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Was verbinden Sie mit den Grünen?

Der Parteivorstand der Grünen zum Gründungsparteitag 1980 in Karlsruhe auf dem Podium

Was verbinden Sie mit den Grünen?

Als sich die Grünen vor 40 Jahren gründeten, wurden sie misstrauisch beäugt und nur bedingt für voll genommen. Jetzt sind sie längst eine etablierte Partei. Wie blicken Sie auf die Grünen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Deutschland, Ende der 1970er Jahre: Ölkrise, Atomkraft, Aufrüstung sind die beherrschenden Themen der Zeit, die alle politisch etablierten Parteien in etwa gleich behandeln. Wirklich alle?

Nein, da entsteht auf einmal eine basisdemokratische Protestpartei, die sich für Umweltschutz, für Frauenrechte und für Pazifismus einsetzt. Über 1.000 Delegierte versammeln sich im Januar 1980 in Karlsruhe, um – wie die Presse schreibt – "eine sozialistische Partei mit ökologischem Anstrich zu gründen." An deren Erfolg glaubt damals kaum einer.

Doch nur drei Jahre später sind die Grünen schon im Bundestag . Mit 29 Abgeordneten bringen sie, wie sie selber stolz in ihrer Parteibiographie schreiben, die Verhältnisse im Bonner Bundeshaus, dem damaligen Plenarsaal des Bundestages, zum Tanzen.

Seither wurde bei den Grünen viel gestritten, viel gelitten, mal mitregiert, mal hingeworfen und jetzt werden sie sogar von manchen als neue "Volkspartei" gefeiert. Ihre Umfragewerte sind nach denen der CDU die höchsten im Lande.

Was verbinden Sie mit den Grünen und ihrem Marsch durch die Parlamente? Sind Sie zufrieden oder werfen Sie ihnen vor, ihre Ideale verraten zu haben? Wie haben sich die Grünen ihrer Meinung nach entwickelt? Was ist für Sie der grüne Kern? Sind die Grünen für Sie eine Partei der Zukunft? 

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Hans-Christian Ströbele, langjähriger grüner MdB und Gründungsmitglied der Grünen

Redaktion: Ulrich Horstmann und Lioba Werrelmann

Was verbinden Sie mit den Grünen?

WDR 5 Tagesgespräch 10.01.2020 46:44 Min. Verfügbar bis 09.01.2021 WDR 5

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Kommentare zum Thema

138 Kommentare

  • 138 Anonym 10.01.2020, 13:59 Uhr

    Klimakommissar passt sicher gut in die grüne Wunschtraum-Karriereplanung als staatlicher Ökopriester, schließlich lassen sich ohne eine arglistige Täuschung des guten Glaubens der Verbraucher keine himmelhochjauchzenden Gewinne erzielen. Und auch flächendeckende Niedriglohne sind nicht nur lukrativ für die Rendite der Elite, sondern auch eine elitäre Bildungspolitik und natürlich eine nachhaltige Klimapolitik im Sinne der Lobbys. Der neueste Kommissarbefehl aus dem grünen Ökohauptquartier wird dann an die gerichtet, die überleben wollen: Greta Thunberg ist die Beste und die Grünen Bundesvorstandsvorsitzenden sind ihre Propheten!

  • 137 JoLa 10.01.2020, 13:59 Uhr

    Mit den heutigen Grünen und ihrer aktuellen Politik bin ich total unzufrieden, obwohl ich diese in den 90igern oft gewählt habe. Diese Partei, hat sich zu einer saturierten Clique von Schönrednern entwickelt, die aus ihrer meist vom Staat alimentierten Lebensweise dem Rest der Bevölkerung sagen wollen, was für sie richtig ist. Selbst oft in Urlaub fliegen, SUV fahren, Ihre Kinder oft auf migrantenfreien Privatschulen unterbringen gemütlich die angezählte eigene Immobilie Stadtbahn nutzen und öffentlich über Mietpreissteigerungen lamentieren. An Verlogenheit sind diese Grünen nicht zu tippen. Natürlich ist der WDR als ÖR Protagonist von Grün/ Links am heutigen Geburtstag wieder mal kritiklos und voller Lobhudelei. Von morgens übers TG bis sicher noch heute Abend wird über die Grünen gejubelt. Objektivität ist im ÖRTLICHEN mittlerweile ein Fremdwort. Mit Hilfe der Grünen hat Schröder Hartz 4 eingeführt und die Rentner ausgeraubt. Beim öffentlichen Dienst war man da moderat, sind Grün!

