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Wofür steht Greta Thunberg?

Die 15-jährige schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg sitzt neben einem Plakat mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" ("Schulstreik für das Klima") vor dem Schwedischen Reichstag in Stockholm am 21.08.2018.

Wofür steht Greta Thunberg?

Heute vor einem Jahr hat Greta Thunberg zum ersten Mal fürs Klima gestreikt. Aus ihrem einsamen Protest ist eine internationale Bewegung geworden. Wie bewerten Sie Fridays for Future? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Greta Thunberg ist innerhalb eines Jahres von einem unbekannten Mädchen zu einer Weltberühmtheit geworden. Jeden Freitag protestieren in rund 100 Ländern Hunderttausende für den Klimaschutz. Hauptsächlich junge, gut gebildete Menschen und vor allem Frauen gehen auf die Straße wie eine Studie des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung herausgefunden hat. Der Aufruf der Klimaschützer ist in Deutschland inzwischen auch in der Politik angekommen. Die Debatten über eine CO2-Steuer sind konkreter geworden. Deshalb ist die 16-Jährige für viele ein Vorbild, manche halten sie sogar für die nächste Friedensnobelpreisträgerin.

Aber nicht jeder schätzt ihr Engagement. Manche finden, sie werde wie ein Popstar behandelt. Es sei übertrieben, dass eine Jugendliche, die die komplizierten wissenschaftlichen Zusammenhänge des Klimawandels gar nicht durchdrungen haben könne, vom Papst empfangen wird und vor der Wirtschaftselite in Davos spricht. Außerdem werde Greta von der Fridays-for-Future-Bewegung instrumentalisiert und gelenkt. Ihren medienwirksamen Segel-Törn von Großbritannien zum UN-Klimagipfel nach New York halten sie für eine Promotion-Aktion und kontraproduktiv, da die Logistik für die Fahrt mehr Transatlantikflüge mit mehr CO2-Ausstoß nötig macht als normale Flüge in der Linienmaschine.

Wie beurteilen Sie Greta Thunbergs Engagement? Welche Erfolge hat sie aus Ihrer Sicht in dem einen Jahr erreicht? Wie bewerten Sie die zum Teil riesige Begeisterung für ein 16-jähriges Mädchen? Ist die Fridays-for-Future-Bewegung eine nachhaltige Angelegenheit? Machen es sich die Protestierenden zu einfach, wenn sie radikale Forderungen stellen, aber nicht in der Verantwortung stehen, diese auch umzusetzen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Simon Teune, Protestforscher an der TU Berlin und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung

Redaktion: Valentina Dobrosavljevic und Julia Lührs

Wofür steht Greta Thunberg?

WDR 5 Tagesgespräch 20.08.2019 50:18 Min. Verfügbar bis 19.08.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

177 Kommentare

  • 177 Beasty 20.08.2019, 13:59 Uhr

    Greta ist das mangelernährte Mädchen, was zur Ikone einer neuen Klima-Religion durch die Medien hoch geschrieben wurde. Die Medien erhoffen sich einen weiteren Hype durch den begleiteten Segeltörn nach New York, der wenigstens 20 mal mehr CO2 emittiert, als wenn das Mädel einfach nur geflogen wäre. - Aber das ist nicht medienwirksam genug. - Auch der WDR sieht bei der Kritik des Events sofort die rechte Hetze.-“In einem merkwürdigen Kesseltreiben“ - Ich bin mal gespannt, wenn 14 Tage der Strom in Deutschland ausfällt, die ersten Todes Opfer der Klimahysterie oder Kernkraftgegner zu beklagen sind, wie schnell sich dann der Wind dreht. Aber dann wird wohl niemand der Klimahysteriker die Verantwortung übernehmen sondern auf die Versorgungspflicht der Stromkonzerne hinweisen, die aber für dieses Energiemix Chaos nichts dafür können.

  • 176 Armes Deutschland 20.08.2019, 13:59 Uhr

    Es ist weniger wichtig wofür Greta Thunberg steht, sondern, wer sind die Leute, die sie für ihre Ziele ausnutzen. Leider erfährt man aus unseren Qualitätsmedien sehr selten, welche realen Interessen hinter bestimmten Aktionen unserer Gegenwart stehen können. Wenn überhaupt, dann gibt es eine vordefinierte Meinungsrichtung, die nicht angezweifelt werden darf. Greta Thunberg ist eine tragische Figur einer Bewegung, die Millionen von Jugendlichen zu beschlagnehmen droht, einer Bewegung, für die nicht zuletzt der "grüne" Sender WDR gern Werbung macht. Dies erinnert mich an die schlimmen Entwicklungen im roten China der „Kulturrevolution“. Eine Sendung über die persönliche Verantwortung von Journalisten für die gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Land wäre in diesem Zusammenhang sehr sinnvoll. Und noch: kann es nicht passieren, dass sie eines Tages zu einer Märtyrerfigur der Klimareligion gemacht wird, evtl. in einer False-Flag-Operation, um den Unbequemen dies in die Schuhe zu ...

  • 175 Wer kennt schon die Namen 20.08.2019, 13:59 Uhr

    all derer, die für Umweltschutz-Organisationen ehrenamtlich in ihrer Freizeit arbeiten, und das vielleicht schon seit Jahren oder Jahrzehnten? Bei Greenpeace, beim WWF, bei Oro Verde oder wie sie alle heißen? NIEMAND! Weil sie es gar nicht wollen, weil sie sich selbst nicht so wichtig nehmen. Und vor allem, weil sie nicht so REICHE und EINFLUSSREICHE Eltern wie Greta Thunberg haben. Es ist doch immer dasselbe Spiel: Wäre Greta ein Hartz-4-Kind, würde kein Hahn nach ihr krähen. Geld regiert die Welt, auch hier. Und das ist das, was mich skeptisch macht.

