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Karl der Große?

Karl Lagerfeld im Profil winkend vor schwarzem Hintergrund

Karl der Große?

Karl Lagerfeld war eine Ikone: Sonnenbrille, Mozartzopf und hoher Kragen – seine Markenzeichen. Die Modewelt hat er über 50 Jahre lang geprägt, nun ist er gestorben. Was bleibt vom Modezar? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

"Ich halte mich wirklich nicht für ein Genie. Ich finde sogar, unter uns gesagt, ich hätte viel mehr aus mir machen können."

Das sagt einer, der 50 Jahre lang die Modewelt von Paris aus regiert hat. Seit Jahrzehnten war er kreativer Chef bei Chanel und verhalf der traditionsreichen Luxusmarke zu neuem Glanz. Er war bekannt dafür, klassische Formen zu erneuern und neue "Looks" zu schaffen, kreativ und mit einem guten Riecher bis ins hohe Alter.

Vielen ist Karl Lagerfeld wegen seiner meinungsfreudigen Aussprüche bekannt. Legendär ist dieser: "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren". Über seine eigene Arbeit sagte er einmal: "Am Fließband stehen, das ist Arbeit. Was ich mache, ist Freizeitbeschäftigung mit beruflichem Hintergrund". Als er 2017 die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte, erntete er dafür auch Kritik. Er sagte damals: "Man kann nicht, selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, Millionen Juden töten, um danach Millionen ihrer schlimmsten Feinde kommen zu lassen."

Modezar, Exzentriker, Stilikone – was verbinden Sie mit Karl Lagerfeld? Wie hat er, Ihrer Meinung nach, die Modewelt geprägt? Wie das Bild der Deutschen im Ausland? Oder haben Sie ihn vor allem als meinungsfreudige Person des öffentlichen Lebens wahrgenommen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Petra Winter, Journalistin und Chefredakteurin "MADAME"

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic und Lioba Werrelmann

Karl der Große?

WDR 5 Tagesgespräch 20.02.2019 46:01 Min. Verfügbar bis 20.02.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

103 Kommentare

  • 103 JoLa 20.02.2019, 13:59 Uhr

    Ein kluger und charakterstarker Mensch hat uns mit Karl Lagerfeld verlassen. Er hatte immer seine eigene Sicht der Dinge und eine eigene Meinung. In meinem Gedächtnis bleibt u.a. seine Kritik an der Flüchtlingspolitik einer Kanzlerin Merkel, die massenhaft Islamfreunde in unser Land lässt die md sich gleichzeitig um die zunehmenden Antisemitismus beschwert. Sie hat die Büchse der Pandorra geöffnet!

  • 102 G. Heim 20.02.2019, 13:59 Uhr

    Tschüss, Kalle! Grüß mir Loriot, David Bowie, Bruno Ganz, Frank Zappa, Amy Winehouse und alle positiv Bekloppten!

  • 101 Franz von Freiberg 20.02.2019, 13:50 Uhr

    Er mochte Zahlenspiele wie die des 19.02.2019. So ergibt der Monat und der Tag rückwärts gelesen das Todesjahr. Und schon in seinem Geburtstag des 10.09. liegt sein Todesjahr versteckt, indem man Tag und Monat addiert (10 + 9 = 19 = 2019). Daraus wird auch die Harmonie des Universums erkennbar, daß alles mit allem in Zusammenhang steht.

  • 100 Anna Elisa 20.02.2019, 13:49 Uhr

    Ich würde sagen, zu den verstorbenen herausragenden Genies der Deutschen, die wir in Wissenschaft und Kunst hatten, können wir jetzt auch Karl Lagerfeld hinzufügen. Man muss schon mit einer großen finanziellen Unabhängigkeit aufwachsen, um solche überragenden Leistungen vollbringen zu können. Die meisten Menschen müssen schon im Kampf ums tägliche Brot ihre geistige Energie verbrauchen. Eines verstehe ich: Kleidung ist auch für mich wie eine zweite Haut und sie muss zu mir passen - nicht extravagant und teuer, aber meine zweite Haut. Und er hat verstanden, die Reichen und Schönen mit einem Kunstwerk einzukleiden. Auch eine große Begabung.

