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Der Fall Lügde - was nun?

Polizeiabsperrung auf dem Campinpgplatz Lügde

Der Fall Lügde - was nun?

Drei mutmaßliche Täter sitzen in Untersuchungshaft, Beweismittel sind verschwunden, der ehemalige Ermittlungsleiter ist suspendiert. Wie bewerten Sie die Ereignisse in Lügde? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Es ist ein Fall, der ganz Deutschland bewegt: Mittlerweile ist die Rede von mindestens 34 Kindern, die auf einem Campingplatz im Kreis Lippe Opfer schwerer sexueller Gewalt wurden. Das gab Innenminister Herbert Reul (CDU) bekannt. Er räumte zugleich ein, dass es bei den Ermittlungen der Polizei schwere Versäumnisse gegeben habe.

Nicht nur die Polizei, auch die zuständigen Jugendämter stehen massiv in der Kritik. Der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, Tjark Bartels (SPD), hat Fehler des Jugendamtes eingeräumt. Dem Hauptbeschuldigten wurde ein Pflegekind anvertraut, obwohl er unter erkennbar schwierigen Umständen in einem heruntergekommenen Campingwagen lebte. Schon 2016 gab es erste Hinweise, dass dieses Kind Opfer sexueller Gewalt sein könnte, aber sie versandeten bei den zuständigen Stellen. Inzwischen wurde eine weitere Mitarbeiterin des Jugendamtes freigestellt. Sie soll Daten aus einer Akte gelöscht haben.

Wer hat hier versagt: Die Polizei? Die Jugendämter? Die Politik? Wie sind Ihre Erfahrungen mit den Ämtern, die sich um den Schutz von Kindern kümmern sollen? Glauben Sie, dass die Ereignisse in Lügde ein Einzelfall sind - oder kann sich Ähnliches auch anderswo ereignen? Wer muss besser hinschauen, damit Kinder sicher aufwachsen können?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.


Gast: Herbert Reul, CDU, Innenminister von NRW

Redaktion: Julia Lührs und Gerald Beyrodt

Der Fall Lügde - was nun?

WDR 5 Tagesgespräch 20.03.2019 46:26 Min. Verfügbar bis 19.03.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

78 Kommentare

  • 78 Lutz Große 20.03.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 77 Anonym 20.03.2019, 13:58 Uhr

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  • 76 Ulf Lindermann 20.03.2019, 13:58 Uhr

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  • 75 JoLa 20.03.2019, 13:58 Uhr

    Versagen allerorten, von den Mitarbeitern des Jugendamtes in Lügde über die Polizei bis zu den Justizbehörden. Wir sollten aber auch die Eltern der vielen mißbrauchten Kinder nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Hier haben auch viele total die n ihrem Erziehungsauftrag versagt. Vor allem die Alleinerziehende Mutter des Mädchens, dass in die Pflege eines verwahrlosten, asozialen Typs in einem vermüllten Wohnwagen verbracht wurde. Und dies mit Billigung des Jugendamtes. Wie dumm und abgedreht müssen öffentlich Bedienstete sein, um solche katastrophalen Entscheidungen gegen das Kindeswohl zu treffen. Wie ignorant müssen Justiz und Polizeibeamte sein, um so dilettantisch an der Aufklärung zu arbeiten wie geschehen. Ich befürchte nur, dies ist kein Ausrutscher, sondern die Auswirkung unserer von der großen Poltik zusammengestrichenen Jugendämtern und der Polizeibehörden. Dieses wurde in NRW gerade von Rot/ Grün über Jahre praktiziert. Heute jaulen diese Versager am lautesten gegen Reul!

  • 74 Bernd Löhrs 20.03.2019, 13:54 Uhr

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  • 73 WDR-Nettiquette: 20.03.2019, 13:54 Uhr

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  • 72 Ein Drittel Zensur 20.03.2019, 13:53 Uhr

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  • 71 Ulf Lindermann 20.03.2019, 13:48 Uhr

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  • 70 E. Sonnen 20.03.2019, 13:47 Uhr

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  • 69 Warum 20.03.2019, 13:46 Uhr

    wird ein Mensch pädophil? Und warum gibt es heute so viele Pädophile? Diese Fragen habe ich mir schon oft gestellt. Wir müssen die Ursache dieser Neigung finden. Erst dann können wir wirkungsvoller das wirklich furchtbare Thema Missbrauch bekämpfen. Denn Polizeieinsätze sind leider oft erst dann, wenn es schon zu spät ist. Und das Kind zum Opfer wurde. Oder vielleicht sogar tot.

  • 68 Kurt Böhm 20.03.2019, 13:44 Uhr

    Wenn jeder von den Medien beleuchtete Justizfall zum Skandal gerät, dann sind diese prominenten Justizfälle nur die Spitze des Eisbergs in Deutschland. Und man fragt sich dazu, ob so eine Dauer-Inkompetenz nicht zu noch mehr Unrecht führt, als wenn die Justiz ganz abgeschafft würde.

    Antworten (1)
    • Volker Geers 20.03.2019, 13:52 Uhr

      Stimmt ! Und all diese Fälle wie Lüdge lassen tief blicken, was mit Deutschlands Ämtern, Polizei und Justiz los ist.

  • 66 Übersexualisierung 20.03.2019, 13:40 Uhr

    Wir haben heute eine übersexualisierte Gesellschaft, bis hin zu Pornographie und Gewalt. Medial gibt es bald kein anderes Thema mehr. Was sich fatal auf die Menschen auswirkt, auch schon auf Kinder. Ganz zu schweigen auf Triebtäter, die ihre perversen Neigungen ungebremst ausleben können. So schlimm, dass internationale Kinderpornographie-Ringe (mit viel Glück) ausgehoben werden, ein Fass ohne Boden. Vielleicht sollten wir medial zurück zum gesunden (!) Mittelmaß an Erotik, das wäre schon einmal ein Anfang.

