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21.04 - 07.00 Uhr WDR 5 Philosophie spezial

Diesel-Skandal: Vorfahrt für die Autoindustrie?

Luftaufnahme von weißen und einem roten Audi-Neuwagen in einem Werk in Ingolstadt

Diesel-Skandal: Vorfahrt für die Autoindustrie?

Audi hat offenbar umfassender manipuliert als bislang bekannt. In der Kritik stehen auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und das Bundesverkehrsministerium. Zu Recht? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Nicht nur eine, sondern gleich vier unterschiedliche Abschalteinrichtungen soll der Ingolstädter Autobauer Audi eingesetzt haben – damit seine Dieselautos der Abgasnorm-6 auf dem Prüfstand sauberer sind als im Straßenverkehr. Das geht aus Bescheiden hervor, die das Kraftfahrtbundesamt von Oktober 2017 bis Januar 2018 zum Rückruf der betroffenen Fahrzeuge an die Autohersteller verschickt hat, wie der Bayerische Rundfunk und das Handelsblatt berichten.

Demnach stufte das dem Bundesverkehrsministerium unterstellte KBA lediglich eine der vier Abschalteinrichtungen als unzulässig ein: die sogenannte Aufwärmfunktion. Die anderen drei habe Audi freiwillig entfernen können. Selbst geprüft habe die Behörde die meisten Modelle nicht, sondern sich auf die Angaben des Unternehmens verlassen. Und auch das Bundesverkehrsministerium habe die Öffentlichkeit lediglich über eine der insgesamt vier verbauten Abschalteinrichtungen informiert.

Thema werden die Vorwürfe heute (02.07.2019) auch bei einer Pressekonferenz der Deutschen Umwelthilfe sein – die erneut alarmierende Messwerte von Luxus-Diesel-Limousinen und SUVs festgestellt hat und dem Bundesverkehrsministerium sowie dem KBA vorwirft, die Abgasmanipulationen gedeckt zu haben.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat inzwischen den Umgang des Ministeriums und des Kraftfahrtbundesamts mit dem Autohersteller verteidigt: "Wir haben nie etwas Illegales zugelassen." Das KBA habe alles überprüft. "Das lasse ich nicht zu, dass irgendwer sagt, man hätte sich nicht gekümmert."

Was sagen Sie zu den neuen Vorwürfen? Wie sehen Sie die Rolle des Kraftfahrtbundesamtes? Hat sich das Bundesverkehrsministerium Ihrer Meinung nach richtig verhalten – oder hätte es anders reagieren sollen? Ist es vielleicht auch im Sinne der deutschen Wirtschaft, die Autoindustrie vor noch größerem Schaden zu bewahren?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Arndt Brunnert, Verkehrsexperte WDR
Redaktion: Lioba Werrelmann und Jessica Eisermann

Diesel-Skandal: Vorfahrt für die Autoindustrie?

WDR 5 Tagesgespräch 02.07.2019 45:49 Min. Verfügbar bis 01.07.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

131 Kommentare

  • 131 Martin R. 02.07.2019, 13:57 Uhr

    Vielleicht ist man ja technisch bereits am Ende der Fahnenstange angelangt.

  • 130 Bildung, wirklich Problem 02.07.2019, 13:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 128 Erschreckend 02.07.2019, 13:52 Uhr

    daß AUDI nicht in die Sendung eingeladen wurde und stattdessen nur hinter AUDI´s Rücken hier getuschelt wird.

  • 127 Eine Bitte ... 02.07.2019, 13:51 Uhr

    Diese vielen Kommentare, die unter dem namen "Die Schicklgrubers" abgegeben werden und nicht veröffentlicht werden weil sie gegen die Netiquette verstoßen... am besten auch den Namen nicht zeigen. Schicklgruber hieß der Vater von Hitler. Diesem kranken Hiorn, der hier permanent das Gästebuch zumüllt, sollte vom WDR Einhalt geboten werden. Ähnliches gilt für "A. vom Obersalzberg" und ähnliches

  • 126 Traudel Wimmer 02.07.2019, 13:51 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 125 Karl Theodor 02.07.2019, 13:50 Uhr

    Wir dürfen unsere Automobilindustrie auf keinen Fall abwürgen. Wo sollen denn sonst die Steuergelder für die vielen Flüchtlinge herkommen. Auch die GEZ-Gebühren werden zu einem großen Teil von Arbeitnehmern in der Automobilindustrie erwirtschaftet. Ebenso die Grünen, die gut von den Leistungen der Autoarbeiter leben.

  • 124 Erschreckend 02.07.2019, 13:48 Uhr

    daß manche Leute gleich 2 SUV´s auf einmal fahren !

  • 123 Dirk 02.07.2019, 13:47 Uhr

    Auch d. „Grünen“ sollten sich hierbei zurückhalten, hatte doch ihr damaliger Bundesumweltminister, Jürgen Trittin, selbst wissentlich Abgasmanipulationen v. Autokonzernen verschwiegen, wie auch seine Nachfolger Sigmar Gabriel, Norbert Röttgen u. A. Dobrindt (SPD/CDU/CSU), die sich somit nicht nur d. Betrugs an d. Käufer(innen) mitschuldig machten, sondern auch die Gesundheit d. Bevölkerung (und d. Umwelt) gefährdeten! Gerade die sog. „Grünen“ haben sich spätestens seit ihrer Duldung d. weitergehenden Förderung d. Braunkohle als d. klimaschädlichsten u. energieineffizientesten aller industriell genutzten Energieträger zwecks eigenen Machterhalts in d. vorigen NRW-Regierung als „Klima- u. Umweltschutzpartei“ endgültig unglaubwürdig gemacht u. d. Wähler(innen) betrogen, die sie deswegen gewählt haben! Und die besonders v. ihnen beworbenen E-Autos sind sogar noch wesentlich umweltschädlicher als Benzin- oder Diesel-PKW, siehe ARD-Doku „Kann das Elektroauto die Umwelt retten?“ vom 3.6.2019

  • 121 Gnom 02.07.2019, 13:44 Uhr

    VW, BMW, Daimler Benz, alle können per "Update" ihrer Schummelsoftware, oder wie es das KBA nennt, durch Abschaltung der Service-Erkennung die Stickoxyde reduzieren! Nur, warum tun sie es nicht oder besser, warum musste der Beschiss der Kunden sein wenn es doch auch anders geht? Ja weil erhöhte Verbräuche dem Kunden nicht zu "verkaufen" gewesen wäre! Dazu kommt noch, dass nur der Normalbetrieb, also mit Abschaltung der Adblu-Einspritzung, die Stabilität der Motoren "gesichert" scheint! Ich sehe sie schon, die Frühverendeten auf den Schrottplatzhalden, weil die Benzes und die Audioten keine 100.000 Km mehr störungsfrei erreichen. 65.000 Euro-Leichen pflastern unsere Wege! Deutschland, Autofahrerland? Ja, so war es mal!

  • 117 Erschreckend 02.07.2019, 13:40 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 113 Erschreckend 02.07.2019, 13:34 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)