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Klimanotstand – Was rettet die Städte?

Münster, Prinzipalmarkt

Klimanotstand – Was rettet die Städte?

Konstanz rief als erste deutsche Stadt den Klimanotstand aus. Heute stimmt der Rat der Stadt Münster darüber ab, ob die Stadt ebenfalls den Klimanotstand ausruft. Bringt das was für das Klima? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Es ist eine Forderung von Initiativen wie Fridays for Future. Dadurch wird der menschengemachte Klimawandel anerkannt, sagen Initiatoren. Klimaprojekten wird Priorität eingeräumt und alle öffentlichen Projekte werden auf ihre Klimawirkung hin überprüft. International sind Los Angeles, Basel und Vancouver Vorreiter. In Deutschland machte Konstanz im Mai den Anfang. In Nordrhein-Westfalen folgte Herford, mit Kiel ist auch eine Landeshauptstadt dem Beispiel gefolgt. Heute (22.05.2019) entscheidet der Rat der Stadt Münster über das Ausrufen des Klimanotstands.

Der Klimanotstand ist im rechtlichen Sinne kein "Notstand", er hat zunächst symbolische Wirkung. In Konstanz sind daraufhin aber auch konkrete Schritte geplant: Die städtischen Betriebe sollen in Zukunft berichten, inwieweit sie zum Klimaschutz beitragen, und ein Mobilitätsmanager soll sich um das Verkehrsproblem in der Innenstadt kümmern.

Was würde das Ausrufen des Klimanotstands in Münster bringen? Wie können die nordrhein-westfälischen Städte klimafreundlicher gestaltet werden? Woran hapert es, dass Fahrradverkehr und öffentlicher Personennahverkehr gegenüber dem Autoverkehr nur so langsam Bedeutung erhalten? Könnten autofreie Innenstädte oder eine City-Maut den Städten Entlastung bringen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Prof. Fr. Mojib Latif, Klimaforscher, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Redaktion: Jessica Eisermann und Regina Tanne

Klimanotstand - Was rettet die Städte?

WDR 5 Tagesgespräch 22.05.2019 43:35 Min. Verfügbar bis 21.05.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

156 Kommentare

  • 156 MarcoM 22.05.2019, 13:59 Uhr

    Der heutige Studiogast, Herr Prof. Latif, ist ja seit Oktober 2017 Präsident des Club of Rome Deutschland. Clube of Rome - 1968 gegründet, "Die Grenzen des Wachstums" 1972 veröffentlicht. In den 70er Jahren dann der erste Versuch der Etablierung einer Klimaweltuntergangsreligion. Damals warnten uns die Wissenschaftler allerdings vor genau dem Gegenteil: einer neuen Eiszeit. Weil es damal ein kurze Phase einer kleinen Abkühlung gab. Als diese endete, war es mit dem ersten Versuch der Etablierung einer Klimareligion dann auch vorbei. Für den 2. Anlauf hat man sich wohl mehr Zeit gelassen und ist "gründlicher" vorgegangen. Club of Rome könnte man auch so übersetzen: Den Kapitalismus weiter laufen zu lassen, so wie er ist.

  • 154 Klimatische Sterbehilfe 22.05.2019, 13:58 Uhr

    Durch die Ausrufung des symbolischen Klimanotstands wird Klimaprojekten bestimmt keine rechtliche und schon gar keine wirtschaftliche Priorität eingeräumt, sondern das geltende Recht und die wirtschaftliche Vorteilsnahme werden weiterhin für jene konserviert, für die nur entscheidend ist, was hinten für sie dabei rauskommt und die sich auch nur daher einen fähigen Rechtsbeistand noch leisten können. Denn das Klima hat ebenso wenig eine wirksame und zahlungsfähige Lobby wie die aussterbenden und bereits ausgestorbenen Arten, und sie alle zusammen haben natürlich auch keinen Anspruch auf Rechtsberatungs- und Prozesskostenhilfe.

  • 153 Martha Cecilie Rommel 22.05.2019, 13:57 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 152 IPCC + Latif 22.05.2019, 13:56 Uhr

    Dem IPCC geht’s wie Latif: - Sie zetern ohne Pause. - Doch die Klimageister, die man rief, - die bleiben wohl zu Hause…

  • 151 Bernhard Grzimek 22.05.2019, 13:56 Uhr

    , der Urvater des heutigen Tier- und Umweltschutzes, gab schon in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts resigniert auf. Weil sich menschliche Dummheit und Gier leider nicht ausrotten lässt.

    Antworten (1)
    • Historie 22.05.2019, 13:57 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 150 Sonnenfreundin 22.05.2019, 13:55 Uhr

    Warum wird in der BRD die Photovoltaik nicht intensiver gefördert? Sie ist ein wichtiger Teil der alternativen Energien und hat keine negativen Nebeneffekte, wie die Windenergie (teure Windräder, Verspachtelung der Landschaft, tödliche Gefahr für Vögel usw.). Die große Konkurrenz von China kann nicht der alleinige Grund sein für die Nichtunterstützung der Solarindustrie, denn diese gibt auf sehr vielen Wirtschaftsbereichen. In Sachsen steht in Freiberg eine moderne inovative Solarfabrik, wo auch tolle Forschung stattfand. Sie musste geschlossen werden, weil die Regierung kein Interesse hatte. In China hingegen wurden mit großer staatlicher Unterstützung riesige Kapazitäten aufgebaut. Das war ein großer Fehler und müsste unbedingt neu aufgerollt werden!

  • 147 Martin R. 22.05.2019, 13:52 Uhr

    Warum hört man eigentlich kaum etwas von Projekten, die überschüssigen Nachtstrom der Offshore-Windparks für Elektrolyse nutzen und mit dem gewonnenen Wasserstoff CO² zu Methan reduzieren? Dies könnte in das bundesweit bereits existierende Erdgasnetz eingespeist werden oder in Kavernen, die es schon gibt, gespeichert werden. Stattdessen zahlen wir den Betreibern der Windkraftwerke den Verdienstausfall, weil ihr Potenzial nicht verwertet werden kann.

  • 145 Charlotte von Hindenburg 22.05.2019, 13:48 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 143 B. Kockmann 22.05.2019, 13:43 Uhr

    Prof. Latif, Sven Plöger, Herr Schwanke und viele andere haben die mittlere globale Temperatur durch den natürlichen Treibhauseffekt mit 15° Celsius angegeben. 15° Celsius ist also die "optimale" Temperatur der Erde. Die höchste Temperatur wurde aber im Jahr 2016 mit 14,8° Celsius gemessen. Meine Frage: Wo bleibt da die Katastrophe?

    Antworten (2)
    • Grüner Traum 22.05.2019, 13:47 Uhr

      keine Angst, die kommt schon noch... Bald... also spätestens 2020 ist es zu spät, um sie aufzuhalten... sagte der IPCC 2007... Mittlerweile scheuen sie sich davor, konkrete Zahlen anzugeben. Warum wohl?

    • Martin Weidner 22.05.2019, 13:54 Uhr

      Typisch für Verschwörungstheoretiker, mit absoluten Temperaturzahlen zu jonglieren, das ist nämlich nicht sachgerecht, seriös ist es, von den Unterscheiden zu früher zu reden. Bitte informieren Sie sich seriös!

  • 141 Die Moderation 22.05.2019, 13:42 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 140 Anonym 22.05.2019, 13:41 Uhr

    Die Geschäfte müssen alle aus den Innenstädten raus und schon ist nicht nur das Verkehrsproblem gelöst.