  • 65 Michael Schneider 20.03.2019, 13:35 Uhr

    Es gibt in Deutschland viel zu wenig Therapieangebote für pädosexuelle Männer (und Frauen). Die allermeisten der niedergelassenen Psychotherapeuten sind für dieses Gebiet nicht ausgebildet und können hier nicht helfen. Es müssten viel mehr Psychologen entsprechend ausgebildet werden. Ein sehr guter Ansatz ist aus meiner Sicht auch das Präventiv-Programm "Kein Täter werden", bei dem sich pädosexuell veranlagte Menschen anonym Hilfe holen können. Ich habe gerade auf der Internetseite nachgeschaut: Es gibt zurzeit zwölf Standorte. Ein solches Angebot sollte es in Deutschland flächendeckend geben. Pädosexuell veranlagte Menschen haben sich ihre Neigung nicht ausgesucht. Sie haben ein Recht auf professionelle Hilfe. Und es können viele Übergriffe im Vorfeld verhindert werden.

  • 64 Es ist überall 20.03.2019, 13:33 Uhr

    gleich und vergleichbar mit den Skandalen in der berühmt-berüchtigten Odenwald-Schule, die vor 40 Jahren einen "tadellosen" Ruf hatte: Den Kindern glaubte man damals nicht, ja oft noch nicht einmal die eigenen Eltern. Denn sie fielen auf den fatal charismatischen Schulleiter herein, der ihnen skrupellos Märchen auftischte. Und mit seinen, meist auch pädophilen Kollegen, über Schüler-Generationen hinweg unbehelligt Missbrauch beging. Und bis zu seinem Tode auch nicht bestraft wurde. Wir brauchen eine neue Justiz, die schnell und angemessen handelt und nicht zögert, vertuscht und verjährt.

  • 63 E. Sonnen, 76 J 20.03.2019, 13:29 Uhr

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  • 62 Faxen richtig dicke! 20.03.2019, 13:29 Uhr

    Der Ganze Fall sowie das völlig unzureichende und auf ganzer Linie versagende Handeln der Behörden und Ämter ruft bei mir nur noch Ekel und Brechreiz hervor! Die Opfer werden einmal mehr verhöhnt und man lässt sie wie Kollateralschäden erscheinen. Die Worte die mir dafür einfallen verstoßen gegen die Netiquette! Die Opfer gehen für den Rest ihres Lebens durch die Hölle und werden nie ein Leben ohne bestimmte Probleme haben. Aber Hauptsache unsere Behörden stehen sauber da und schwafeln sich aus der Verantwortung. Das ist einfach nur widerlich!!! Unser ganzes System ist in sich völlig verfilzt, weil zu viele Leute mit schwammigem Hintergrund auf den falschen Posten sitzen und da kann man nehmen, was man will. Wem kann man denn überhaupt noch trauen in diesem Staat?

  • 61 Rembert Hoffmeister 20.03.2019, 13:27 Uhr

    Ich höre schon die Stimmen aus den Öffentlich rechtlichen Sendeanstalten:"Die Neigung darf nicht zu Ächtung führen!, sondern erst das fremdschädigende Verhalten. "Wie tief stecken die Beamten im Pädophilen-Morast? Grüne: Verbot von Kinderehe ist „emotionsgeladener Populismus“. Sex mit Kindern galt im grünen Ideenkosmos lange als akzeptabel, solange er „einvernehmlich und gewaltfrei“ vollzogen würde.

  • 60 Wie kann es sein 20.03.2019, 13:21 Uhr

    , dass Leute wg. eines fehlenden Kassenbons oder unschuldig nach Hause mitgenommenen Frikadellen, die ohnehin im Mülleimer gelandet wären, gekündigt werden? Und Bedienstete bei Jugendamt und Polizei scheins Narrenfreiheit haben? Und erst gar nicht entlarvt werden, geschweige denn entlassen? Sind manche Bürger gleicher als andere?

  • 59 Nasse Sache nett gebügelt 20.03.2019, 13:20 Uhr

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  • 58 Hein Blöd 20.03.2019, 13:16 Uhr

    Bei der ganzen traurigen Angelegenheit wechseln meine Gefühle ständig von Wut zu Entsetzen bis hin zu Verständnislosigkeit. Der wievielte Fall ist das jetzt, wo Behörden versagen und Kinder entweder missbraucht werden, ins Koma geschüttelt oder so verprügelt, dass sie an den Folgen sterben. Behördliches Versagen - ein großes Wort mit zu vielen vermeidbaren Schicksalen dahinter! Für mich sieht das allmählich so aus, als hätten wir es mit einem mächtigen Netzwerk zu tun, das nicht nur die Behörden, sondern unser gesamtes System infiltriert hat. Anders lässt sich das Verschwinden von Akten und anderen Beweismitteln nicht erklären. Alle, die auch nur ein bisschen Dreck am Stecken haben müssen in Konsequenz aus ihren Ämtern entfernt werden und das betrifft Behörden genauso wie die Politik. Beamtete die privat Kinderpornos horten, haben im öffentlichen Dienst nichts verloren - das gilt natürlich auch für alle anderen Inhaber/innen öffentlicher Ämter und wichtiger Posten!

  • 57 Dietrich Schumann 20.03.2019, 13:16 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)