Retten wir jetzt das Klima?

Kraftwerk Neurath der RWE Power AG E-Werk betrieben mit Braunkohle aus dem Rheinischen Revier

Retten wir jetzt das Klima?

Das Bundeskabinett will an diesem Freitag ein Klimaschutz-Paket beschließen. Parallel dazu streiken weltweit Menschen für das Klima. Rücken wir damit den Klimaschutzzielen näher? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Eine Zulassungsquote für Elektroautos und ein Verbot neuer Ölheizungen ab 2030 soll es geben. Außerdem soll die Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr von 19 auf 7 Prozent sinken. Das sind einige der Maßnahmen, mit denen die Große Koalition den Treibhausgas-Ausstoß Deutschlands bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 senken will.

Mit den geplanten Maßnahmen werden die vereinbarten Klimaschutzziele aber nicht erreicht werden können. Die Lücke soll ein CO2-Preis schließen, der Diesel, Benzin, Heizöl und Kohle verteuern würde. Die Koalitionäre sind noch uneins, wie dieser CO2-Preis sozialverträglich gestaltet werden könnte. Die SPD bevorzugt eine Steuer, die Union zieht einen nationalen Handel mit Emissionszertifikaten vor.

Den Klimaaktivisten, die in vielen Städten weltweit heute auf die Straße gehen, reicht das alles nicht. Die Kerosinsteuerbefreiung bliebe, die Dieselsubvention auch. Wir kommen um Verbote nicht herum, um das Klima zu retten, sagen viele junge Leute. Unterstützt wird die Fridays-for- Future-Bewegung mittlerweile von Eltern, Wissenschaftlern, Verbänden und Hilfsorganisationen.

Welche Rolle spielen für Sie die Klimastreiks? Ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg, um das Klima zu schützen? Wie nötig ist ein Preis für Kohlendioxidausstoß? Wäre eine Steuer besser oder der Handel mit Verschmutzungszertifikaten? Sind Verbote der richtige Weg oder Anreize? Welche Ideen haben Sie?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister

Redaktion: Regina Tanne und Jessica Eisermann

Retten wir jetzt das Klima?

WDR 5 Tagesgespräch 20.09.2019 44:33 Min. Verfügbar bis 19.09.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

180 Kommentare

  • 180 Anonym 20.09.2019, 14:00 Uhr

    Die Klimaerwärmung ist viel zu lukrativ, um außer Lippenbekenntnesse dagegen etwas zu tun

  • 179 Beasty 20.09.2019, 13:59 Uhr

    Ja Herr Töpfer - Genau der Wasserstoff ist toll – oder etwa nicht. Deswegen auch um den Klimareligiösen zu gefallen natürlich sehr ketzerisch dennoch liturgisch. Drum :“Lasset uns nicht beten und glauben sondern denken und rechnen … Amen. H2 Wasserstoff hat den 3 fachen Brennwert von Benzin. Leider in seiner größten Dichte als Flüssigwasserstoff ultrakalt, Dann wiegen 1000 Liter gerade mal 70,8 Kg. 33,3 kWh/kg Benzin mit einer Dichte von 0,78 kg/ Liter 11,4 kWh/ Kg Dann habe ich einen Benzintank mit 50 Litern d.h. 39 Kg Benzin * 11,4 kWh= 444,6 kWh Energie Bei Wasserstoff brauche ich bei gleicher Energie 444,6kWh/33,3 kWh/kg „nur“ 13,35 Kg. Toll sollte man meinen aber das Gewicht von flüssigen Wasserstoff belegt ein Volumen von 190 Litern Tank also fast 4 mal größer im Volumen dabei noch besonders isoliert. Ist aber besser als der Lithium Akku mit seinen Umweltproblemen.

  • 178 Gerd SR/ Wassereimer 20.09.2019, 13:59 Uhr

    eine Weltklima-Wälder- &Weltrettungs-Bewegung und ihre massenmedialen Anpeitscher, die angesichts millionenfachen BAUM-STERBENS keine Kräfte für die BEWÄSSERUNG mobilisierung, diskreditiert sich selber !

  • 177 Tom Schmidt 20.09.2019, 13:59 Uhr

    CO2-Zertifikate kommen nur soviel in den Handel, dass die CO2-Menge der in Paris vereinbarten Limitierung entspricht. Bei einer CO2-Steuer kann, wer bereit ist zu zahlen, beliebig viel emittieren. Es gibt keine Obergrenze! Untauglich!