  • 136 Anonym 10.01.2020, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 135 Mikea 10.01.2020, 13:55 Uhr

    Der Weg der Grünen war allerdings nicht so geradlinig, wie er im Rückblick zu sein scheint. Vor einiger Zeit hat sie nur die Vereinigung mit Bündnis90 vor dem politischen Aus gerettet. Nach den Fahrverboten an einigen Sonntagen in den siebziger Jahren in Deutschland, wo die Menschen sonntags zu Fuß und mit dem Rad ungestört auf Autobahnen unterwegs waren, nach dem Bericht des "Club of Rome" haben die Grünen den Umweltgedanken in die Politik eingeführt. Daß die Ergebnisse dabei wie beim Tischerücken ausfallen, liegt irgendwo in der Natur der Sache. Wir sollten tatsächlich schonender mit unserer Welt umgehen. Ob der gegenwärtige Klimawandel eindeutig menschengemacht ist, läßt sich nicht beweisen. Wir können es nur hoffen, denn nur dann haben wir die Möglichkeit, etwas dagegen zu tun. Was passieren kann, wenn wir die Erde überfordern, zeigte sich 1936 in Kansas/USA: Leseempfehlung für die Folgen: John Steinbeck, "Früchte des Zorns".

  • 134 Klaus-Dieter 10.01.2020, 13:55 Uhr

    Dank für mehr ökologische Politik. Bündnis 90/Die Grünen zusammen mit den verschiedenen Tierschutzparteien (Tierschutzpartei, Tierschutzallianz )und der ÖDP können zusammengezählt mehr Stimmen erhalten :) als die verknarzte CxU, die echtes Tierwohl und Natur schützende Landwirtschaft noch nicht erkannt hat. :( --- Es ist an der Zeit das die Parteien zusammenkommen um gemeinsam endlich für biologisch Alternative Landwirtschaft, möglichst kleinteilig und somit vielfältiger und mehr Umwelt- und Klimaschutz zusammen kommen. … Damit die CDU/CSU-ler und die Genossen endlich aufwachen und tätig werden. Denn die GroKo-Parteien, sowie AfD und FDP führen uns ( nicht nur in den Klima ) Abgrund. ---- --- Auch wer sich weiterhin Freiheit wünscht, findet zur Zeit bei Bündnis 90/Die Grünen die besten Befürworter,

  • 133 Kein Mann 10.01.2020, 13:44 Uhr

    Wenn ich hier so die Kommentare lese, dann sieht es eigentlich nicht gut für die Grünen aus. Frage mich nur, wie sie bei den Wahlen so gut abschneiden konnten.

    Antworten (1)
    • otto 10.01.2020, 13:55 Uhr

      Das liegt daran, das hier viele afD-trolle unterwegs sind und die mehrere Nicks benutzen. Insgesammt also eine verschwindet kleine Minderheit. Bei der Bevölkerung haben die Grünen nach wie vor 20% hinter sich.

  • 132 Karl Theodor 10.01.2020, 13:42 Uhr

    Übrigens, was hier gar nicht zur Sprache gekommen ist, die Grünen haben die Gesellschaft mit einem ganzen Strauß von Ihnen nahestehenden Stiftungen und Organisationen überzogen, die ebenfalls von Steuergeldern leben. Das Wuppertal-Institut, das Potsdam Institut, würde ich einmal dazu zählen. Das ist eine ganz subtile Manipulation. Viele Migranten und Opfer-Organisationen wie die Kahane Stiftung gehören auch dazu.

    Antworten (1)
    • Anonym 10.01.2020, 13:58 Uhr

      Andere Parteien sind da noch erfindreicher. Also bitte keine Bashing.

