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Hände weg von der Nationalhymne?

Text und Noten der Nationalhymne liegen auf einem Buch mit Erklärungen zur Entstehung

Hände weg von der Nationalhymne?

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) möchte eine neue Nationalhymne finden – eine, bei der alle sagen: "Das ist meins." Was halten Sie von dem Vorschlag? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Neu ist sie nicht. Bereits 1841 dichtete August Heinrich Hoffmann von Fallersleben das Deutschlandlied, das in der Weimarer Republik zur Nationalhymne wurde. Die Nationalsozialisten missbrauchten die erste Strophe für ihre Zwecke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die dritte Strophe zur Nationalhymne der BRD, die DDR bekam mit "Auferstanden aus Ruinen" ihre eigene.

Seit der Wiedervereinigung ist "Einigkeit und Recht und Freiheit" nun die Hymne für alle. Schon damals gab es Vorschläge, ein neues, gemeinsames Lied zu entwerfen. Bis heute fühlten sich viele Ostdeutsche ausgeschlossen, sagt Bodo Ramelow. Außerdem könne er beim Mitsingen "das Bild der Naziaufmärsche von 1933 bis 1945 nicht ausblenden".

Immer wieder wurden Stimmen laut, die eine zeitgemäße Hymne forderten – etwa, weil der Text nicht geschlechtsneutral sei. Und immer entbrannte sofort eine heftige, emotionale Diskussion. "Hände weg von unserer Nationalhymne", heißt es auch jetzt wieder. Manche werfen Bodo Ramelow vor, er gehe fahrlässig mit unseren nationalen Symbolen um.

Sehen Sie das auch so? Ist die Nationalhymne für Sie Kulturgut, das nicht verändert werden sollte? Oder könnten Sie sich eine neue Hymne vorstellen? Und wie sollte die dann klingen, was sollte in ihrem Text stehen? Verstehen Sie das Argument, dass sich viele Ostdeutsche nicht von der Hymne angesprochen fühlen? Was bedeutet das Lied für Sie?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.


Gast: Dr. Stephan Grünewald, Psychologe

Redaktion: Felix Ohmes und Heiko Hillebrand

Hände weg von der Nationalhymne?

WDR 5 Tagesgespräch 10.05.2019 45:05 Min. WDR 5

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Kommentare zum Thema

144 Kommentare

  • 144 Gerd SR-71 A/ wahnsinn! 10.05.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 143 Anonym 10.05.2019, 13:59 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 142 Gerd S./Neue Höhen des... 10.05.2019, 13:59 Uhr

    Fremder Link

  • 141 Kraft durch Hymnen-Hype? 10.05.2019, 13:58 Uhr

    Wieso Hände weg? Die Nationalhymne ist doch kein Kind mehr, dass nach den hergebrachten Grundsätzen der "guten Sitte" befummelt und missbraucht werden kann! Nach ihrem Alter und dem Inhalt der ersten beiden Strophen ähnelt dieses Lied der Deutschen eher den ollen Kamellen, die man unters Volk wirft, um deren Sucht nach Zuckerbrot zu stillen. Der Kehraus der auf diese Weise preisgünstig abgefüllten Zucker-Junkies kann danach durch das Gesundheitswesen mit der berühmten Peitsche des Zwangsentzugs bequem, nachhaltig und so rentabel erledigt werden, dass die Rente zukünftig noch sicherer wird.

  • 140 Alfred T. 10.05.2019, 13:56 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 139 Anonym 10.05.2019, 13:53 Uhr

    Im Sinne eines dringend notwendig ökologischer ausgerichteten Deutschland könnte man dem Vorbild der senegalesischen Militärkapelle folgen, die 2018 Frau Merkel mit dem Lied „Ja, mir san mit’m Radl da“ begrüßte.

  • 137 Gonzo 10.05.2019, 13:49 Uhr

    Die Ostdeutschen sind in Deutschland nur eine Minderheit und haben daher in der Mehrheitsdemokratie nichts zu sagen. Daher sollte auch Merkel nun endlich zurücktreten als volksverhsßte Kanzlerin und sollte nicht noch Stunk um die Nationalhymnre anzetteln mit ihrem Ramelow-Bolschewiken.

  • 136 kak 10.05.2019, 13:48 Uhr

    ...nur leider gilt sie schon als Europahymne. Wollen wir sagen :" Deutschland und Europa sind dasselbe"?

    Antworten (1)
    • Ulrike 10.05.2019, 13:57 Uhr

      Germanen haben in der Vergangenheit fast ganz Europa besiedelt, nebst GB. Europa und die dortigen Völker stammen hauptsächlich von Germanen ab. Geschichte sollte man kennen.

  • 135 Bernie 10.05.2019, 13:44 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 134 Wenn 10.05.2019, 13:43 Uhr

    Herr Ramelow bei der AfD wäre, könnte man ihm Nationalismus unterstellen. Aber er ist bei den Linken und daher fern allem falsch verstandenen Patriotismus. Er will West und Ost musikalisch "vereinen", was ich psychologisch für sehr klug halte. Denn erst wenn wir mental wieder verbunden sind, können wir wieder eine gemeinsame Zukunft gestalten.

  • 133 Breslein 10.05.2019, 13:42 Uhr

    Welchen Zweck soll die Hymne dienen? Zum Gröllen bei Fussballländerspielen? Beim militärischen Aufmarsch als Einpeitscher? Oder als Lagerfeuerlied? Den wo man singt da lass dich nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder.