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Einmal Onlineshoppen und zurück

Online-Shopping Kleidung

Einmal Onlineshoppen und zurück

Jede sechste Bestellung schicken Internet-Käufer zurück, das haben Wirtschaftswissenschaftler der Universität Bamberg ermittelt. Ökonomisch und ökologisch ein Wahnsinn - aber praktisch ist es! Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Im vergangenen Jahr wurden 280 Millionen Pakete und 487 Millionen Artikel zurückgeschickt. Bei Kleidung und Schuhen geht sogar fast die Hälfte der Pakete zurück an den Absender. Ein retournierter Artikel verursacht Kosten in Höhe von rund elf Euro, eine Retourensendung mit mehreren Artikeln gar fast 20 Euro. Die Gesamtkosten schätzen die Wirtschaftswissenschaftler auf 5,46 Milliarden Euro.

Auch die Umwelt leidet, denn die Retouren belasten das Klima. 238.000 Tonnen CO2 im vergangenen Jahr, so viel wie täglich 2.200 Autofahrten von Hamburg nach Moskau.

Die Rücksendung wird den Kunden in Deutschland leicht gemacht. Oft ist sie kostenlos, und die Waren müssen nicht schon beim Empfang bezahlt werden, was in anderen europäischen Ländern häufig der Fall ist.

Wie halten Sie es mit dem Onlineshoppen? Was kaufen Sie und wann senden Sie wieder zurück? Halten Sie es für richtig, dass online gekaufte Waren kostenlos zurückgesandt werden können, oder könnten Sie sich da auch strengere Regeln vorstellen? Vermissen Sie womöglich bei Ihrem Händler vor Ort die Kulanz die der Online-Handel Ihnen bietet?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Carmen Schenkel, Geschäftsführerin des Emotionsforschungsinstitut "September GmbH"

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic und Gerald Beyrodt

Einmal Onlineshoppen und zurück

WDR 5 Tagesgespräch 02.05.2019 44:56 Min. WDR 5

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Kommentare zum Thema

104 Kommentare

  • 104 Alberto Sanbastoni 02.05.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 103 DeSoto 02.05.2019, 13:57 Uhr

    Der Gesetzgeber hätte das ganz leicht im Griff, wenn er auf Online-Handel 25-30% Mehrwertsteuer aufschlagen würde. Er könnte sie einfach als Ökosteueraufschlag definieren, schließlich ist die Minerelölsteuer, heute Energiesteuer auch höher als der Regelsatz der Mehrwertsteuer. Wo ein Wille ist auch ein weg, nur der Staat kommt seinen Reglungsaufgaben nicht nach.

  • 102 CO2 durch gludernde Lot 02.05.2019, 13:54 Uhr

    Die Relativierung der Ökobilanz der Gästin bei ihrem Vergleich von Onlineshopping und persönlichem Kauf im nächstgelegenen Einzelhandel, nämlich dass es für alles Statistiken gibt und daher nur solche glaubwürdig sind, die man selbst gefälscht hat, ist unseriös. Wenn ich ein bestimmtes Produkt im Onlinehandel bestelle und von Paketdiensten erhalte, deren Fahrzeuge hier an 6 Tagen in der Woche vorbeikommen, dann entsteht die Zusatzemission lediglich durch das Anhalten und Ausliefern des bestellten Artikels. Daher ist diese Relativierung nur zulässig, wenn an dem Tag meiner Selbstabholung mangels ÖPV-Anbindung im eigenen Auto für alle Fahrzeuge der Zulieferer der Weg bis zu meiner Lieferadresse gesperrt wird. Diese Selbstabholung müsste dann allerdings nicht nur bei den Zulieferern beantragt, sondern mir müsste auch das Privileg eingeräumt werden, dass an dem Tag meines persönlichen Erscheinens im lokalen Einzelhandel alle Räder der Zulieferfahrzeuge still zu stehen haben.

  • 101 Der schlechte Service 02.05.2019, 13:49 Uhr

    bzw. gänzlich fehlende Service im Laden verführt dazu, immer mehr online zu kaufen. Versuchen Sie heute z.B. einmal, telefonisch Etwas zu bestellen um wenigstens einen Weg zu sparen. Entweder ist tagelang besetzt (bzw. heimlich ausgehängt), die Mailbox eingeschaltet oder eine Warteschleife laufend, bei der man sich die Beine in den Bauch steht und vergeblich auf eine Reaktion wartet. Nachdem man entnervt sämtliche Zahlen der Tastatur mittels Comutersprache-Anleitung gedrückt hat. Allein nur diese unnütz vertane Zeit sparen Viele verständlicherweise durch online-shopping.

    Antworten (1)
    • DeSoto 02.05.2019, 13:59 Uhr

      ich dachte Sie seien im Laden, was haben sie dann für Telefonprobleme ???

  • 100 Alberto Sanbastoni 02.05.2019, 13:46 Uhr

    Der Regionalhandel hat nur dann eine Überlebenschance, wenn er seine heutige Feindseligkeit gegenüber dem Onlinehandel aufgibt und stattdessen eine Symbiose mit dem Onlinehandel bildet. Das beide verbindende Element heißt: FREIES PAKETSHOP-System, an dem sich künftig jeder Regionalhändler mit beteiligen kann. Dadurch erhält der Regionalhändler nicht nur ein 2. Standbein, sondern auch kostenlose Marktforschung. Das bedeutet: Die Kunden bestellen erstmal ihre Waren im Onlinehandel und später dann hat der Regionalhändler selber gängige Artikel in seinem Sortiment, sodaß der Kunde sich die Paketschickerei ersparen kann. Mein FREIES PAKETSHOP-System funktioniert nach dem Shop-im-ShopSystem wie z.B. bei Westlotto. Es kann sich also jeder Händler dran flächenabdeckend beteiligen vom Kiosk, Kneipe, Supermarkt bis zur Apotheke.

