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"King of Pop" – Trennen Sie Kunst vom Künstler?

Eine Frau betrachtet ein Gemälde von Michael Jackson mit Engelsflügeln, der einen Teufel besiegt zu haben scheint.

"King of Pop" – Trennen Sie Kunst vom Künstler?

Die Bundeskunsthalle eröffnet eine Ausstellung zu Michael Jacksons Einfluss auf die bildende Kunst. Das befeuert erneut die Diskussion, wie man mit Künstlern umgeht, gegen die es Missbrauchsvorwürfe gibt. Wie erleben Sie das? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Darf man die Musik von Michael Jackson oder R. Kelly noch unbeschwert hören? Filme von oder mit Kevin Spacey, Woody Allen oder Harvey Weinstein genießen? Das sind fünf Beispiele für Künstler beziehungsweise Produzenten, gegen die es Vorwürfe wegen sexueller Gewalt gibt. Die Diskussion um Missbrauchsvorwürfe gegen den "King of Pop" Michael Jackson ist neu entbrannt, seit der US-amerikanische Bezahlsender HBO seinen Doku-Film "Leaving Neverland" Anfang März ausstrahlte. In Deutschland soll die zweiteilige Doku im Free-TV Anfang April auf Pro7 zu sehen sein. Die Doku zeigt die Geschichte von zwei Männern, die nach eigenen Angaben als Kinder Opfer von sexuellen Übergriffen durch Michael Jackson wurden.

Neu sind die Vorwürfe nicht. Schon zu Lebzeiten war der "King of Pop" mehrfach mit dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen konfrontiert. In einem Fall gab es eine außergerichtliche Einigung. In einem anderen einen Freispruch für den Musiker. Das heißt: Bewiesen sind die Vorwürfe gegen Michael Jackson nicht. Die Familie des vor zehn Jahren verstorbenen Künstlers will den Sender HBO auf 100 Millionen Dollar Schadensersatz verklagen.

In der Bonner Bundeskunsthalle startet am 22. März die Ausstellung "Michael Jackson: On the Wall".  Rein Wolfs, der Intendant der Bundeskunsthalle glaubt, dass viele Blicke und viele Erwartungen in Bezug auf die Ausstellung jetzt anders seien.

Lassen sich Kunst und Künstler voneinander trennen? Was denken Sie: Darf oder muss man die Kunst losgelöst vom Künstler wahrnehmen? Geht das überhaupt? Hören Sie die Musik von Michael Jackson und R. Kelly jetzt anders? Wie umgehen mit der Kunst von diesen Künstlern?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.


Gast: Prof. Dr. Hubert Minkenberg, Musikwissenschaftler, Hochschule Düsseldorf

Redaktion: Julia Lührs und Jessica Eisermann

"King of Pop" – Trennen Sie Kunst vom Künstler?

WDR 5 Tagesgespräch 22.03.2019 45:18 Min. WDR 5

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Kommentare zum Thema

98 Kommentare

  • 98 Uschi 22.03.2019, 13:59 Uhr

    Michael Jackson wäre heute etwas älter, wenn er noch leben würde. So aber ist er länger tot als die heutige Kunst über ihn.

  • 97 Gemeinsam getrennt 22.03.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 96 GEZanke im Museum 22.03.2019, 13:57 Uhr

    "Beuyss war Bordfunker!" tja, der sah das ganze Kunst-Akademiegedöns daher auch aus der "Kampffliegerperspektive"..unten das profane, Nicht-Professorale, seiner "Kunst" unwürdige profane, aber Eintrittzahlende Museumstempelbesucherpack.. gaanz klein in Ameisengröße, nur mit der Lupe zu "genießen" und darauf ..ließ er seine Fetteckenaction "bombardieren". Anmerkung, als Kunststudent - nein, nicht beim Beuys in Düsseldorf, habe ich die "Beweggründe" für die Beus'che Agitation ein wenig hinterfragt und seine "Gesellschaftskritik" als solche - in der damaligen Adenauer Ära, mit einem FDP Chef E. Mende m i t Ritterkreuz (original + Adolf-Widmung..) umgehängt auf'm Frack, auf jedem größeren Politempfang der "Haute-Volaute", sprich: PRESSEBALL + Diplomatenempfang des Auswärtigen Amtes, der Industrieverbände, der Bankenaufsicht, usw. als verständlich, nachempfunden.B. fühlte diese BRD und ihre, immer noch im Wesen "tiefbraune"=Kack-Farbe, vieler Politiker, Militärs, widerlich..klebrig.FETT