  • 176 Albert Dreistein I. 20.09.2019, 13:59 Uhr

    Da Motzerei und Dampfplauderei beim notwendigen Umwelt-, Natur-, Erdressourcen- und Klimaschutz niemanden weiterbringen und von all dem die Politik nur zu Halbgaren und letztendlich nur zu unnützen und auf Zeit spielenden Mogelpackungen getrieben wird wie beim "Klimaschutzpaket" der Bundesregierung leicht erkennbar, habe ich hier mal aus dem Gästebuch ein paar interessante und weiterführende Kommentare der Nummern 1, 11, 16, 27 43, 93 und 110 heraus gefiltert, die der Politik eine gute Hilfe bieten, künftig eine bessere und nachhaltigere Umwelt- und Klimaschutzpolitik zu machen als heute. Denn die Zeit drängt und wir können uns nicht länger all die bisherigen Irrungen und Wirrungen der Politik leisten, sondern brauchen endlich Klarheit und Durchblick für einen erfolgreichen Umwelt- und Klimaschutz. In diesem Sinne Allen ein schönes Wochenende.

  • 175 Dirk 20.09.2019, 13:58 Uhr

    Die Trugschluss, die Gender-verwirrten „Grünen“ wären „die Klimaretter“, zeigt sich schon in d. Duldung der pharisäerhaft „Klima- u. Naturschutz“ predigenden „Grünen“ der weitergehenden Förderung d. Braunkohle (d. klimaschädlichsten u. energieineffizientesten aller industriell genutzten Energieträger) zwecks Erhalts d. vorigen rot-grünen NRW-Regierung – nachdem schon ihr ehem. Bundesumweltminister Jürgen Trittin wie auch später S. Gabriel u. N. Röttgen (SPD/CDU) wissentlich Autoabgasmanipulationen verschwieg u. so Umwelt- u. Gesundheitsschäden in Kauf nahm – jedoch kam ihnen der zufällig(?) kurz vor d. richtungweisenden EU-Wahl aufgekommene Klima-Hype zupass, der das wichtigste Thema, die Flüchtlingsproblematik, verdrängte. So verdecken sie, „…dass wir, d.h. die Grüne Bewegung, einen Kulturentwurf anstreben, in dem das Töten eines Waldes verächtlicher u. verbrecherischer gewertet wird als d. Verkaufen von Kindern in asiatische Bordelle.”(Curt Amery, Zeitschrift „Natur”, 12/1982, S.42)

  • 174 Weltretter! 20.09.2019, 13:58 Uhr

    @Mods - zum Kommentar 137: Das stimmt doch gar nicht! Es herrscht ein wissenschaftlicher konsens, dass Kinder zu viel CO2 verursachen. Und jede sinnvolle Maßnahme, dass weniger (deutsche) Kinder beboren werden ist ein sinnvoller Beitrag zur Rettung des Klimas.

  • 173 Redaktion = Lügner! 20.09.2019, 13:57 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 172 Apokalyptische Grillparty 20.09.2019, 13:57 Uhr

    Nicht das Klima muss gerettet werden, sondern der menschliche Verstand, denn es wird auf dieser Erde immer irgendein Klima geben. Aber der menschliche Verstand scheint eine höchst bedrohte Art zu sein - ganz im Gegensatz zu den virtuell oder als Hologramm zur einzigen Wahrheit hochgejubelten alternativen Fakten. So könnte es am Ende des Humanbefalls dieses Planeten nur noch populistische Klimaleugner, Freunde der Waffenlobby und Genossen der Bosse und Eliten geben, die als letzte Vertreter der Trockennasenprimaten natürlich nicht energiesparend das Licht ausmachen, sondern die in einer Abschlussgala menschlichen Größenwahns und mithilfe von BILD, BamS und Glotze ein großes Feuerwerk anzünden werden, wie es die Erde noch nicht gesehen hat, um unerwünschte, ihre Rendite hemmenden Inhalte in den "sozialen" Netzwerken und alle Kritiker ihres geliebten Führerprinzips in einer olympisch aufgemotzten Spartakiade abzufackeln und ihre eher kleinen Würstchen so richtig kross durchzubraten.

  • 171 Gerd SR/ UNWISSEN 20.09.2019, 13:56 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 170 Traudel Wimmer 20.09.2019, 13:56 Uhr

    Wieviele Klima-Demos wird es noch geben ?