem Personal mit den neuen Regeln?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Isabell Mura, Geschäftsführerin Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten Südwestfalen

Redaktion: Dirk Müller und Gundi Große

Mit Abstand Essen gehen: ein Stück Normalität?

WDR 5 Tagesgespräch 22.05.2020 44:47 Min. Verfügbar bis 22.05.2021 WDR 5

Download

Kommentare zum Thema

76 Kommentare

  • 76 Andreas Kalbitz 22.05.2020, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 75 Anonym 22.05.2020, 13:57 Uhr

    Ich gehe ins Restaurant. Weiß nur noch nicht, ib ich Ente Kotau oder das Obey-Steak bestelle.

  • 74 Millowitsch 22.05.2020, 13:47 Uhr

    Für viele Gastronomen bedeutet die Wiedereröffnung iher Gaststätte eine tägliche Zitterpartie, die jeden Abend mit den Worten ihr Ende findet: "Junge, Junge, heut ist es nochmal gut gegangen ! Aber mir graut schon vor morgen. Denn da könnte bereits alles verloren sein."

  • 73 Rainer Niehaus 22.05.2020, 13:39 Uhr

    Viele Gastronomen kaufen nun zur Gewinnspannenerhöhung das zu Schleuderpreisen aus Covid-19 infizierten Schlachthöfen stammende Billigfleisch auf, aber müssen darauf achten, daß dieses Fleisch doppelt so lang durchgebraten werden muß als Normalfleisch, um alle Coronaviren abzutöten. Hellhörig sollten diesbezüglich Gäste werden, wenn derlei Speisen mit "Trüffelgeschmack" angepriesen werden. Denn derlei Covid-19 belastetes Fleisch schmeckt leicht schimmelpilzig.

    Antworten (1)
    • Martin R. 22.05.2020, 13:52 Uhr

      Ich habe doch einige Zweifel, dass dieses Fleisch ungeprüft in Verkehr gebracht werden darf.

  • 72 Traudel Wimmer 22.05.2020, 13:33 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 71 Anna Elisa 22.05.2020, 13:31 Uhr

    Die Gastronomie hat schon immer auf hohem hygienischen Niveau für unsere Bürger Essen und Trinken bereitgestellt. Sie können sich keine Infekte, z.B. Magen-Darm (Norovirus u.a.) und jetzt Corona leisten. Deshalb hätte ich da keine Bedenken, aber mein Mann ist an der Lunge operiert und geht nirgends hin. Unsere Kinder haben meinem Mann zum Vatertag eine Tüte mit 1 kg frischen Spargel, 1 gutes Schweinefilet, 400 g frische Champignons, Soße Hollandaise, mitgebracht und das habe ich heute zum Mittagessen gekocht und gebraten. Und es war superlecker und *aus deutschen Landen frisch auf den Tisch*. Habe den Kindern noch ein Foto geschickt. Sonst gibt es oft zu besonderen Anlässen Restaurant-Gutscheine zum Essen, Trinken oder Frühstücken. Wir werden noch warten, was diese Öffnung bringt, ob die Fallzahlen sich wieder erhöhen und eine zweite Welle kommt, bevor wir uns mehr in die Öffentlichkeit und auch in Gaststätten wagen.

  • 70 Martin R. 22.05.2020, 13:31 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 69 Thomas Stada 22.05.2020, 13:27 Uhr

    Das 1,50 m Abstandsgebot bietet nur bei Kurzzeitkontakten einen relativen Infektionsschutz, wie z.B. im Supermarkt. Aber in Restaurants sind 1,50 m Abstand nur eine Lachnummer und Augenwischerei. Denn da können Virenaerosole stundenlang auf die Gäste einwirken und so einen Abstand durch Luftzirkulation leicht überwinden. Die Viren-Einwirkungszeit als das wichtigste Infektionsparameter läßt somit das RKI völlig unbeachtet. Denn während das Immunsystem einen Viren-Kurzzeitkontakt unbeschadet übersteht, ist ein Virenlangzeitkontakt, wie er in Gaststätten vorkommt, sehr infektionswahrscheinlich.

  • 68 Martin R. 22.05.2020, 13:19 Uhr

    Achtung Satire: Es kommt noch soweit und in Restaurants wird Gemüse und Kartoffeln in Desinfektionsmitteln gekocht. Guten Appetit!

    Antworten (1)
    • Gerd Volkers 22.05.2020, 13:30 Uhr

      Auch Konservierungsmittel von Kaliumnitrit bis Benzalkoniumchlorid sind Desinfektionsmittel. Und davon wird in der Gastronomie reichlich Gebrauch gemacht. Auch damit die Speisen länger als früher halten und wiederaufgewärmt werden können, falls sich mal ein Gast ins Wirtshaus verirrt.

  • 67 Thomas Brinkmann 22.05.2020, 13:18 Uhr

    Viele Restaurants haben gepolsterte Stühle, in die Coronaviren tief eindringen können. Wie werden solche Sitzmöbel desinfiziert ?

    Antworten (2)
    • Tipp 22.05.2020, 13:30 Uhr

      Nicht direkt daran riechen und einatmen. Informieren Sie sich einmal über die Übertragungswege, bevor Sie sinnlose Desinfektionsorgien fordern. Ich habe dazu heute schon einiges eingestellt.

    • Martin R. 22.05.2020, 13:37 Uhr

      Wenn die Viren tief ins Polster eingedrungen sind, dann bleiben sie auch dort. Meines Wissens sind Viren keine Krabbeltierchen. Und ein mit Rachenschleim vollgespeiter Restaurantstuhl wurde auch bisher schon ausgetauscht und grundgereinigt.

  • 66 Traudel Wimmer 22.05.2020, 13:15 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)