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Nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg

Wahlplakate zur Landtagswahl hängen in Brandenburg

Nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg

Wahldebakel abgewendet! Alarmsignal! In Sachsen und Brandenburg wurden neue Landesparlamente gewählt. Das Echo auf die Wahlergebnisse: Zwischen entsetzt und erleichtert. Was sagen Sie dazu? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Mehr als fünf Millionen Bürger in Sachsen und Brandenburg waren am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – und damit über ihre neuen Landtage zu entscheiden. Die Wahlbeteiligung war hoch, mehr als 60 Prozent sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg. Besonders die AfD konnte Nichtwähler mobilisieren, ihnen gaben sie am häufigsten ihre Stimme.

Stärkste Kraft in den beiden Bundesländern wurde aber jeweils eine der alten Parteien. In Sachsen siegte die CDU mit 32,1 Prozent, in Brandenburg konnte sich die SPD mit 26,2 Prozent behaupten. Beide Parteien verloren aber in erheblichen Maße an Stimmen, während die AfD auftrumpfen konnte mit 27,5 bzw. 23,5 Prozent wurde sie jeweils zweitstärkste Kraft. Zugewinne konnten auch die Grünen erzielen, allerdings nicht so stark wie erhofft. Die Linke musste hingegen auch erhebliche Verluste hinnehmen.

Die Koalitionsbildung wird sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg schwierig: Weder die rot-rote Regierung in Potsdam noch die schwarz-rote Koalition in Dresden bekamen eine Mehrheit. AfD Chef Gauland sieht seine Partei auf der "Erfolgsstraße". Er zeigt  sich grundsätzlich offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU, spricht gar von einer konservativen Mehrheit in der sächsischen Bevölkerung. Die anderen Parteien in den beiden Bundesländern lehnen allerdings eine Zusammenarbeit mit der AfD auf allen Ebenen strikt ab.

Was sagen Sie zum Wahlergebnis? Sind Sie beunruhigt, oder haben Sie das Ergebnis genauso so erwartetet? Was bedeuten die Wahlergebnisse für die beiden Bundesländer? Glauben Sie, dass das ein typisches "Ost- Ergebnis" ist? Wie sollte die Politik jetzt reagieren? Halten Sie es für richtig die AfD auszuschließen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Prof. Dr. Hans Vorländer, Politikwissenschaftler an der TU Dresden

Redaktion: Gundi Grosse und Gerald Beyrodt

Nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg

WDR 5 Tagesgespräch 02.09.2019 44:43 Min. Verfügbar bis 01.09.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

132 Kommentare

  • 132 Albert Dreistein 02.09.2019, 13:59 Uhr

    Es waren auch diesmal wieder viele interessante Kommentare zum BGE in diesem Gästebuch zum heutigen Thema mit dabei, die aufzeigen, daß heute keine Partei mehr ohne BGE auf dem Schirm und in ihrem Parteiprogramm Politk machen sollte, wenn sie denn Politik für die Bürger machen und Probleme lösen will, anstatt nur Klientel-Politik für Wenige. Ganz besonders haben mir diesbezüglich die Kommentare Nr. 14, 24, 116 und 119 gefallen, die allesamt schon einen gewaltigen Schritt der CDU, SPD und AfD voraus sind. Und so zeigt das alles auch auf, was wirklich alle Parteien unter einen Hut bringen würde, mämlich der kleinste gemeinsame Nenner und derzeit noch fehlenden Grundbaustein der Gesellschaft: Das BGE.

  • 131 Tom Schmidt 02.09.2019, 13:59 Uhr

    In Sachsen haben 60% CDU oder noch konservativer gewählt. Wenn es zu einer Regierung käme, bei der die 8%-Grünen mit ins Boot kommen, wär das schlicht Wähler-Verar...... . Das kann man nicht ernsthaft Demokratie nennen.