  • 99 Silke Lang 02.05.2019, 13:38 Uhr

    Die AGENDA 2010 verursacht Geld- und Zeitnot. Die logischen Folgen: Die Bürger meiden den zeit- und kostenaufwendigen Regionalhandel und holen sich lieber die Waren billig aus dem Netz. Und bei Klamotten und Schuhen ist es zudem so, daß viele Kunden die Waren einmal anziehen und dann ab in die Retoure, Geld rückerstatten lassen und somit Kosten sparen. Es ist an der Zeit für mehr Zeit und finanzielle Grundsicherheit. Zeit für´s Bedingungslose Grundeinkommen.

    Antworten (1)
    • Martin Weidner 02.05.2019, 13:52 Uhr

      Der Versandhandel ist so billig, weil er Dumpinglöhne bezahlt. Und weil die Kosten (Umwelt, verstopfte Straßen,...) vergesellschaftet werden. Müssten die die realen Kosten tragen, wäre es teuer, online zu kaufen. Und statistisch haben Sie unrecht: Online kaufen machen alle: Auch die Reichen. Ihre Ideologie hat es wohl nötig, dass Sie Fakten ignorieren bzw. verbiegen.

  • 98 Martin Weidner 02.05.2019, 13:37 Uhr

    Nur ein Kommentar, der das BGE als die Lösung schlechthin anpreist und 0 Kommentare, dass Merkel weg muss, weil sie an allem Schuld ist: Dass ich das noch mal erlebe! Wir haben durch unser Verhalten viel in der Hand, niemand ist gezwungen, Trends zu folgen und das zu machen, was alle machen. Aber zu kurz kam alles, was die Politik an Stellschrauben drehen kann und muss. Da war die Sendung zu unpolitisch.

    Antworten (1)
    • Thomas Stada 02.05.2019, 13:51 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 97 Ich finde... 02.05.2019, 13:36 Uhr

    ...es sehr schade, dass die Kinder von heute gar nicht mehr kennen lernen können, wie schön und belebt eine Innenstadt sein kann, wenn sie nicht nur aus den immer gleichen Geschäften besteht, sondern einen bunten Mix aus diversen Fachgeschäften, Bäckereien, Metzgereien und anderen schönen Läden aufweist. Was ich gerne weniger sehen würde, sind all diese 1-€- und andere Billig-Läden. Die verkaufen in der Regel nur billigsten China-Schrott und bereichern die Welt dazu noch mehr mit kurzlebigem Plastikmüll, den eigentlich keiner braucht. Im Internet informiere ich mich oftmals nur, aber ich vermeide es nach Möglichkeit dort kaufen zu müssen.

  • 96 Volker Löhrs 02.05.2019, 13:34 Uhr

    Ich hatte noch nie eine Retoure. Das wäre auch völliger ökonomischer Wahnsinn, weil ich meine Waren mir aus China anliefern lasse. Das dauert zwar 3 Wochen Shipping-Zeit, aber lohnt sich dennoch preislich, zumal alles ohne Lieferkosten aus China hier ankommt. Und bei einer Quote von unter 1 % schadhafter Ware stellt sich gar nicht erst die Frage um eine Retoure nach China. Irgendwie finden auch solche schadhaften Artikel immer bei mir eine Verwendung, und sei es als Ersatzteilelager. Zum Vergleich: Kaufe ich hier bei Conrad Electronics Waren ein, liegt da die reklamierbare Defekt-Quote zum Teil über 40 %. Es liegt also auch ganz wesentlich am Einkauf, ob es zu Retouren kommt.

  • 95 Die richtige Erziehung 02.05.2019, 13:31 Uhr

    der kleinen Kinder wäre das A und O für ein gesundes Konsum-Verhalten in der Jugend oder als Erwachsener. Aber skrupellose und geldgeile Werbestrategen biedern sich schon bei den Kleinsten und ihren Eltern an, indem sie die Kinder-Kleidung mit Wörtern wie "Prinzessin" oder "Prinz" bedrucken. Die so Verwöhnten benehmen sich dann unweigerlich irgendwann auch so. Mit allen Folgen, die sich auch später im online-shopping zeigen. Und die Kinder-Markenkleidung der reicheren Klientel tut dann den noch den Rest allen Übels. Furchtbar!

  • 94 Alberto Sanbastoni 02.05.2019, 13:25 Uhr

    Ich habe nicht umsonst das weltweit anwendbare System der FREIEN PAKETSHOPS mir patentrechlich schützeh lassen, auch wenn die großen Versanddienste wie HERMES, DHL und UPS derzeit noch immer dazu mauern und tief in ihren roten Zahlen weiterhin ihre eigenen Süppchen kochen wollen von DHL-Paketstation, HERMES-Paketrobbi bis UPS-Paketdrohne. Aber all das sind praxisuntaugliche Utopien und haben keinerlei positive Auswirkungen auf den Umwelt- und Klimaschutz und auch nicht auf die bisherigen Paket-Endempfängerprobleme, die diese Versanddienste lediglich problem-verlagern, aber nicht wirklich lösen. Mit meinen FREIEN PAKETSHOPS hingegen lassen sich die Schadstoff-Emissionen und Verkehrsbelastungen der Versanddienste um 87 % senken und Retouren sind dann auch kein Problem mehr. Und das sollte es uns allen wert sein, dieses System zu etablieren.