  • 174 Albert Dreistein 20.08.2019, 13:59 Uhr

    Sei es nun ergänzend zu Greta Thunberg´s FFF-Aktion oder als deren derzeit noch vermißter Kern für den erfolgreichen Klimaschutz, möchte ich hier in diesem Zusammenhang im Gästebuch abschließend auf die beiden Kommentare Nr. 61 und Nr. 123 von Volker Geers und Thomas Stada verweisen und wünsche allen noch einen schönen Dienstag der Erkenntnis.

  • 173 Besorgter Bürger 20.08.2019, 13:58 Uhr

    Frau Thunberg tut mir leid. Eine verlogenere PR-Aktion wie diese Altlantik-Überquerung habe ich noch nicht erlebt. Diese junge Frau wird instrumentalisiert für eine zwilichtige Klimaideologie. Warum? 1. Das Schiff ist eine Hightec-Rennyacht. Wenn die mal ausgemustert wird, ist das Sondermüll! Auch die speziell "gebrandeten" Segel aus Kevlar, Sondermüll! 2. Begleitfahrzeuge in Luft und auf See (incl. Drohne), wie auch das Rückfliegen bzw. Einfliegen der Crews von bzw. nach NY erzeugen Unmengen CO2. Das wird vermutlich die CO2-intensivste Altlantiküberquerung mit einem Segleschiff aller Zeiten! 3. Skipper Hermann und das Schiff (also indirekt auch G. Th.)werden gesponsert vom Yachtclub Monaco (extremst elitär), EFG (schweizer Bank) und (ausgerechnet!!) BMW, sowie 17 weitere Sponsoren. Die bedanken sich sicher für die nette PR. Liebe Medien und Steakholder am Klimawahn: bitte lassen Sie Frau Thunberg in Ruhe! Lassen Sie sie doch einfach Freitags vorm Stockholmer Rathaus demonstrieren.

  • 172 denkstdu 20.08.2019, 13:58 Uhr

    Die Synapsen haben eine Vorliebe für Nerds entwickelt, darum der Zulauf zu z.B. für Freitags-Demos für? Klimarettung, oder für Computerspiele, oder mit der Technik im intersolaren Utopien aufstellen und deren Bespielung. Irgendwie eine Entwicklung, die sich vielleicht nach 3-4 Milliarden Planetenjahre - scheint - zu wiederholen. Menschen erfinden und erbauen sich Klone und Roboter, sie erfinden sich die KI: wohin des Weges?

  • 171 Berni 20.08.2019, 13:57 Uhr

    Greta, ein Maskottchen der Hintermänner. Jugend-Hype, Diskriminierung der Alteren-Generation, politische Besserwisserei ohne Lösungskonzepte, wie in der Politik der ebenfalls bewusst hilflose Aktionismus.

  • 170 MarcoM 20.08.2019, 13:57 Uhr

    Echt WDR 5? Mal wieder den Greta-Kult reiten (abfeiern, zelebrieren oder gar anfeuern)? Und dann sich wundern, dass bis auf die Greta-Jüngerschaft sich der Rest langsam aber sicher genervt abwendet? Selbst vielen Anhängern der CO2-Hypothese geht der Personenkult um Greta Thunberg inzwischen schon zu weit. Von den Kritikern der CO2-Hypothese mal ganz zu schweigen. Der Kult um Greta nimmt langsam bedenklich religiöse Züge an. Wenn jetzt schon der Friedensnobelpreis für Greta ernsthaft diskutiert wird, kann man eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln. - Anderseits, wenn man einem Präsidenten der USA, der die Kriege seines Vorgängers weitergeführt und noch intensiviert hat, schom im Voraus den Friedensnobelpreis verliehen hat, dann kann man auch ruhig der Greta diesen Preis verleihen.

  • 169 Maik G. 20.08.2019, 13:55 Uhr

    Der Segeltörn von Hänsel und Gretel ist umweltschädlicher als der Flug nach New York Der Pressesprecher von Skipper Boris Herrmann bekannte Farbe: ,,Natürlich fliegen die da rüber, geht ja gar nicht anders“. Die „Malizia II“ ist als reines Offshore-Rennboot im Hafen extrem schlecht zu manövrieren und muss nach einem Törn aufwendig gewartet und neu mit Proviant versorgt werden. Auch Herrmann selbst wird den Flieger zurücknehmen. Gretas Trip löst also mindestens sechs Flüge über den Atlantik aus. Verlogenes Volk !

    Antworten (1)
    • Plagiarius 20.08.2019, 13:59 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 168 Was ist, 20.08.2019, 13:55 Uhr

    wenn sich herausstellt, daß der Treibhauseffekt von H2O in der Atmosphäre größer ist als der von Co2? War dann alles für die Katz?

  • 167 Friedrich Dahl 20.08.2019, 13:51 Uhr

    Wieso Friedensnobelpreis ? Was tut Greta Thunberg gegen Kriege ? Allenfalls nur davon ablenken mit ihrem Klima-Hype. Nicht mal den Zusammenhang zwischen Klimawandel-Forcierung und Kriegen hat sie aufgezeigt. Schwache Leistung.

    Antworten (1)
    • Maria E. 20.08.2019, 13:56 Uhr

      Man sollte von einem 16-jährigen Mädchen nicht zu viel erwarten! Sie hat einen wichtigen Denkanstoß gegeben, der von Politik und Wissenschaft aufgenommen werden sollte. Ich bin ich der Meinung, dass es 'eine schwache Leistung' war, die Massen zu mobilisieren, aber einen Friedensnobelpreis dafür zu erhalten, das halte ich für völlig übertrieben.