  • 95 Gerda 22.03.2019, 13:57 Uhr

    Was unterscheidet Michael Jackson von einem Affen ?: Der Affe macht nicht so viel Lärm um sein Untalent zu singen.

  • 94 Traudel Wimmer 22.03.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 93 DeSoto 22.03.2019, 13:55 Uhr

    Das Thriller (Gruselgeschichte) das meistverkaufte Album ist und man nicht mitbekam, dass es ernst gemeint war, spricht für das geringe Gespür der Mehrheitsgesellschaft. Auch seine weiß behandschuhten Gesten zu seinem Schritt waren wohl eindeutigere Signale, als man sich zugestehen wollte. Kunst darf angeblich alles, nur im Gegensatz zum Hofnarren alter Zeiten will sie überflüssiger Weise auch noch ernst genommen werden. Denn bisher ging der Mainstream davon aus, dass die „bösen Buben“ nur ihre Bosheit spielen. Bei so manchen Horror-Film-Regisseur kann man mittlerweile auch seine Zweifel bekommen! Dass dann karriere- und geldgeile Mummys ihre Kids noch zu ihm ins Bett schickten und nun die naive Unschuld spielen setzt dem Ganzen die Krone auf. Wir müssen generell lernen, wieder wirklich kritisch zu sein, gerade gegenüber dem „Mainstream!

  • 92 Charlotte von Hindenburg 22.03.2019, 13:50 Uhr

    Schweinerei ! Gut, daß Michael Jackson so eine Sauerei nicht mehr miterleben muß.

  • 91 Paul Harwey 22.03.2019, 13:49 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 90 Charlotte von Hindenburg 22.03.2019, 13:46 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 89 Medien-Auswirkung 22.03.2019, 13:44 Uhr

    Frauen begehen auch sexuellen Kindesmissbrauch. In den frauenpopulistischen Medien mit feministischen Personal (Framing, ARD Manual) wird immer nur von Männern als Täter gesprochen. Die letzte Anruferin hat die permanenten Fehlinformationen der Medien so wiedergegeben. Sie sprach nur von Missbrauch durch Männer. Journalistische Sorgfalt ist sachgerecht zu berichten, und nicht ideologisch (feministisch + frauenpopulistisch) und mainstreammäßig, den sie selber herstellen. Man muss sich nicht nur für ausgewogen halten, man muss es machen.

  • 88 Ignaz-Denket um! 22.03.2019, 13:41 Uhr

    Ich trenne keine Kunst vom Künstler. Ich trenne wahre, wirkliche Kunst, die von Innen, von der Seele, also von Gott kommt und Pseudo-Kunst, die oberflächlich, dümmlich ist, vom Kopf und nicht vom Herzen ist. Ich schreibe aus eigener Erfahrung, ich war über 30 Jahre als Antiquitätenhändler tätig und habe sehr viele schöne, oft auch nur ganz einfache Kunstwerke in den Händen gehabt und noch mehr gesehen. Es waren aber auch sehr viele Pseudokunstwerke aus mehren Jahrhunderten dabei. Ich selbst habe oft Arbeiten geschaffen, die aus der Seele kamen, sie waren für mich immer kleine und es waren auch große Wunder dabei. Wirkliche wahre Kunst kann ein Mensch nur mit den Augen der Seele erkennen und lieben und nicht wenn jemand das einem eingeredet wird. Zu Michael Jacksons Musik habe ich keinen Zugang, meine Zeit waren die 60er und die 70er, in den 80er kam die seriöse anspruchsvollere Musik in mein Leben, beides ist in Ordnung, alles hat seine Zeit.