  • 130 MarcoM 02.09.2019, 13:59 Uhr

    Mich hätte ja mal interessiert, was der Studiogast und Regierungsfähigkeit versteht. Voll auf Linie des herrschenden Etablishments, genauso wie die Altparteien? (Hier zeigt sich wohl wieder eindrucksvoll, was Chomsky wie folgt zum Ausdruck brachte: "Die allermeisten Intellektuellen sind Diener der Macht.") Und dann noch das obligatorische "einfache Antworten auf komplexe Probleme"... Jau! Z.B. die einfache Antwort auf das hochkomplexe System Klima: Der Mensch und sein CO2 sind schuld... LOL!

  • 129 Dirk 02.09.2019, 13:59 Uhr

    Angesichts der Richtungsvorgabe der vom Zeitgeist der 68er-Gesellschaftsrevolutionäre beeinflussten etablierten Parteien (der d. Legalisierung d. mittlerweile mehreren Mio. Morde an ungeborenen Kindern forderte, um seitdem d. ungebremste Zuwanderung fremder Völker als „alternativlos“ zu propagieren, um jedes Volksempfinden zu zerstören, u. den Sturz d. Ehe u. Familie betreibt, auch mittels Zwangsunterrichtung der schamverletzenden u. bindungsunfähig machenden Gender-Ideologie an Grundschulen) die mit der d. Kalergi-Plan umsetzenden Flüchtlings- u. Migrationspolitik die neue Weltordnung vorbereiten, deren Ziele im „NWO-Plan zur Zerstörung der Staaten“ nachlesbar ist, kann man guten Gewissens auch als Christ nur d. AfD wählen, weil sie sich als einzige bedeutende Partei all dem entschieden widersetzt! Deshalb wird sie als auch von allen d. 68er Zeitgeist verinnerlichten Parteien, Medien usw. vielfältig diffamiert u. als unwählbar dargestellt, damit der Weg zur NWO nicht aufgehalten wird

  • 128 JoLa 02.09.2019, 13:58 Uhr

    Das von mir erwartete Ergebnis ist eingetroffen. Auch wenn von vielen Medien der enorme Zuwachs der AfD- Wähler gern Kleingeräte wird, da die etablierten Parteien noch die knappe Mehrheit in den Landtagen haben, ist diese Wahl m.E. eine Zäsur in der deutschen Politik. Die Groko in Bund hat abgewirtschaftet und die Entscheidungen von Merkel und Co., vor allem in der Flüchtlingspolitik fallen dieser Politik jetzt auf die Füße. Dazu kommt die moralische und auch materielle Diskriminierung vieler Ostdeutscher( und Westler), die trotz jahrzehntelanger Arbeit in D oft nicht besser gestellt werden als Migranten und Flüchtlinge aus kulturfremden Ländern, die bei uns nichts eingebracht haben und primär vom Sozialsystem leben. Das kann nicht gut gehen!

  • 127 Im Osten nichts Neues 02.09.2019, 13:58 Uhr

    Obwohl die Renten im Osten 17% höher sind als im Westen, wird im Osten trotzdem weiter auf höchstem Niveau gejammert, dass die Lebensleistung der Ostdeutschen vom feindlichen Westen nicht hoch genug anerkannt wird. Also kann es sich bei dieser vom Westen so renitent ignorierten Lebensleistung, auf die die Ostdeutschen anscheinend so stolz sind, nur noch um den einstigen Antifaschistischen Schutzwall und den Schießbefehl handeln, um das höherwertige sozialistische System im Allgemeinen und die Überlegenheit des sozialistisch und auch national reineren Menschen im Besonderen vor der Besudelung durch die völkisch deutlich stärker durchmischten westlichen Büttel der kapitalistischen Umvolkung zu schützen. Da nicht nur der Schutz vor dieser Umvolkung das wichtigste Thema der AfD ist, das sie von den etablierten Parteien unterscheidet, sondern auch die Nutzung verfassungsfeindlicher Mittel für diesen „heiligen“ Zweck, können die Etablierten gegen die AfD im Osten kaum noch Wahlen gewinnen!