  • 131 KlartextJetzt 10.01.2020, 13:35 Uhr

    Auch ich bin eigentlich fast Gründungsmitglied dieser Partei, Nr. 46 auf lokaler Ebene. Heute redet man über Plastiktüten: Damals habe ich noch fünf DM ausgegeben, um die obligatorische Jutetasche mit der grünen Sonnenblume zu erwerben und ist damit stolz zum Gymnasium gefahren. Wenn man etwas von Photovaltaik erzählte und vom Solarofen in Odeillo, vom Wasserstoffauto (das ist nämlich kein Novum!) oder dem Solarflug über den Ärmelkanal, hat man sich sehr rasch die typische Scheibenwischerbewegung eingefangen. Der anfängliche Optimismus ist bei mir inzwischen allerdings verflogen. Heute stehen die Grünen für mich für das starre Festhalten an "Atomkraft - Nein Danke!" und vor allem "Garzweiler II", d. h. die vorsätzliche Vernichtung wertvoller Kulturgüter wie St. Lambertus Immerath, Immerather Mühle, Hofanlage Krapoll, Haus Nazareth, St. Martinus Borschemich, St. Josefskloster, Wasserburg Haus Paland, Rittergut Leuffen, St. Simon und Judas Thaddäus, Spenrather Hof, Haus Pesch u.v.a.m..

  • 130 Karl Theodor 10.01.2020, 13:33 Uhr

    Wieso fordert Herr Ströbele eigentlich eine Vermögenssteuer? Damit der Staat noch mehr Einnahmen erzielen kann, die Steuereinnahmen sind doch in den letzten Jahren gewaltig angestiegen, offensichtlich kann der Staat nie genug bekommen. Gleichzeitig ist der Sozialhaushalt auch ständig mitgewachsen, sogar überproportional. Ich halte es für absolut unerträglich, wenn Herr Ströbele in seiner antideutschen Einstellung Geld von deutschen Vermögenssteuerzahler einfordert um sie an die Betreuungskollektive der 3.Welt zu verteilen. Es sei mal angemerkt, dass die Vermögenssteuer eine verwaltungstechnisch sehr aufwendige Steuer ist, sie ist eine Substanzsteuer, die unabhängig von der Ertragslage zu zahlen ist. Ein Politiker hat immer ein anderes Interesse als der Steuerbürger, der Politiker ist auf die Arbeitsleistung seines Wählers angewiesen. Für mich sollten sich die Politiker erst einmal in der Produktion bewähren. Dann könnten sie lernen wie Arbeit aussieht.

  • 129 Anna Elisa 10.01.2020, 13:33 Uhr

    Ich sehe das Artensterben (Vögel, Insekten, Blumen, Kräuter usw.), als problematisch an. Aber ich sehe nicht, dass die Grünen hier eine große, positive, die Umwelt verändernde Rolle spielen. Nur wenn irgendwo bei Baumaßnahmen Einspruch eingelegt wird, stehen die Grünen an vorderster Front und fordern lautstark Veränderungen. Zum Artensterben: Man müsste evtl. die Spritzmittkel für die Landwirtschaft weltweit ändern, aber da sind wieder die großen Konzerne entscheidend, vor denen auch die Grünen ihren Kotau machen. Wie bei den E-Autos, die durch den Abbau der seltenen Erden problematisch sind. Ja, die Grünen haben sehr schnell gelernt, dass man den Dax-Unternehmen dienen muss, wenn man Politik machen will. Unabhängige Parteien gibt es kaum noch und wenn, dann sind sie bedeutungslos

  • 128 MarcoM 10.01.2020, 13:27 Uhr

    Habe die Sendung nicht verfolgt, sehe aber gerade dass mit Hans-Christian Ströbele ja quasi ein Dissident unter den GRÜNEN als Studiogast eingeladen wurde. Ich denke eine gute Wahl. Auch wenn ich garantiert nicht alle politischen Positionen von Herrn Ströbele teile, so halte ich ihn aber für einen der wenigen vernünftigen GRÜNEN mit denen man reden und diskutieren kann, ohne irgendwelche Dogmen heruntergebetet zu bekommen. So vernünftig, dass man ihn auch nicht mehr im Bundestag haben wollte - viel zu unbequem für die NATO-Grünen. Aber dafür war Ströbele viel zu beliebt in seinem Wahlkreis.

    Antworten (1)
    • Ulrike 10.01.2020, 13:45 Uhr

      Wäre Claudia Roth eingeladen worden, hätte man das Gästebuch und Co. abschalten müssen. Die Gastwahl war daher wenigstens richtig.