  • 99 G. Heim 20.02.2019, 13:48 Uhr

    Ich finde es immer schade, wenn außergewöhnliche Persönlichkeiten, die authentisch (!) aus der Masse herausragen, nicht mehr da sind. Mit Mode und dem ganzen Zirkus habe ich wahrlich nichts am Hut, aber in seiner Branche gehörte Lagerfeld ganz bestimmt zu diesen außergewöhnlichen Personen. Viel näher standen mir aber Loriot und David Bowie. Bei deren Todesmeldung musste ich tatsächlich erst mal schlucken. Zwei ganz, ganz großartige Künstler!!

  • 98 Herrn Lagerfeld 20.02.2019, 13:40 Uhr

    in allen Ehren. Aber man sollte auch ernsthaft darüber nachdenken, dass heute das Wort Mode mit dem Wort Mobbing eng verzahnt ist.

  • 97 unverständlich 20.02.2019, 13:36 Uhr

    Ich habe nie verstanden, was Modetrends mit der Entwicklung einer besonderen Persönlichkeit zu tun haben sollen. Denn Mode erreicht doch das Gegenteil: Sie macht alle gleich. Gleiche Kleidung, gleiche Schminke, gleiche Haare, gleiches Parfum - wie soll man da als Mensch authentisch werden? Herr Lagerfeld war unbestritten ein Modezar - aber leider auch ein Mensch mehr, der vermögende Menschen trendhörig und abhängig gemacht hat!

    Antworten (1)
    • G. Heim 20.02.2019, 13:51 Uhr

      Ich denke mal, dass man schon selber dafür verantwortlich ist, ob man trendhörig oder abhängig wird.

  • 96 Franz von Freiberg 20.02.2019, 13:33 Uhr

    Auch sein Grab wird ein großes Kunstwerk werden, inspiriert von meiner Grabkunst in Ratingen-Eggerscheidt, die neue Trends in der Friedhofskultur setzt und die Menschen aus dem Schwarz des Todes und Verlustes herausführt in ein Licht der Hoffnung und Verbindung schafft zum Universum der Seelen da draußen im All. Ein Ort des Festes und nicht der Trauer, an den die entmaterialisierten Seelen immer wieder gern zurückkommen, um sich mit den irdisch Lebenden zu treffen.

  • 95 nie wieder spd 20.02.2019, 13:28 Uhr

    Wann kommt denn hier im Tagesgespräch eine Sendung zum „Framing“- Projekt der ARD? Es ist ja momentan nicht so, dass keine anderen Themen vorhanden wären, als der Tod eines Schneiders. Bezüglich der wegen Personalmangel täglich elendig sterbenden in Altersheimen und Krankenhäusern wird auch nicht so ein Tam Tam gemacht.

    Antworten (1)
    • Renate Meile 20.02.2019, 13:48 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 94 Herr Lagerfeld 20.02.2019, 13:28 Uhr

    lebte die sog. preussischen Tugenden, wie z.B. Disziplin in außergewöhnlich hohem Maße. Deswegen gelang es ihm auch, selbst so extrem abzunehmen. Aber dadurch wurde er leider auch einer der Väter von Magersucht, Bulimie und Kleidergröße Null. Der fatalen Kehrseite von Glanz und Gloria. Unter der die junge Generation, Frauen wie Männer, heute massiv leiden oder zu erkranken drohen. Und sie in die Arme fragwürdiger beauty docs treiben. Nein, wir brauchen andere Idole. Modedesigner, die den normal gebauten und gesund schlanken Menschen jeden Alters wieder in den Mittelpunkt rücken und verschönern.

  • 93 Franz von Freiberg 20.02.2019, 13:15 Uhr

    Eigentlich hatte ich es in meinem Testament anders herum gedacht und Teile meiner Kunstsammlung sollten zu ihm nach Paris gehen. Doch nun ist er vor mir gegangen. Und wie es um meine Gesundheit ausschaut: kurz vor mir.