  • 126 Anna Elisa 02.09.2019, 13:52 Uhr

    Im Osten Deutschlands wurde demokratisch gewählt. Natürlich gibt es immer noch die Enttäuschten und Verlierer. Die Bürger dort haben längst erkannt, dass eigene persönliche Anstrengungen auch die wirtschaftliche Lage verbessern können. Der Staat ist nicht für alles verantwortlich, wie in einer Diktatur, er stellt nur die Rahmenbedingungen. Und die sind im Osten manchmal unzumutbar. Auch wird hier in DE auf hohem Niveau gejammert. Fragen Sie mal USA-Bürger, wie es mit Urlaub, Krankengeld, Mutterschutz, Elternzeit und Rente in Amerika aussieht, sehr bescheiden. Ja, und ich freue mich immer noch, das der Osten Deutschlands zu uns gehört, dass es die Wiedervereinigung gab, ein ganz klitzekleines Zeitfenster in einer langen Geschichte - Dank an Gorbatschow.

  • 125 Tom Schmidt 02.09.2019, 13:52 Uhr

    In Brandenburg können Union und SPD eine Regierungsmehrheit zusammenbringen, indem sie die Freien Wähler mit ins Boot nehmen. Das wär eine richtig ausgewogene Mitte-Regierung. Rot-Grün-Rot ist überflüssig. Diese Möglichkeit wird aber in allen Wahlanalysen in den Medien komplett übergangen; es sollen wohl unbedingt die Grünen in die Mitregierung gedrückt werden.

  • 124 Ignaz-Denket um! 02.09.2019, 13:51 Uhr

    Auch bei diesen Wahlen entfernte sich die Politik wieder ein Stück mehr von den Menschen. Es ist schon merkwürdig, wie weit weg die Politik von den Bürgern ist und doch so nah an der Geldbörse. Ich frage mir auch, wo die guten Politiker hingehen. Die CDU und die SPD bekommt immer weniger Stimmen und die guten Politiker werden auch immer weniger, es bleiben nur unfähige Politiker/innen übrig. Wo sind sie ? Zu welcher Partei wandern sie ab oder gibt es sie nicht mehr. Ich sehe sie nirgends nur Masken, wie ein Udo Jürgens ess so schön besingt.

  • 123 Konrad 02.09.2019, 13:50 Uhr

    Die Aussagen von ihrem Gesprächspartner waren vielfach unqualifiziert und nicht nachvollziehbar. ( Danke WDR, dass Sie deswegen oft nachgefragt haben!)Wie kann er z.B. eine, von einer Vielzahl von Menschen gewählte Partei als nicht reif zum Regieren bezeichnen? Oder von einer Infantilisierung im Osten sprechen? Warum hat der WDR nicht Prof. Patzelt von der Uni Dresden eingeladen, der als Politikwissenschaftler immer versuchte die Menschen im Osten zu verstehen und objektive Erklärungen zu liefern. Es wurde berichtet, dass dieser anerkannte Wissenschaftler weggemobbt worden ist.

  • 122 Anonym 02.09.2019, 13:48 Uhr

    Etablierte Parteien verlieren immer mehr Wähler an die AFD, sie genießen kein Vertrauen und sind inkompetent, Aufgaben zu lösen. Quote und sich mit sich selbst beschäftigen, reicht nicht. Ihr jahrelanges Versprechen, wir haben verstanden, reichte ihnen noch einmal, knapp. Der Wähler hat diese Elite durchschaut – im Osten, wie im Westen! Sie lassen die Gesetze durch Lobbyisten und Beratungsfirmen schreiben, sie betrügen die Wähler um sich an die Macht zu putschen. EU-Wahl. Gewählter Kandidat Weber wird durch Ursula Von der Leyen ausgetauscht, um sie vor der Verantwortung ihrer Hinterlassenschaft (BW) zu entziehen! Welch ein Vertrauensmissbrauch. Pro und Contra in den Parteien, um der besten Lösungen muss wieder her. Merkels CDU hat die SPD überflüssig gemacht und somit diese notwendigen Debatten unterdrückt. Die SPD scheint es immer noch nicht zu merken. Die AFD wächst und wächst …… Quote, ist kein Indiz für Kompetenz und Vertrauen!!!